Frankfurt beschleunigt den Ausbau seines Radwegenetzes und setzt dabei auf schnelle Verbindungen in die Region. Mit dem Beschluss für die Radschnellverbindung FRM3 nach Wiesbaden nimmt die Stadt ein wichtiges Projekt in Angriff, das Pendlerinnen und Pendler spürbar entlasten soll.

Immer mehr Menschen steigen in Frankfurt aufs Fahrrad. Mit dem neuen Radschnellweg „FRM3“ soll nun eine direkte Verbindung nach Wiesbaden geschaffen werden, die den Kfz-Pendlerverkehr entlasten könnte. / © Foto: depositphotos.com, Canetti
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Die Stadt Frankfurt investiert aktuell gezielt in den Ausbau seines Radwegenetzes. Einen weiteren Schritt beschloss die Stadtverordnetenversammlung am 5. März 2026: den Bau der Radschnellverbindung „FRM3“ zwischen Frankfurt und Wiesbaden.
Startschuss für Planung und Bau: Stadtverordnetenversammlung beschließt FRM3-Bau
Der Beschluss markiert den offiziellen Startschuss für Planung und Bau der neuen Radstrecke. Auch die Kommunen Wiesbaden und Hochheim unterstützen die Realisierung. Grundlage ist eine gemeinsam mit den beteiligten Kommunen und dem Regionalverband FrankfurtRheinMain erarbeitete Machbarkeitsstudie, die eine bevorzugte Trasse empfiehlt.
Im Herbst 2022 konnten auch Bürgerinnen und Bürger online verschiedene Varianten bewerten. 1881 Rückmeldungen flossen zusammen mit dem Fachwissen der Verwaltungen in die Vorzugsplanung ein. Die konkrete Streckenführung wird nun in der Vorplanung ermittelt. Dabei prüfen die Verantwortlichen auch alternative Varianten, um zusätzliche Ingenieurbauwerke möglichst zu vermeiden.
Zusammenhängendes Netzwerk: Frankfurt setzt vermehrt auf Ausbau der Radweg-Infrastruktur
„FRM3“ reiht sich in eine Reihe geplanter und bereits umgesetzter Radschnellwege ein. Politisch stellt Frankfurt damit die Weichen für einen umfassenden Radwegebau. Bereits in Umsetzung ist „FRM1“ zwischen Frankfurt und Darmstadt.
Weitere Projekte sind in Vorbereitung, darunter „FRM5“ in Richtung Vordertaunus. Grundsatzbeschlüsse liegen zudem für „FRM6“ in die Wetterau sowie für „FRM7“ und „FRM8“ nach Hanau vor. Damit ist das Fundament für ein zusammenhängendes Radschnellwegenetz gelegt.
Landesförderung möglich: Neuer Radschnellweg soll etwa 8,6 Mio. kosten
Der Magistrat leitet nun die nächsten Planungsschritte in enger Abstimmung mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und den beteiligten Kommunen ein. Für die Vorplanung und begleitende Untersuchungen stehen 360.000 Euro zur Verfügung.
Für die spätere Umsetzung der Frankfurter Streckenabschnitte werden Gesamtkosten von rund 8,68 Millionen Euro geschätzt. Bei koordinierten Förderanträgen ist zudem eine Landesförderung von 70 bis 80 Prozent möglich.
Radverkehr erhöhen: FRM3 verspricht Entlastung für Pendler und Pendlerinnen
Mit dem Grundsatzbeschluss für „FRM3“ schließt Frankfurt eine Reihe ambitionierter Projekte ab. Alle geplanten Radschnellverbindungen auf Frankfurter Stadtgebiet verfügen nun über eine politische Grundlage.
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert betont: Leistungsfähige Radschnellwege ermöglichen sichere, schnelle Radwege über längere Distanzen, entlasten Straßen und erhöhen die Lebensqualität. Besonders Pendlerinnen und Pendler sowie Schülerinnen und Schüler könnten davon profitieren. Schon heute nutzt ein wachsender Personenanteil im Rhein-Main-Gebiet das Fahrrad; mit den Radschnellverbindungen könnte dieser Trend deutlich verstärkt werden.
Quellen: Stadt Frankfurt, ADFC, Radfahren FFM
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