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Frankfurt eröffnet eine neue Übergangswohnanlage in Rödelheim. Sie bietet Platz für bis zu 340 Menschen, vor allem geflüchtete Familien und wohnungslose Personen. Die Stadt reagiert damit auf die anhaltend hohe Nachfrage nach längerfristigen Unterkünften.

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Clic, CC BY-SA 4.0

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Die Stadt Frankfurt am Main hat eine weitere Übergangsunterkunft in Rödelheim in Betrieb genommen. Die Anlage bietet Platz für maximal 340 Personen und richtet sich vor allem an geflüchtete Familien aus Afghanistan, Eritrea und der Ukraine sowie an wohnungslose Menschen aus Deutschland. Das Modulgebäude umfasst 123 Wohneinheiten, die jeweils einfach möbliert sind.

Mit dem Baubeginn im September 2024 wurde eine relativ kurze Bauzeit realisiert. Die ersten Familien sollen bereits im Dezember einziehen. Betreiber der Anlage ist die Johanniter-Unfall-Hilfe, die für die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner zuständig ist.

Frankfurt: Steigende Zahlen erfordern mehr Übergangsunterkünfte

Die Dezernentin für Soziales und Gesundheit, Elke Voitl, wies bei einem Besuch der Unterkunft darauf hin, dass die Zahl wohnungsloser Frankfurterinnen und Frankfurter kontinuierlich steige. Sie betonte, dass solche Übergangswohnanlagen ein Instrument städtischer Sozialpolitik seien, um sozialen Spaltungen entgegenzuwirken.

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In Frankfurt leben – Stand November – 4.953 geflüchtete und 4.208 wohnungslose Menschen. Sie verteilen sich auf etwa 100 städtische Übergangsunterkünfte. Viele von ihnen finden aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes nur selten dauerhaftes eigenes Wohnen, weshalb sie oft lange in den Einrichtungen bleiben.

Unterschiedliche Nutzung von städtischen Liegenschaften

Einige städtische Liegenschaften werden nur kurzfristig als Unterkünfte genutzt, andere hingegen müssen langfristig geplant werden, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Für Menschen, die tatsächlich auf der Straße leben, hält die Stadt separate Einrichtungen vor. Ihre Zahl liegt seit Jahren zwischen 200 und 250 Personen und schwankt nur geringfügig.

Die neue Anlage in Rödelheim ist Teil einer Strategie, die städtischen Unterbringungsmöglichkeiten sowohl kurzfristig als auch dauerhaft auszubauen. Sie zeigt, dass Frankfurt auf den steigenden Bedarf reagiert und gezielt Übergangswohnungen schafft, um den Druck auf den Wohnungsmarkt abzufedern.

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Rödelheim wächst: Gemischte Reaktionen in der Nachbarschaft

Das neue Projekt wird gemischt aufgenommen. Befürworter sehen in der Anlage eine notwendige Maßnahme, um Geflüchteten und Wohnungslosen eine menschenwürdige Unterbringung zu ermöglichen. Kritiker jedoch bemängeln die Dichte der Unterkünfte im Stadtteil. Bereits vor der Eröffnung beschrieben sie sich als vor vollendete Tatsachen gestellt. Es gab Bedenken hinsichtlich fehlender Kita- und Schulplätze und der Frage, ob Rödelheim nicht überproportional belastet werde.

Während die Stadtverwaltung erklärte, die Belange der Anwohnenden ernst zu nehmen und bemüht sei, Integration sowie nachbarschaftliche Einbindung zu fördern, bleibt bei Teilen der Bevölkerung das Gefühl, der Stadtteil werde einseitig mit Unterkünften überfrachtet.

Quellen: Stadt Frankfurt am Main, Hessenschau, Frankfurter Rundschau

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