Ein Neubau soll die Schönfließer Brücke fit für die Zukunft machen. Im Mittelpunkt der Debatte steht dabei nicht nur die Verkehrsführung, sondern auch die Frage, was aus dem gewachsenen Treffpunkt am Brückenende wird.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Ersatzneubau der Schönfließer Brücke in Berlin.

Nach aktuellem Planungsstand soll die Schönfließer Brücke im Wesentlichen erhalten und baulich ertüchtigt werden, sodass ihre Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit langfristig gesichert bleibt. / © Bild: SenMVKU

© Titelbild: Wikimedia Commons, Traktorminze, CC BY-SA 4.0

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Die Schönfließer Brücke im Prenzlauer Berg steht vor einem grundlegenden Wandel. Das Bauwerk über die Ringbahn soll ab 2027 durch einen Neubau ersetzt werden, der künftig deutlich mehr Raum für Fuß- und Radverkehr bieten soll.

Die Brücke verbindet das Nordische Viertel mit dem Gleimviertel und ist nicht nur eine wichtige Querung über die Bahngleise. Über Jahre hat sich insbesondere der Bereich an der Ecke Sonnenburger Straße und Kopenhagener Straße zu einem kleinen Stadtplatz entwickelt, der von Anwohnerinnen und Anwohnern als Aufenthaltsort genutzt wird.

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In einer aktuellen Schriftlichen Anfrage an den Senat wurde deshalb darauf hingewiesen, dass mit dem Neubau nicht nur verkehrliche Anforderungen, sondern auch die soziale Funktion des Ortes berücksichtigt werden müsse.

Neue Aufteilung für Fuß- und Radverkehr: Was ist geplant?

In erster Linie soll die neue Schönfließer Brücke künftig deutlich stärker auf die Anforderungen des Rad- und Fußverkehrs ausgerichtet werden. Vorgesehen sind getrennte Bereiche: In der Mitte der Brücke soll eine vier Meter breite Fahrradstraße entstehen, während Fußgängerinnen und Fußgänger jeweils eigene Wege auf beiden Seiten erhalten.

Der Senat begründet die Aufteilung mit einer höheren Verkehrssicherheit und einer klareren Führung der unterschiedlichen Verkehrsarten. Die geplanten Gehwege sollen weiterhin Möglichkeiten für kurze Aufenthalte und Ausblicke bieten.

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Keine Sitzmöglichkeiten: Diskussion um Stadtplatz an der Sonnenburger Straße

Besonders im Fokus steht der Bereich am südlichen Brückenende. Der dortige Platz an der Ecke Sonnenburger Straße und Kopenhagener Straße soll im Zuge des Neubaus neu geordnet werden. Der Senat erklärt, dass die bestehenden Verkehrs- und Grünflächen künftig zu einem barrierefreien Übergangsbereich zusammengeführt werden sollen.

Ein eigenständiger, zusammenhängender Stadtplatz mit zusätzlichen Aufenthaltsangeboten sei nach der aktuellen Planung jedoch nicht vorgesehen. Auch weitere Elemente wie zusätzliche Sitzmöglichkeiten, Verschattung oder weitere Begrünung seien derzeit nicht geplant.

Die Stadt verweist darauf, dass die neuen Flächen weiterhin unterschiedliche Nutzungen ermöglichen sollen. Ob Veranstaltungen oder andere Nutzungen wie bisher – etwa die Fête de la Musique – künftig möglich bleiben, müsse jedoch im Einzelfall bewertet werden.

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Bauphase ab 2027 bringt Einschränkungen

Der Ersatzneubau der Schönfließer Brücke soll nach aktuellem Stand von 2027 bis 2029 umgesetzt werden. Während der Bauzeit sind Einschränkungen für den Fuß- und Radverkehr sowie für das direkte Umfeld der Brücke zu erwarten. Besonders betroffen ist der Bereich rund um die Sonnenburger Straße, wo das Bauvorfeld zeitweise in den Kiez hineinreichen wird.

Der Senat kündigt an, die Kommunikation mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den ansässigen Gewerbetreibenden während der Bauphase zu begleiten. Vorgesehen ist unter anderem eine zentrale Ansprechperson („Brückenläufer“), die als Schnittstelle zwischen Baustelle, Nachbarschaft und den Betroffenen dienen soll. Konkrete Gespräche mit einzelnen Gewerbetreibenden sollen mit fortschreitender Detailplanung und vor Beginn der Bauarbeiten aufgenommen werden.

Schönfließer Brücke

Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Ver

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One Comment

  1. at 31. Juli 2026 at 11:20 - Reply

    Man redet immer von Autrobahndeckel, aber nirgendwo wäre ein Bahndeckel so prädestiniert wie dort…und zwar von besagter Brücke bis zum Bahnhof Schöhauser Allee rüber. Dabei könnte man der einseitigen Zeile der Dänenstraße noch eine wohnbebautes Gegenüber geben und bei der Kopenhagener ginge das auch noch in Teilen.

    Das gäbe der Gegend eine völlig neue Perspektive…

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