Berlin wächst in die Höhe, und das schneller, als viele denken. Unsere Übersicht zeigt die zehn höchsten bestehenden und geplanten Hochhäuser der Hauptstadt und macht deutlich, wie konkret der neue Hochhausboom bereits ist. Da es zwei geteilte Plätze gibt, enthält die Übersicht allerdings gleich zwölf Hochhäuser.

The Berlinian
Covivio Alexanderplatz
Hines Alexanderplatz
Upper West
Zoofenster
Treptower
Steglitzer Kreisel
Rudolfstraße 18
Estrel Tower
EDGE East Side
Park Inn
Atrium Tower

© Collage Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

 

ANZEIGE

Hochtrabende Pläne gibt es in Berlin häufig, vor allem der Bau von Hochhäusern hat sich in den vergangenen Jahren zum städtebaulichen Trend entwickelt. In Berlin werden sukzessive mehr Gebäude geplant und errichtet, die die Marke von 100 Metern deutlich übersteigen.

Einige Hochhausprojekte, wie der sogenannte „Messeturm“ am Dreieck Funkturm oder das geplante 300-Meter-Hochhaus am Europa-Center sind, Stand heute, eher vage Visionen ohne eine klare Umsetzungsperspektive. Andere Projekte hingegen, wie das geplante Wohnhochhaus an der Warschauer Straße (167 Meter) oder das nun in die Öffentlichkeitsbeteiligung gehende Hines-Hochhaus am Alexanderplatz sollen in den kommenden Jahren realisiert werden.

Die ENTWICKLUNGSSTADT-Redaktion hat die zukünftig 10 größten Hochhäuser der Hauptstadt zusammengefasst. Die Auswahl zeigt, dass in Berlin längst sehr viel höher geplant und gebaut wird, als es häufig kundgetan wird.

ANZEIGE

Platz 1: Estrel Tower Neukölln (176 Meter)

Aktuelles Bild vom fast fertiggestellten Estrel-Tower an der Sonnenallee.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Der Estrel-Tower in Neukölln nähert sich sichtbar seiner Vollendung, 176 Meter ist das Gebäude schon heute hoch. Während der zweite Kran allmählich zurückgebaut wird, zeigen sich Fassade, Sockel und Verbindungsbau deutlich weiterentwickelt. Aus der Distanz wirkt das Ensemble bereits nahezu fertig.

Platz 2: Wohnhochhaus an der Warschauer Straße (167 Meter)

Visualisierung Hochhaus Rudolfstraße, Berlin

© Visualisierung: Henning Larsen Architekten

ANZEIGE

An der Rudolfstraße 18 in Berlin-Friedrichshain soll ein neues, hochverdichtetes Wohnquartier mit rund 1.000 Wohnungen entstehen. Im Zentrum der Planung steht ein etwa 167 Meter hohes Wohnhochhaus, das seit längerem kontrovers diskutiert wird und nun im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung öffentlich einsehbar ist.

Platz 3: Hines-Tower am Alexanderplatz (150 Meter)

© Visualisierung: Hines Immobilien GmbH

Nach jahrelangen Verhandlungen steht das Hochhausprojekt am Alexanderplatz vor dem nächsten Schritt: Die Hines Immobilien GmbH kann nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau eines 150 Meter hohen Turms schaffen. Bürgerinnen und Bürger können sich bis Ende April in die öffentliche Beteiligung einbringen.

ANZEIGE

Platz 4: „The Berlinian“ (146 Meter)

© Franz Brück Fotografie

Mit dem Richtfest für das Hochhaus „The Berlinian“ erreichte im Januar 2026 eines der prominentesten Bauprojekte am Alexanderplatz einen wichtigen Meilenstein. Nach einer bewegten Projektgeschichte läuft derzeit der Innenausbau. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

Platz 5: EDGE East Side (140 Meter)

© ENTWICKLUNGSSTADT

In Berlin-Friedrichshain sorgt das neue 140-Meter-Hochhaus „EDGE East Side“ an der Warschauer Straße für Diskussionen: Während einige es als Lösung in Zeiten von Flächenknappheit ansehen, kritisieren andere es als Spekulationsobjekt. Mit amazon als Hauptmieter und ohne Wohnflächen prägt das Bürogebäude nun das Stadtbild Friedrichshains.

Platz 6: Covivio-Hochhaus am Alexanderplatz (134 Meter)

© Visualisierung: Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH, Covivio Immobilien GmbH

Am Alexanderplatz wächst das Covivio-Hochhaus sichtbar in die Höhe. Mit dem Erreichen der zehnten Etage wird die Dimension des Projekts zunehmend im Stadtraum spürbar und verändert damit die Raumwirkung eines der zentralsten Plätze Berlins.

Platz 7: Park-Inn-Hotel am Alexanderplatz (125 Meter)

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das Park Inn am Alexanderplatz wurde zwischen 1967 und 1970 als „Interhotel Stadt Berlin“ errichtet und zählt bis heute zu den markantesten Relikten der DDR-Moderne im Zentrum der Hauptstadt. Mit rund 125 Metern Höhe und über 1.000 Zimmern ist es bis heute das höchste Hotel Berlins und eine prägende Landmarke des Alexanderplatzes.

Platz 7: Treptower an der Elsenbrücke (125 Meter)

© Foto: Wikimedia Commons, Ravie (CC0 1.0)

Der Treptower wurden zwischen 1994 und 1998 am Spreeufer in Alt-Treptow errichtet und zählen mit rund 125 Metern zu den markantesten Hochhäusern Berlins. Als einst höchstes Bürogebäude der Stadt prägen sie bis heute als weithin sichtbare Landmarke den Übergang von der Innenstadt zum Spreeraum.

Platz 8: Steglitzer Kreisel (120 Meter)

Steglitzer Kreisel

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das „Problemkind“ unter Berlins größten Hochhäusern: Seit Jahren steht der Steglitzer Kreisel weitgehend ungenutzt an der Schloßstraße, doch nun rückt ein möglicher Rückkauf durch das Land Berlin wieder in den Fokus, wenn auch nicht zu jedem Preis. Während Finanzsenator Stefan Evers Skepsis äußert, diskutiert die Politik über wirtschaftliche Risiken, bestehende Käuferrechte und mögliche künftige Nutzungen des Rohbaus.

Platz 9: Upper West (119 Meter)

© Wikimedia Commons, IgorCalzone1 (CC BY-SA 4.0)

Das Upper West wurde zwischen 2013 und 2017 am Breitscheidplatz in Charlottenburg errichtet und zählt mit rund 119 Metern zu den höchsten Hochhäusern Berlins. Gemeinsam mit dem benachbarten Zoofenster bildet es ein markantes Torensemble und rahmt die Gedächtniskirche im Zentrum der City West städtebaulich ein.

Platz 9: Zoofenser / Waldorf Astoria (119 Meter)

© Wikimedia Commons, Agentakt (CC BY-SA 4.0)

Das Zoofenster entstand auf einem der prominentesten Grundstücke der City West und wurde 2013 eröffnet, nachdem frühere Planungen über Jahre hinweg gescheitert waren. Heute vereint das Hochhaus Hotel-, Büro- und Einzelhandelsnutzungen und setzt ein sichtbares Zeichen für die Revitalisierung des Quartiers rund um den Bahnhof Zoo. Hauptnutzer ist die Hotelkette Waldorf Astoria.

Platz 10: Atrium-Tower am Potsdamer Platz (106 Meter)

© Wikimedia Commons, Cafezinho (Public Domain)

Der Atrium Tower wurde zwischen 1993 und 1997 am Potsdamer Platz errichtet und zählt mit 106 Metern zu den markanten Hochhäusern der Berliner Nachwendezeit. Entworfen von Renzo Piano, ist er Teil des sogenannten Daimler-Quartiers und steht beispielhaft für die großmaßstäbliche Neuentwicklung des Areals nach der Wiedervereinigung.

Quellen: Streletzki Gruppe, Henning Larsen Architekten, Senatsverwaltung für Stadtenwicklung, Bauen und Wohnen, Hines Immobilien GmbH, Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH, Covivio Immobilien GmbH, EDGE Technologies, Wikipedia, Architektur Urbanistik Berlin

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

11 Kommentare

  1. Denkmal 24. März 2026 at 10:36 - Reply

    Pleiten, Pech und Pannen und vor allem jahrzehntelange Verzögerungen, reflexhafte und oft ideologische Ablehnung selbst von kleinen Hochhäusern sind symptomatisch für Berlin, was hier als Hochhausboom verkauft wird. Wer schreibt so einen Mist?!?!

    • Alexander 24. März 2026 at 11:28 - Reply

      Danke lieber Wutbürger. Emotional ohne Sachebene. Von wem kennen wir das ?

      1. Berlins Reperstur nach der Wende dauert bis heute an (keine andere Stadt hat diese Herausforderung)
      2. Nachverdichtung im ersten Schritt nach der Reperatur war der nächste logische Schritt
      3. Hochhöuser sind nun die nächste STUFE der Entwicklung der Stadt da die Stadt weiter wächst – was bis vor 10 Jahren nicht klar war…
      (Ausmaß und Umfang zumal es Wellenbewegungen sind wenn es um Landflucht bzw. Stadtflucht geht)
      4. Hochhöuser die ausschließlich Rendite- Objekte sind und Neubau nur dazu dient die Preise zu erhöhen ist nicht gewünscht und nicht zu fördern !
      5. Schaut man sich die Anzahl der Bauprojekte der letzten 20 Jahre an die in Berlin umgesetzt wurden (von der hochhausobession einiger abgesehen ) ist absolut beeindruckend !

      Gerade seit 2021 hat die Stadtentwicklung und Hochhausprojekte enorm an Fahrt aufgenommen.

      Berlin ist einer der wenigen Städte die immer noch nicht nach dem aktuellen Stand anschließend bewertet werden kann, schlicht weil die Stadt sich noch enorm verändern wird.

      Alleine der Alexanderplatz wird in 5 Jahren fast nicht mehr wiederzuerkennen sein, wenn Hines umgesetzt, die Bibliothek eingezogen und die anderen Hochhöuser integriert und das Umfeld angepasst wurde…

    • Philipp 24. März 2026 at 11:28 - Reply

      Naja, also bitte. Die Fertigstellung des Esterl Towers (176 m), die des Edge Towers (140 m) und der Bau zweier weiterer Hochäuser am Alexanderplatz mit deutlich über 130 Metern Höhe innerhalb von nur 5 Jahren markiert definitiv einen Wende in der Berliner Entwicklung.
      Man möchte doch bitte zur Kenntniss nehmen, dass diese Stadt ein „failed state“ war in den 2000er Jahren mit riesiger Jugendarbeitslosigkeit, allgemeiner Arbeitslosigkeit, wirtschaftlicher Ratlosigkeit, fehlenden Investoren und Plattenbauten im Osten so weit das Auge reicht. Hinzu kamen unsanierte Altbausubstanz und bröckelnde Infrastruktur, sowie leere Stadtkassen.
      Nicht alle Probleme sind behoben, aber das es nun überhaupt Investoren gibt, die wieder in diese Stadt investieren, markiert definitv eine Hochhauswende. Das gabe es so noch nie zuvor. Berlin ist nicht NYC und auch nicht Frankfurt am Main.
      Aber immerhin haben wir mittlerweile die Zentrale der DKB und weiter wachsende Hochhauscluster überall verteilt. (Im Artikel ist man gar nicht auf den Mini Cluster am Hbf eingegangen. Aber das zeigt eigentlich nur, dass wir eben schon in einer anderen Liga als 70-80 Meter Hochhäuser spielen).

  2. Suppe 24. März 2026 at 12:30 - Reply

    Hier wird eine TOP 12 gezeigt, keine TOP 10.

    Bei Ranglisten wo sich ein Objekt den Platz mit einem anderen teilt, ist das nächste Objekt entsprechend zwei Plätze dahinter. Wenn man das nicht macht, passiert genau das wie in diesem Artikel, aus einer TOP 10 wird eine TOP 12. Ist doch nun wirklich Konsens.

    • Björn Leffler 24. März 2026 at 14:00 - Reply

      …da können Sie mal sehen – in ENTWICKLUNGSSTADT steckt einfach immer noch mehr drin, als man anfangs denkt ;)

    • DIETER 24. März 2026 at 16:28 - Reply

      Steglitz Kreisel läßt grüssen😀😃😄😀😃😄😀😃😄😀

  3. Tobias Baumann 24. März 2026 at 13:54 - Reply

    Schön, dass es endlich irgendwie losgeht. Aber wahr ist auch, dass ideologische und politische Widerstände die Entwicklung Berlins seit über 20 Jahren ausbremsen. Im internationalen Vergleich hängt Berlin in fast allen Aspekten total hinterher und sieht leider im öffentlichen Raum auch genauso aus.

  4. a.t. 24. März 2026 at 14:47 - Reply

    Weitermachen!… Das Einzige, was mir noch fehlt, wäre vielleicht eine definierte Verteilung und limitierende Festlegung von Hochhaus-Clustern, damit die guten Stücken nicht wild als Einzelpilze sprießen. Da wäre z.B. der sich abzeichnende Gürtel vom Alex bis zur Warschauer. Das Schließen des selbigen könnte vielleicht ein städtisches Bekenntnis auf dem Papier erfahren und auch langsam mal den Segen des Baukollegium bekommen… Und ja, den 300er sollte man versuchen. Ob City West der gegeeignete Platz dafür ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber erst gebaut wird man sehen, ob es das Berlin 2050 sein kann oder sein sollte.

    Ach ja, und gebt den Rekonstrutivistas ihre 3 Stadtviertel, damit das Thema auch mal abgeräumt wird …Wo sich doch die Hochhausfrage nun in die Normalität verabschiedet, kann man diesen Part gleich mit abhaken. (Erspart das ständige Hochkochen)

    • Löwe 25. März 2026 at 09:11 - Reply

      Zitat „..Festlegung von Hochhaus-Clustern..“

      Ja, eine sehr gute, weil wichtige Idee! Wichtig um die prägende Struktur der Stadt zu ordnen und um mit den Clustern die historisch gewachsenen Schwerpunkte zu beachten. Das sollte soweit gehen das z.B. die Öffnungszeiten und Ausschank an solchen Orten länger gestattet wird, und um hier solche Angebote zu fördern. Das funktioniert natürlich auch nur mit einer entsprechenden Nutzungsauslastung, also nicht nur Büros, siehe daher das Hochhausleitbild https://www.berlin.de/sen/stadtentwicklung/planung/hochhausleitbild/

  5. Andreas Dietrich 24. März 2026 at 15:52 - Reply

    …..an die werten Streitenden,
    viele interessante Ansätze der Hochhausprotagonisten…..es ist visuell groß – unbestreitbar – zu einer homogenen Entwicklung einer STADT gehören wertvollere Aspekte. Diese haben jedoch nicht den darstellerische Glanz, welchen Jungarchitekten, Raumplaner, Statikfetischisten und Quartiersentwickler gern rhetorisch und medial auf der Suche nach Charakter kolportieren. Gern sähe es ein Großteil der Berliner, wenn man sich nicht im Bleistiftfilz der Lobhudelei, Anerkenntnis ringend, ständig den noch gerünen Ohrenansatz streicheln würde, sondern einen Block weglässt und Berlin strukturiert Reinigen würde. Solch stupide Themen will man jedoch nicht in seiner Vita lesen oder während des wertfreien Taumelns durch die „wichtigen“ In-Treff’s Berlins vor den tollen, fancy Mitstreitern des internationalen Wettbewerbs vertreten müssen.
    Die Akzeptanz des monetären Feuers der internationalen Finanzkonsortien stiege gleichsam, wenn mal richtig durchgewischt werden würde.

    In Erwartung einer modernen Stadt, gebaut von vorausschauenden jungen Menschen verbleibe ich mit besten Grüßen

  6. Marcel S. 25. März 2026 at 00:34 - Reply

    Der Atrium Tower passt irgendwie nicht ins Ranking, seine 106m kommen doch nur zustande wegen des Technikturms, der ja keine echte Nutzeinheit darstellt sondern hauptsächlich der Entlüftungsschacht des Straßentunnels unter dem Gebäude ist, also eine Art Schornstein. Das eigentliche, strukturelle Gebäude bis zum Dach ist nur 85m hoch. Und wenn man ins Ranking schon Gebäude aufnimmt die noch gar kein Baurecht besitzen, warum nimmt man dann nicht erst recht den Alexander Tower oder the Molecules mit rein, die beiden sind genehmigt und wurden ja immerhin schon begonnen. Die sind halt gerade nur pausiert.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.