Die neue Schule in Krampnitz ist fertig. Ab dem Schuljahr 2026/2027 lernen dort zunächst rund 50 Kinder, später sind bis zu 600 Plätze vorgesehen.
Grundschule in Krampnitz
© Titelbild: ProPotsdam
Die neue Grundschule in Krampnitz steht bereit. Zwischen denkmalgeschützten Kasernengebäuden und neuen Wohnhäusern ist ein weitläufiger Bildungscampus entstanden. Der Bau fällt durch seine verschachtelte Form, rote Ziegelfassaden und mehrere begrünte Dächer auf. Bevor die Schule mit bis zu 600 Schülern voll belegt sein wird, beginnt der Betrieb zunächst mit einer überschaubaren Zahl von Kindern.
- Stadtteil: Krampnitz
- Adresse: Tove-Jansson-Weg 10, 14476 Potsdam
- Bauzeit: Oktober 2021 bis August 2025
- Schulstart: Schuljahr 2026/2027
- Kapazität: bis zu 600 Schulkinder
Die neue Schule in Krampnitz nimmt mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 ihren regulären Betrieb auf. Potsdam gründet dafür seine 24. kommunale Grundschule. Zum Auftakt sollen rund 50 Kinder an dem neuen Standort lernen. Geplant sind zwei erste Klassen. Hinzu kommt eine zweite Klasse, die bereits im vorherigen Schuljahr als sogenannte Krampnitz-Klasse an der Grundschule Fahrland eingerichtet wurde und nun in das neue Quartier umzieht.
Schule in Krampnitz verbindet Unterricht und Betreuung
Damit bleibt ein großer Teil des Gebäudes anfangs noch ungenutzt. Die Stadt will die Schule parallel zum Wachstum des neuen Wohnquartiers Krampnitz schrittweise erweitern. Langfristig ist eine dreizügige Grundschule für bis zu 600 Kinder vorgesehen. Zum Campus gehören außerdem ein kommunaler Hort und eine Kindertagesstätte.
Klassische Flure mit aneinandergereihten Unterrichtsräumen spielen in dem Gebäude eine untergeordnete Rolle. Stattdessen gliedert sich die Schule in sogenannte Lernhäuser beziehungsweise Compartments. Mehrere Klassenräume, Gruppenbereiche, Betreuungsräume und zentrale Gemeinschaftsflächen bilden jeweils eine räumliche Einheit. Dadurch sollen Unterricht, selbstständiges Arbeiten, Spielen und Hortbetreuung enger miteinander verbunden werden.
Grundschule Krampnitz: Auffällige Architektur zwischen Kaserne und Neubau
Runde Innenfenster schaffen Sichtbeziehungen zwischen den Klassenräumen und den gemeinsamen Lernzonen. Große Fensterflächen bringen Tageslicht in das Gebäude und öffnen die Räume zu den Gärten und Außenanlagen. Ergänzend stehen Rückzugs-, Bewegungs- und Spielflächen zur Verfügung. Die Schule verfügt zudem über eine Lehrküche, einen Sportplatz und eine Dreifeldsporthalle. Der Hort nutzt Flächen innerhalb der Lernhäuser und soll dadurch eng mit dem Schulbetrieb zusammenarbeiten.
Von oben wirkt die Schule wie eine Folge miteinander verbundener Häuser. Unterschiedlich ausgerichtete Dächer, Innenhöfe und zurückgesetzte Gebäudeteile gliedern den großen Komplex in kleinere Einheiten. Die Architekten griffen damit die kleinteilige, giebelständige Bauweise des früheren Kasernenareals auf. Zugleich übersetzten sie typische Elemente des Bestands in eine neue Form. Dazu gehören rote Ziegelfassaden, geneigte Dächer und wiederkehrende Fensterformate.
Kasernen-Gebäude als Teil der Schule in Krampnitz
Die Fassaden des Neubaus bestehen aus vorgefertigten Holzrahmenmodulen mit aufgeschraubten Tonziegelplatten. Auch das Tragwerk folgt einem modularen Raster. Einheitliche Bauteile und Fenstergrößen ermöglichten einen hohen Grad der Vorfertigung. Großflächige Verglasungen markieren dagegen die Eingangsbereiche, die Mensa und weitere gemeinschaftlich genutzte Räume.
Der Campus entstand nicht ausschließlich als Neubau. Zwei Gebäude der früheren Heeres-Reit- und Fahrschule wurden in die Anlage einbezogen und umfassend saniert. Die Bauten gehören zum denkmalgeschützten Kasernenensemble, das zwischen 1937 und 1939 entstand. Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen lag das Gelände seit Anfang der 1990er-Jahre weitgehend brach.

Die Visualisierung zeigt die geplante Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Potsdam-Krampnitz. Der Schulcampus soll ab Herbst 2026 gebaut werden und Platz für rund 900 Schülerinnen und Schüler bieten. / © Visualisierung: ProPotsdam GmbH / Kersten Kopp Architekten & capattistaubach urbane landschaften
Grundschule wächst mit dem Stadtquartier Krampnitz
Der nun entstandene neue Schul-Campus gehört zu den ersten großen öffentlichen Gebäuden im neuen Stadtquartier Krampnitz. Auf dem etwa 140 Hektar großen ehemaligen Kasernengelände sollen langfristig rund 4.900 Wohnungen für bis zu 10.000 Menschen entstehen. Vorgesehen sind außerdem Gewerbeflächen, weitere Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie neue Verkehrsangebote.
Neben der fertigen Grundschule plant Potsdam bereits den nächsten großen Bildungsstandort. Eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Krampnitz soll Platz für rund 900 Schülerinnen und Schüler bieten. Die ersten Teile dieses Campus sollen nach derzeitiger Planung 2028 fertig sein, der vollständige Abschluss ist für 2029 vorgesehen. Die Termine sind noch Planungsstände und können sich während der Bauausführung ändern.
Quellen: Landeshauptstadt Potsdam, Bauwelt, AFF Architekten
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Sauberes Designstück!… Der schwebende Bügel, der sich aus dem Rechteck hinter den beiden Bestandsgebäuden erhebt,
hat es mir am meisten angetan.
Danke für den Artikel!