Die Elsenbrücke bleibt eine der wichtigsten Verkehrsachsen im Berliner Osten und eine der größten Baustellen. Mit der jüngsten Umstellung der Verkehrsführung verändert sich die Situation für Autos, Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger spürbar. Aktuelle Bilder zeigen, wie sich die Situation konkret für die verschiedenen Verkehrsteilnehmenden gestaltet.

Seit Mitte März wird der Verkehr schrittweise neu organisiert, mit dem Ziel, die Situation für unterschiedliche Verkehrsteilnehmende zwischen Friedrichshain und Treptow spürbar zu entspannen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Die Elsenbrücke verbindet Friedrichshain und Treptow-Köpenick und zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen im Berliner Osten. Seit Jahren ist die Spreequerung eine Baustelle — verbunden mit Staus, Umleitungen und Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmenden.
Mit der jüngsten Bauetappe wurde nun ein neuer Abschnitt erreicht. Mitte März wurde die Verkehrsführung schrittweise umgestellt. Seitdem stehen wieder zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Damit wird das bisherige Nadelöhr zumindest teilweise entschärft.
Elsenbrücke: Zwei Fahrspuren pro Richtung sollen Verkehr entlasten

Mit der neuen 2+2-Verkehrsführung stehen auf der Elsenbrücke wieder zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Für den motorisierten Verkehr bedeutet die Umstellung vor allem mehr Kapazität. Insbesondere in Richtung A100 dürfte sich der Verkehrsfluss verbessern. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da die Elsenbrücke eine zentrale Verbindung zwischen Innenstadt und Stadtautobahn ist. Die hohe Belastung, vor allem im Berufsverkehr, wird durch die neue Verkehrsführung zwar reduziert, aber nicht vollständig aufgelöst.
Rad- und Fußverkehr: Neuer Abschnitt auf der Elsenbrücke eröffnet

Mit der Freigabe eines neuen Geh- und Radwegs auf dem nordwestlichen Brückenteil erhalten Fußgänger und Radfahrende erstmals Zugang zu einem neu errichteten Abschnitt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Auch für den Umweltverbund ergeben sich Veränderungen. Gleichzeitig wurde die bisher genutzte Behelfsverbindung geschlossen. Die neue Wegeführung trennt den nicht-motorisierten Verkehr stärker vom Autoverkehr und soll so die Sicherheit erhöhen. Für viele bedeutet die Umstellung jedoch zunächst eine Umgewöhnung, da sich gewohnte Wege ändern.
Verkehrsumbau an der Elsenbrücke: Behelfsbrücke entfällt für Autos

Die Behelfsbrücke ist für den motorisierten Verkehr geschlossen, Autos werden nun über die neuen Brückenteile geführt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Ein zentraler Schritt der Umstellung war die Sperrung der Behelfsbrücke für Autos. Für Busse, Rettungsfahrzeuge sowie den Fuß- und Radverkehr bleibt sie weiterhin nutzbar. Die Neuorganisation des Verkehrs erfolgte in mehreren Bauphasen innerhalb weniger Tage. Dabei wurden Fahrstreifen verlagert und neue Abschnitte freigegeben. Je nach Baufortschritt konnten sich die Zeitpläne kurzfristig ändern.
Elsenbrücke bleibt Baustelle: Weitere Arbeiten bis zum Sommer geplant

Unterhalb der Elsenbrücke laufen weiterhin Bauarbeiten, ein Abschluss ist bis zum Sommer vorgesehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Trotz erster Entlastungen ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Parallel zur neuen Verkehrsführung werden unter der Brücke weiterhin Bauarbeiten durchgeführt und Baustellenflächen geräumt. Perspektivisch ist zudem ein Ausbau auf drei Fahrstreifen pro Richtung geplant, wodurch die Leistungsfähigkeit deutlich steigen könnte. Bis dahin bleibt die Elsenbrücke jedoch eine Baustelle und ein sensibles Nadelöhr im Berliner Verkehrssystem.
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, rbb24, Berliner Morgenpost
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