Seit über zehn Jahren wartet der Verein Wasserfreunde Spandau 04 auf eine eigene Wasserball-Halle, nun rückt der Neubau am Kombibad Spandau-Süd näher. Der Verein sieht darin einen wichtigen Schritt für Training, Heimspiele und Nachwuchsarbeit.

Die Sport- und Lehrschwimmhalle befindet sich im Sportzentrum am Sachsendamm.

Die Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm gehört zum Sportzentrum Schöneberg und ist ein wichtiger Standort für den Schul-, Vereins- und Leistungssport. Auch die Wasserballer tragen hier bislang ihre wichtigen Spiele aus. / © Foto: Wikimedia Commons, Leonhard Lenz, CC0

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Seit mehr als zehn Jahren wird in Spandau über eine eigene Heimstatt für den Wasserballsport diskutiert. Nun rückt das Vorhaben näher an seine Umsetzung heran, denn am Standort des Kombibads Spandau-Süd an der Gatower Straße soll eine neue Schwimmhalle entstehen. Für den deutschen Rekordmeister und mehrfachen Europacup-Sieger Wasserfreunde Spandau 04, dessen Wasserballerinnen zuletzt deutscher Meister wurden, wäre dies der Abschluss einer langen Wartezeit.

Bislang tragen die Wasserballer ihre wichtigen Spiele größtenteils in der Schwimmhalle am Sachsendamm in Schöneberg aus. Eine eigene Anlage im Heimatbezirk würde dem Verein deutlich kürzere Wege und mehr Planungssicherheit für den Trainings- und Spielbetrieb ermöglichen.

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Bauvorhaben am Kombibad Spandau-Süd: Ergänzung statt Umbau

Nach Angaben der Wasserfreunde Spandau 04 handelt es sich bei dem geplanten Neubau nicht um einen Umbau des bestehenden Kombibads. Vielmehr soll eine zusätzliche, moderne Schwimmhalle entstehen, die gezielt auf die Anforderungen des Wasserballs sowie des organisierten Schwimmsports zugeschnitten ist. Der Verein rechnet mit Platz für rund 900 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Senatsverwaltung erläuterte im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses, dass am Standort ein wettkampftaugliches Schwimmbad mit Fokus auf Wasserball und internationalem Anspruch entstehen solle. Ergänzend soll die Halle künftig auch dem Schulsport, anderen Vereinen und dem Breitensport offenstehen.

Finanzierung der Wasserball-Arena: Mehrere Millionen aus zwei Töpfen

Für das Projekt sind laut Vereinsangaben insgesamt rund 38,9 Millionen Euro vorgesehen. Die Berliner Morgenpost schlüsselt diese Summe genauer auf: 21,5 Millionen Euro sollen aus dem Sondervermögen wachsende Stadt kommen, hinzu könnten bis zu 17 Millionen Euro aus einem Sondervermögen des Bundes für Schwimmbäder fließen. Möglich wird diese zusätzliche Förderung durch 40 Millionen Euro, die Berlin insgesamt vom Bund für seine Schwimmbäder erhält.

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Der bestehende Bundesstützpunkt für Wasserball bleibt dabei weiterhin in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg. Die neue Halle in Spandau ist somit keine Verlagerung, sondern eine zusätzliche Sportstätte für die Stadt.

Trainingsflächen in Spandau: Wasserfreunde Spandau 04 begrüßt die Pläne

Die Wasserfreunde Spandau 04 bezeichnen die geplante Arena als wichtigen Schritt in die Zukunft des Vereins. Moderne Trainingsbedingungen, mehr Heimspiele und Turniere sowie eine größere Zuschauerkapazität würden die langfristige Entwicklung des Vereins spürbar unterstützen.

Darüber hinaus erhofft sich der Verein durch die neue Halle mehr Sichtbarkeit für den Wasserballsport in Spandau und Berlin sowie zusätzlichen Nachwuchs für den Schwimmsport. Wann die Bauarbeiten tatsächlich beginnen, ist derzeit allerdings noch offen. Auch beim benachbarten Sommerbad des Kombibads Spandau-Süd verzögert sich die geplante Sanierung weiter, eine Wiedereröffnung zur Saison 2027 gilt inzwischen als unwahrscheinlich.

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Quellen: Wasserfreunde Spandau 04 e.V., Berliner Bäder-Betriebe, Berliner Morgenpos

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