In Berlin soll am 15. Juni endlich die neue S-Bahn-Strecke S15 zwischen Hauptbahnhof, Wedding und Gesundbrunnen starten. Die Eröffnung erfolgt mit neun Jahren Verspätung.

Auf dieser Grafik ist der Interimsbahnsteig (hier noch mit „S21“ benannt) zu erkennen, der ab 30. März 2026 angefahren wird. Zukünftig soll aber ein größerer Bahnsteig unter der Stadtbahntrasse realisiert werden.

Auf dieser Grafik ist der Interimsbahnsteig (hier noch mit „S21“ benannt) zu erkennen, der ab 15. Juni 2026 angefahren wird. Zukünftig soll aber ein größerer Bahnsteig unter der Stadtbahntrasse realisiert werden. / © Visualisierung: Deutsche Bahn AG

© Titelbild / Visualisierung: DB InfraGO AG

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Nach jahrelangen Verzögerungen soll die neue S-Bahn-Strecke in Berlin am 15. Juni endlich in Betrieb gehen. Die Linie S15 verbindet zunächst den Hauptbahnhof mit Wedding und Gesundbrunnen. Damit startet der erste Abschnitt des Projekts „S21 Berlin“.

  • Bezirk: Mitte
  • Strecke: Berlin Hauptbahnhof – Wedding – Gesundbrunnen
  • Linie: S15
  • Eröffnung: 15. Juni 2026

Die S15 nutzt den ersten fertiggestellten Abschnitt des langfristigen Infrastrukturprojekts „S21“. Nach aktuellem Fahrplan startet die erste S15 um 11.57 Uhr am provisorischen Bahnsteig unter der Invalidenstraße am Hauptbahnhof. Um 11.59 Uhr erreicht sie Wedding, um 12.02 Uhr Gesundbrunnen. Damit geht der erste Teil von „S21 Berlin“ in den Fahrgastbetrieb. Ursprünglich sollte dieser Abschnitt bereits 2017 fertig sein.

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S15 in Berlin: Neue S-Bahn-Strecke startet mit Übergangslösung

Die neue Verbindung bleibt zunächst kurz. Sie führt vom Hauptbahnhof über Wedding nach Gesundbrunnen. Zwischen Hauptbahnhof und Wedding ist zunächst kein weiterer Halt vorgesehen. Der geplante Halt Perleberger Brücke fehlt. Das Land Berlin bestellte ihn erst nachträglich, weshalb Bau und Eröffnung später folgen sollen.

Für Fahrgäste bringt die S15 vor allem einen spürbaren Fahrzeitgewinn. Vom Hauptbahnhof nach Wedding dauert die Fahrt künftig nur rund zwei Minuten, nach Gesundbrunnen etwa fünf Minuten. Damit verbessert sich die direkte Anbindung des Berliner Hauptbahnhofs an den nördlichen S-Bahn-Ring deutlich.

Am Hauptbahnhof nutzt die S15 keinen endgültigen Bahnhof, sondern einen Interimsbahnsteig. Dieser liegt unter der Invalidenstraße und nicht direkt unter der bestehenden Bahnhofshalle. Die endgültige Station lässt weiter auf sich warten, weil technische und bauliche Fragen im Bereich der Brücken über dem künftigen Bahnsteig ungelöst blieben. Dadurch entstehen beim Umstieg zunächst längere Wege.

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Warum die Eröffnung der S15 so lange dauerte

Die Verspätung für die S15 hat mehrere Ursachen. In den vergangenen Jahren verschob die Bahn mehrere Termine. Zuletzt bremsten vor allem Prüf- und Abnahmeverfahren den Start. Dabei ging es um sicherheitsrelevante Bahnhofstechnik, die Energieversorgung und die Notstromsysteme. Die Strecke und der Interimsbahnsteig galten zwar weitgehend als fertig, doch ohne vollständige technische Freigabe durfte kein Regelbetrieb beginnen.

Auch frühere Bauprobleme belasteten das Projekt. Dazu zählten schwierige Arbeiten im dichten Berliner Untergrund, Abstimmungen an bestehenden Bahnanlagen und Verzögerungen rund um die Baugrube. Die neue S-Bahn-Strecke entsteht in einem Bereich, in dem Fernbahn, Regionalverkehr, U-Bahn, Straßenraum und künftige S-Bahn-Trassen eng nebeneinanderliegen. Das machte Planung und Bau deutlich komplexer als bei einer oberirdischen Neubaustrecke.

„S21 Berlin“ soll später weiter nach Süden führen

Die S15 bildet nur den ersten Abschnitt von „S21 Berlin“. Langfristig soll die neue Nord-Süd-Verbindung vom Nordring über Hauptbahnhof, Potsdamer Platz, Gleisdreieck und Yorckstraße weiter Richtung Südring führen und damit die Berliner Innenstadt unterqueren. Der zweite Bauabschnitt bis Potsdamer Platz befindet sich in der Planung. Der dritte Abschnitt bis Yorckstraße und weiter Richtung Südkreuz liegt noch weiter in der Zukunft.

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Die Eröffnung der neuen S-Bahn-Strecke fällt in eine Phase mit weiteren großen Änderungen im Berliner Bahnverkehr. Einen Tag zuvor soll die Strecke Hamburg–Berlin nach der Generalsanierung wieder regulär befahren werden. Gleichzeitig beginnt am 14. Juni die monatelange Sperrung der Stadtbahn für Regional- und Fernzüge zwischen Ostbahnhof und Charlottenburg. Für viele Fahrgäste in Berlin wird der Fahrplanwechsel damit spürbar.

S15 Hauptbahnhof
S15 Wedding
S15 Gesundbrunnen

Quellen: Der Tagesspiegel, S-Bahn Berlin, Deutsche Bahn

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