In Köpenick sind für die Westumfahrung Bahnhofstraße neue Tunnel entstanden. Geplant ist eine Straßenverbindung hinter dem Stadion des 1. FC Union Berlin. Der Zeitplan hängt vom Planfeststellungsverfahren ab.

Die Westumfahrung in Köpenick soll die Bahnhofstraße spürbar entlasten. / © Grafik: ENTWICKLUNGSSTADT mit OpenStreetMap
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Die Westumfahrung Bahnhofstraße soll den Durchgangsverkehr in Köpenick neu ordnen. Parallel zum Ausbau des Regionalbahnhofs Köpenick saniert die Deutsche Bahn ihre Anlagen an der Hämmerlingstraße. Dort sind bereits neue Tunnelbauwerke entstanden, die derzeit noch im Wald enden. Sie sind ein erstes sichtbares Zeichen für die neue Verkehrsführung, die hier entstehen soll.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Bereich: An der Wuhlheide, Alte Försterei, Hämmerlingstraße, Am Bahndamm, Bahnhofstraße
- Ziel: Entlastung der Bahnhofstraße und Lindenstraße
- Länge: rund 1,3 Kilometer
- Planung: zweispurige Stadtstraße außerhalb der Knotenpunkte
- Baubeginn: nach Planfeststellungsbeschluss
Die Westumfahrung Bahnhofstraße soll in Köpenick eine neue Verbindung zwischen An der Wuhlheide und dem Knoten Mahlsdorfer Straße, Stellingdamm und Bahnhofstraße schaffen.

Der Blick durch eine neue Tunnelunterführung an der Hämmerlingstraße zeigt den künftigen Verlauf im Umfeld der geplanten Westumfahrung Bahnhofstraße in Köpenick. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Westumfahrung Bahnhofstraße in Köpenick: Strecke und neue Tunnel
Nach Angaben der Senatsverwaltung beginnt die Trasse in Höhe der Geschäftsstelle des 1. FC Union, führt entlang des Stadions An der Alten Försterei und des Sportkomplexes Hämmerlingstraße am Rand der Wuhlheide und erreicht danach den Bereich Am Bahndamm. Dort quert sie die Bahnanlagen mit einer neuen Unterführung und läuft weiter bis zur Bahnhofstraße.
Im Zuge der Arbeiten am neuen Regionalbahnhof Köpenick laufen Bauarbeiten auch an der Bahnanlage bei der Hämmerlingstraße. Vor Ort sind zwei neue Tunnelunterführungen entstanden, die derzeit noch ohne anschließende Straße im Wald enden.
Köpenick: Baustart für Westumfahrung Bahnhofstraße nicht terminiert
Diese Bauwerke hängen mit den künftigen Verkehrsführungen rund um Bahntrasse, Am Bahndamm und Hämmerlingstraße zusammen. Der weitere Ausbau und der Straßenbau hängen vom Planfeststellungsbeschluss und von den Bahnverfahren ab.
Die Planung sieht eine zweispurige Straße vor. Am Knoten Am Bahndamm, Hämmerlingstraße und Schubertstraße soll Am Bahndamm je eine Spur pro Richtung erhalten. Unter der Brücke plant die Verwaltung eine Spur in Richtung An der Wuhlheide und zwei Spuren aus Richtung An der Wuhlheide. Die Schubertstraße soll künftig als Sackgasse enden. Hämmerlingstraße und Schmale Straße bleiben nach Angaben der Senatsverwaltung im Wesentlichen wie bisher.

Die neue Tunnelunterführung an der Hämmerlingstraße in Köpenick entsteht im Zuge der Bahnarbeiten rund um den Regionalbahnhof Köpenick und soll später an die Westumfahrung Bahnhofstraße anschließen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Westumfahrung Bahnhofstraße in Köpenick: Abriss beim 1. FC Union
Auch der Bereich am Stadion An der Alten Försterei spielt eine Rolle. Die Senatsverwaltung stimmt sich nach eigenen Angaben mit dem 1. FC Union ab. Die Trasse rückt möglichst nah an den geplanten neuen Eingangsbereich des Stadions An der Alten Försterei, das bis 2028 ausgebaut werden soll, weil die Verwaltung den Eingriff in den Wald begrenzen will. Das Forsthaus selbst als Geschäftsstelle des Bundesligisten soll nicht betroffen sein. Der Schuppen auf dem Gelände muss jedoch für die Westumfahrung abgerissen werden.
Gleichzeitig baut der 1. FC Union direkt neben der künftigen Straße sein Trainingszentrum für die Profimannschaften. Der Fußballplatz auf dem Dach des Parkhauses bekommt auch wegen der Straße besonders hohe Fangzäune.

Die Baustelle an der Hämmerlingstraße in Köpenick gehört zum Ausbau des Regionalbahnhofs und steht in Zusammenhang mit der geplanten Westumfahrung Bahnhofstraße. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Tunnel an Hämmerlingstraße als Vorbereitung für Westumfahrung
Beim Lärmschutz plant die Senatsverwaltung keine Lärmschutzwand für die Straße. Die Berechnungen hätten ergeben, dass eine Wand oder hochabsorbierende Oberflächen an Stützbauwerken nicht zielführend seien. Stattdessen sieht die Planung unter anderem eine Straßenoberfläche mit lärmmindernden Eigenschaften vor.
Wann es mit dem Bau endlich losgehen kann, ist noch nicht endgültig genannt. Diverse Vorbereitungen, nicht zuletzt die Tunnel für die Bahnunterführung, zeigen jedoch bereits jetzt, dass sich die Verkehrsstruktur in Köpenick verändern wird.
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt; Forum Köpenick
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12 Kommentare
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Ja, der gesamte Bereich ist eine ziemlich aufwendige Sache. Denn wenn immer vom neuen Regionalhalt im Bahnhof Köpenick gesprochen wird, vergißt man gern wie zahlreich die neuen Unterführung dort sind. Die Brücke der Westumfahrung ist nur eine von vier, einschließlich der neuen Brücke am Bahnhof selbst…und dabei wird es nicht bleiben. Im Zuge des neuen Wohngebiets auf dem ehemaligen Güterbahnhofs kommt noch mindestens eine Unterführung hinzu. Deren nördliche Vorbereitung is bereits sichtbar.
Erst bauen und dann ein Planfeststellungsverfahren, Hallo können wir einmal bitte vorher DENKEN oder wenigstens parallel??
Liebe Rathausleute bitte Gehirn einschalten und dann Denken.
DANKE
Das sind nicht die Rathaus Leute sondern die Senats Leute und die Bahn Leute
Der erste Ballirrläufer (mit Unfall?) wegen des fehlenden Horizontalnetzes des Trainingsbereichs auf dem Dach wird mit Ansage kommen. Wer selbst mal Bälle direkt volley genommen hat und unweigerlich eine schöne „Kerze“ dabei hin und wieder produzierte, weiß, dass noch so hohe Vertikalfangeinrichtung dann manchmal nicht mehr ausreichend sind…Viel Spaß!
Da wäre es doch fast sinnvoller ein Netz über die Straße in diesem Bereich zu spannen, um fliegende Bälle zu verhindern.
Ich verstehe nicht, wieso diese neue Straße ausgerechnet dort gebaut werden soll. Soll, da die Pläne eh gestoppt werden, sobald irgendein seltener Pilz im Wald gefunden wird.
Man könnte die neue Straße auch einfach 100m weiter nordwestlich bauen. z.B. von der Kreuzung Rudolph-Rühl-Allee / An der Wuhlheide eine weitere Abzweigung in nordöstlicher Richtung als Allee quer durch den Wald bis zur Hämmerlingstraße. Also quasi 200m nördlich am Stadion vorbei. Viel mehr Bäume als bei der bisherigen Idee müssten dafür auch bicht weichen. Mit der jetzigen Planung sorgt man nur dafür, dass die Hämmerlingstraße noch voller wird. Da gibt es jetzt schon kaum Platz.
Ich war überrascht, als ich von der Westumfahrung erfuhr, da die TVO schon mehrere Jahre im Gespräch ist. Nach Fertigstellung der TVO würde man evtl. Keine Westumfahrung mehr benötigen ?
Die TVO einschl. Brückenbau als Bauabschnitt bis zur Köpenicker Straße voranzutreiben würde den Verkehr in Richtung Nord-ost entspannen und die alte Brücke am S-Bahnhof Wuhlheide muss nicht mehr teuer saniert werden.
Eine vollständige Fertigstellung der TVO bis zur Märkischen Alle würde die Notwendigkeit einer Westumfahrung in Frage stellen, denn alle, die in Richtung Friedrichshagen wollen benutzen die Westumfahrung nicht.
ob es auch mehr als 30 Jahre dauert und 29 Mal so teuer wird wie bei der SOV…?
Man sucht ja förmlich nach irgendeiner Ameise, Kröte oder nem Pflänzlein seitens gewisser Kreise, dud Tage selbst gerne alle Vorteile einer Großstadt genießen wollen, aber alle Nachteile lieber den anderen vor die Tür kippen.
Man kann nicht bauen wie irre, ohne zuvor die Infrastruktur zu installieren und dazu gehören nunmal auch Straßen.
Das sind nicht die Rathaus Leute sondern die Senats Leute und die Bahn Leute
Alle tun hier so als ob das eine neue Idee ist. Die Ursprüngliche Planung dafür lag 2003 im Rathaus Köpenick zur Einsicht aus, damals noch 4Spurig geplant……
Das ist das große Problem, wir verwalten uns zu Tode, jedes mimimi muss tausend mal überprüft werden und niemand ist da der mal Tacheles redet und klicken die damit verbundenen Kosten darlegt!
Es kommt der Tag wo die Verwaltungskosten höher sind als die eigentlichen Baukosten
Was soll das Geschwafel von „Tunneln“? Vielleicht schaut die Autorin mal nach, was ein Tunnel ist. Zu sehen sind hier Bahnunterführungen, mehr nicht!
Was der Sinn der ganzen Baumaßnahme sein soll, erschließt sich mir allerdings nicht.
Die Bahnhofstr. wird entlastet, ok.
Im Ergebnis wird dafür ein erheblicher Teil des Verkehrs durch den Innopark und das angrenzende Wohngebiet fahren, um schneller zur Autobahn zu kommen. Wegen der notwendigen Ampelanlage wird sich dann der Verkehr auf der Rudolph-Rühl/An der Wuhlheide noch mehr stauen. Tolle Planung!