Die U5 soll Winterhude, Uhlenhorst und Barmbek-Süd künftig direkt ans Schnellbahnnetz anschließen. Für den ersten Bauabschnitt hat die Hochbahn ihre Pläne jetzt angepasst. Bis Mitte Oktober können Anwohnerinnen und Anwohner dazu noch Stellung nehmen.

Karte der geplanten U5-Strecke durch Hamburg mit Stationen und wichtigen Zielen wie City Nord, Hauptbahnhof, Universität, UKE und Arenen.

Die U5 soll wichtige Ziele in Hamburg miteinander verbinden. Die Darstellung zeigt unter anderem City Nord, Hauptbahnhof, Universität, UKE und die Arenen im Volkspark. / © Visualisierung: HOCHBAHN

© Titelbild: HOCHBAHN

ANZEIGE

 

Die Hamburger Hochbahn AG baut mit der U5 eine komplett neue U-Bahn-Linie, die quer durch die Stadt führen und zahlreiche Stadtteile erstmals oder besser an das Schnellbahnnetz anschließen soll. Anders als die bestehenden Linien fährt sie vollautomatisch und ohne Fahrpersonal, wodurch sie perspektivisch auch in dichteren Takten verkehren kann. Ein Teilstück dieser Linie, die sogenannte U5M1000, verläuft zwischen der Haltestelle City Nord und der Jarrestraße und betrifft damit unmittelbar die Stadtteile Winterhude, Uhlenhorst und Barmbek-Süd.

Auf den rund 2,3 Kilometern entstehen zwei neue Haltestellen. Am Borgweg soll künftig ein Umstieg zur bestehenden U3 möglich sein, während die Haltestelle Jarrestraße den dortigen Wohnquartieren erstmals einen direkten Zugang zur Schnellbahn verschafft. Die Strecke verläuft dabei durchgehend unterirdisch, sodass an der Oberfläche vor allem die Zugänge und einzelne Notausgänge sichtbar bleiben.

ANZEIGE

Planfeststellungsverfahren in Hamburg-Nord: Verfahren in der zweiten Runde

Bevor die Hochbahn bauen darf, muss die Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation das Vorhaben in einem sogenannten Planfeststellungsverfahren genehmigen. Dafür reichte die Hochbahn ihre ursprünglichen Unterlagen bereits im Jahr 2025 ein. Die Behörde legte sie damals erstmals öffentlich aus und sammelte Rückmeldungen der Bevölkerung. Das Verfahren läuft seither weiter und hat inzwischen einen wichtigen Zwischenschritt erreicht.

Da sich die Planung seither weiterentwickelt hat, hat die Hochbahn nun eine erste Änderung ihres Antrags eingereicht. Die Behörde legt die entsprechenden Unterlagen vom 1. bis zum 30. September 2026 erneut aus, online und im Bezirksamt Hamburg-Nord, und lässt bis zum 14. Oktober 2026 weitere Einwendungen zu. Über die endgültige Zulassung des Vorhabens entscheidet die Behörde erst nach Abschluss dieses Verfahrens.

Änderungen bei der U5-Planung: Streckenverlauf und Haltestellen bleiben

Die jetzt vorgelegten Änderungen betreffen vor allem technische und organisatorische Details der bisherigen Planung. Dazu gehören etwa angepasste Baufelder, ein veränderter Flächenbedarf sowie aktualisierte Angaben zu Umwelt- und Artenschutzthemen, zum Umgang mit Bauwasser und Bodenaushub sowie zum Schutz vor Starkregen. Am grundsätzlichen Streckenverlauf und den geplanten Haltestellen ändert sich dadurch nichts.

ANZEIGE

Besonders deutlich zeigt sich die Änderung am Goldbekkanal, den die Hochbahn während der Bauzeit für rund anderthalb Jahre komplett sperrt, weil sich nur so Bauzeit und Materialverbrauch begrenzen lassen. Boote und Freizeitverkehr weichen deshalb auf den Barmbeker Stichkanal und den Osterbekkanal aus.

Wer sich über die Details informieren oder eine Einwendung einreichen möchte, kann die vollständigen Unterlagen während der Auslegungsfrist einsehen. Bereits im ersten Verfahren eingereichte Einwendungen bleiben davon unberührt und fließen weiterhin in die Entscheidung der Behörde ein.

U5 City Nord (Stadtpark)
U5 Borgweg
U5 Jarrestraße

Quellen: Hamburger Hochbahn AG

ANZEIGE

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.