Der Berliner Senat plant mit der neuen Straßenbahnlinie 54 eine zentrale Tangentialverbindung im Nordosten der Stadt. Die rund 5,1 Kilometer lange Strecke soll Alt-Hohenschönhausen, Pankow und Rosenthal Nord besser miteinander verknüpfen und perspektivisch den stark belasteten Expressbus X54 ersetzen. Bis zur Inbetriebnahme ist es jedoch noch ein weiter Weg.

Aus der bisherigen Buslinie X54 leitet sich auch der Name der geplanten Straßenbahnlinie 54 ab, die in den Planunterlagen entsprechend geführt wird. Der Senat rechnet mit einem Start des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2027 und einer Inbetriebnahme der Strecke ab 2031. / © Foto: Depositphotos.com / fransz
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Im Berliner Nordosten plant der Senat den Bau einer neuen Straßenbahnlinie mit der Nummer 54. Sie soll künftig Alt-Hohenschönhausen mit Rosenthal Nord im Bezirk Pankow verbinden. Vorgesehen ist eine rund 5,1 Kilometer lange Strecke zwischen der Gehrenseestraße und Rosenthal Nord. Ziel ist es, mehrere Stadtteile besser zu verknüpfen und bestehende Verkehrskorridore zu entlasten.
Nach derzeitigem Planungsstand verläuft die Strecke über Alt-Hohenschönhausen, die Sulzfelder Straße, den Pasedagplatz sowie über den S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf und den S- und U-Bahnhof Pankow. Damit bindet die Linie mehrere wichtige Umsteigepunkte an.
Haltestellen, Gleise, Kehranlagen: Geplante Infrastrukturarbeiten für die Tramlinie 54
Entlang der bestehenden Abschnitte sind umfangreiche begleitende Maßnahmen vorgesehen. Dazu gehört der barrierefreie Ausbau bislang nicht barrierefreier Haltestellen. In der Friedrich-Engels-Straße in Rosenthal ist zudem ein zweigleisiger Ausbau geplant.
Weitere Eingriffe betreffen die Berliner Straße, wo zusätzliche Kapazitäten für den öffentlichen Nahverkehr entstehen sollen. Geplant ist unter anderem eine neue Kehrgleisanlage auf Höhe der Masurenstraße. In der Rennbahnstraße sollen zwischen Parkstraße und Berliner Allee die Gleisanlagen erneuert werden.
Straßenbahn statt Expressbus von Lichtenberg nach Pankow: Neue Linie 54 mit 10-Minuten-Takt geplant
Die neue Tramlinie ist auch als Ersatz für den heutigen Expressbus X54 gedacht. Dieser steckt auf weiten Strecken im dichten Autoverkehr fest und verliert dadurch Zeit. Die Straßenbahn soll hier Abhilfe schaffen und eine deutlich höhere Zuverlässigkeit bieten.
Vorgesehen ist in der Hauptverkehrszeit ein 10-Minuten-Takt. Für Nebenzeiten, Abende und Wochenenden gibt es bislang keine konkreten Festlegungen. Ein Nachtverkehr ist aktuell nicht vorgesehen. Offen ist auch, wie sich die Einführung der Tram konkret auf das Busangebot auswirken wird.
Eigene Trasse gegen den Stau: Tram 54 soll unabhängig vom Autoverkehr fahren
Laut Senatsverwaltung soll die neue Linie über weite Teile ein eigenes, teilweise begrüntes Gleisbett erhalten, wie der Tagesspiegel berichtet. Dadurch soll sie unabhängig vom Autoverkehr verkehren und Staus umgehen. Besonders im Bereich Heinersdorf ist dies ein zentraler Punkt, da dort heute häufig Rückstaus auftreten.
Die Planungen sind eng mit weiteren Infrastrukturprojekten verknüpft. So ist im Bereich der Blankenburger Straße ein Kreuzungspunkt mit einer zweiten neuen Straßenbahntrasse vorgesehen. Dort soll künftig auch die verlängerte Linie M2 verkehren, die das Entwicklungsgebiet Blankenburger Süden anbindet.
Tramlinie 54 in Pankow: Inbetriebnahme ab 2031 geplant
Ein konkreter Starttermin für die Linie 54 steht noch nicht fest. Nach Angaben des Senats hat die BVG inzwischen mit der Entwurfsplanung begonnen. Das Planfeststellungsverfahren soll voraussichtlich 2027 starten. Mit einer Inbetriebnahme wird ab dem Jahr 2031 gerechnet.
Damit könnte die Straßenbahn rechtzeitig zur schrittweisen Fertigstellung des neuen Stadtquartiers Pankower Tor beitragen, in dem rund 2.000 Wohnungen entstehen sollen. Die neue Linie gilt damit als wichtiger Baustein für die Verkehrswende im Berliner Nordosten, auch wenn bis zur Umsetzung noch mehrere Jahre vergehen werden.
Quellen: BVG, Tagesspiegel, Bezirksamt Pankow
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Wenn man schon eine Querlinie plant sollte man sich auch in Berlin auskennen. Es macht keinen Sinn, diese Linie nun noch zusätzlich durch die Buschallee zu führen. Im O.g. Text werden bei der Verkehrsführung nur die Haltestellen aufgeführt, aber nicht der Linienverlauf. In der Buschallee verkehren schon die 27 und die beiden Linie M4 mit unterschiedlichen Zielenden. Ein weiterer Straßenbahnstau wäre wie heute bereits in der Berliner Allee mit den Linien 12, M13 und M4 vorprogrammiert. Besser wäre die Wiedereinführung der Straßenbahn in der gesamten Falkenberger Straße . Besinnen wir uns auf Ernst Reuter, der die BVG 1929 gründete und Ringstraßenbahnlinien einführte. Auch wäre es sinnvoll diese Linie gleich als M – Linie auszuweisen und sie bis zum S Bahnhof Wittenau / Nordbahn zu führen. Die kostspielige Verlängerung der U 8 ins Märkische Viertel könnte entfallen. Setzt man 50 meterlange Straßenbahnen ein, tags und nachts, wird die Linie ein Erfolgsmodel wie die Linie M 10. Auch sollten in Zukunft Berliner Stadtplaner der zuständigen zuständigen Senatsverwaltung öffentlich auftreten und nicht mehr namenslos bleiben. Wünschenswert wäre mit ihnen bei öffentlichen Informationsveranstaltungen zu diskutieren.