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In Friedrichshain entsteht derzeit ein neues Heinrich-Hertz-Gymnasium. Auf nur 6.700 Quadratmetern wird ein vierzügiges Schulgebäude realisiert, das bis zum Schuljahresbeginn 2026/27 fertiggestellt sein soll. Da die Sporthalle nicht auf dem Grundstück Platz findet, wird sie parallel zum Schulneubau in der nahegelegenen Fredersdorfer Straße errichtet.
Das Baugelände an der Fredersdorfer Straße mit Kran und Baumaterialien.

Auf der Fläche in der Fredersdorfer Straße laufen derzeit die Vorbereitungen für den Bau der Sechsfeld-Sporthalle, die parallel zum neuen Gymnasium am Ostbahnhof entsteht. Da auf dem Schulgrundstück kein Platz war, übernimmt die Halle künftig die Sportversorgung für mehrere Schulen im Umfeld. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung: HOWOGE, AFF Architekten GmbH

 

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Auf einer kleinen Fläche direkt am Berliner Ostbahnhof entsteht derzeit das neue Heinrich-Hertz-Gymnasium. Das Baugrundstück misst lediglich 6.700 Quadratmeter, trotzdem sollen hier bis zum Herbst 2026 insgesamt 784 Schulplätze entstehen. Für den Bezirk war die Realisierung eine besondere planerische Herausforderung, da das Schulgebäude vierzügig konzipiert ist und auf engem Raum umgesetzt werden muss.

Ursprünglich war auf dem Gelände keine Schule, sondern Wohnbebauung vorgesehen. Da das Areal lange Zeit als zu klein für einen Schulbau galt, nutzte man es zunächst als Parkplatz. Erst im Jahr 2024 wurde die Grundsteinlegung gefeiert. Mittlerweile ist der Neubau im Hochbau angelangt, die ersten Fassadenelemente sind bereits sichtbar.

Sporthalle entsteht an anderem Standort: zwei neue Bildungsorte für Friedrichshain bis 2026

Eine eigene Sporthalle konnte auf dem Grundstück nicht untergebracht werden. Stattdessen wird in der nahegelegenen Fredersdorfer Straße eine Sechsfeldhalle errichtet. Sie soll nicht nur das Heinrich-Hertz-Gymnasium, sondern auch andere Schulen im Umfeld versorgen. Die Fertigstellung der Halle erfolgt parallel zum Schulneubau.

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Der Zeitplan sieht vor, dass das Gymnasium zum Schuljahresbeginn 2026/27 eröffnet wird. Anschließend soll der bisherige Standort in der Rigaer Straße saniert und künftig als Grundschule genutzt werden. Damit gewinnt Friedrichshain gleich zwei neue Bildungsstandorte.

Compartmentschule am Ostbahnhof mit zehn Lernbereichen — partizipativ geplant von AFF Architekten

Entworfen wurde das Gebäude von der Berliner AFF Architekten GmbH, die Bauausführung liegt bei der ZECH Hochbau AG. Das Konzept basiert auf dem Modell der Compartmentschule. Unterrichts- und Teamräume gruppieren sich dabei um zentrale Foren, die als Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche genutzt werden können. Insgesamt entstehen zehn Compartments, darunter eines für die fünften und sechsten Klassen.

Die Schulgemeinschaft war am Planungsprozess beteiligt. Sie konnte über Workshops eigene Wünsche einbringen und im Architekturwettbewerb mitentscheiden. Daraus ergab sich eine individuelle Raumaufteilung, die auf die Bedarfe der Schule zugeschnitten ist.

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Dachflächen als grüne Klassenzimmer und Pausenhof — Freiräume kompakt und barrierefrei gestaltet

Da das Grundstück wenig Platz für Außenanlagen bietet, werden die Dachflächen des fünfgeschossigen Gebäudes in die Planung einbezogen. Sie sollen künftig als „grünes Klassenzimmer“ oder als Pausenhof genutzt werden. Zudem ist auf dem obersten Dach eine Photovoltaikanlage vorgesehen, die erneuerbare Energie liefert.

Die Freiflächen gliedern sich in Spiel- und Erholungsbereiche. Auch der Zaun wird multifunktional genutzt, beispielsweise als Sitzbank oder Pergola. Sämtliche Außenbereiche werden barrierefrei gestaltet, sodass sie allen Schülerinnen und Schülern offenstehen.

Das Projekt zeigt, wie ein zeitgemäßes Schulgebäude auch in dicht bebauten Innenstadtbezirken realisiert werden kann. Trotz kleiner Fläche wird ein modernes Gymnasium mit vielfältigen Lern- und Aufenthaltsbereichen geschaffen. Der Neubau am Ostbahnhof verbindet kompakte Architektur, partizipative Planung und Elemente wie Dachbegrünung und Photovoltaik.

So soll das Heinrich-Hertz Gymnasium nach Abschluss der Bauarbeiten aussehen. / © Visualisierung: HOWOGE, AFF Architekten GmbH

Neubau in der Nähe des Ostbahnhofs.

Am Berliner Ostbahnhof entsteht das Heinrich-Hertz-Gymnasium auf der Fläche eines alten Parkplatzes. Dadurch entsteht ein neuer Schulbau für über 700 Schülerinnen und Schüler. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Bauzäune umgeben den Neubau des Gymnasiums.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Berlin.de, HOWOGE, ZECH Hochbau AG, AFF Architekten GmbH, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

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One Comment

  1. Schmidt 23. August 2025 at 10:01 - Reply

    Leider wurde erst vergessen eine Turnhalle in das Gebäude mit einzuplanen um später festzustellen, dass das Heinrich-Hertz schon ab der 5ten Klasse zweizügig beginnt und dadurch nicht genügend Erholungsflächen bereit stehen. Aber es wird immer wieder von Herrn H. als verantwortlichen Schulstadtrat schöngeredet. Diese Planungsfehler ziehen sich leider immer mehr durch das Schulamt, siehe den erzwungenen Umzug der Ludwig-Hoffmann-Grundschule.
    Aber anscheinend soll in Friedrichshain jedes Kind in den Genuss kommen früher oder später weit reisen zu müssen oder wie erklärt es sich, dass die Oberschulen sich an der Weberwiese vereinen, während die einzige Grundschule abgeschafft wird? Aber wenn die Wähler eher woanders wohnen, ist es gar nicht schlimm wenn dortige GS bis zu 40Prozent weniger Kinder aufnehmen, die Plätze können ja mit GS Kindern aus anderen Kiezen aufgefüllt werden. Es heißt ja auch „kurze Beine, lange Wege“!

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