Die neue S-Bahn-Linie S15 fährt in Berlin zwischen Gesundbrunnen, Wedding und Hauptbahnhof. Doch der Ausbau der Nord-Süd-Verbindung soll noch weiter gehen.

Um 11:57 Uhr setzte sich heute am Hauptbahnhof der erste Zug der S15 in Bewegung und markierte damit den Start des Linienbetriebs. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Die neue S-Bahn-Linie S15 ist in Berlin in Betrieb. Seit dem 15. Juni 2026 verbindet sie Gesundbrunnen, Wedding und Hauptbahnhof. Doch die Strecke ist nur ein erster Teil des größeren Vorhabens „S21 Berlin“. In den kommenden Jahren soll daraus eine Nord-Süd-Verbindung durch die Innenstadt entstehen.
- Bezirk: Mitte
- Strecke: Berlin Hauptbahnhof – Wedding – Gesundbrunnen
- Linie: „S15“ (Teil des Gesamtprojekts „S21“)
- Start: 15. Juni 2026
- Takt: alle zehn Minuten
- Fahrzeit: rund fünf bis sechs Minuten
- Weitere Ausbauziele: Potsdamer Platz, Gleisdreieck, Yorckstraße, Südkreuz
Obwohl das Infrastrukturprojekt offiziell den Namen „S21″ trägt, verkehren die Züge im aktuell eröffneten Teilstück nicht als S21, sondern als Linie S15. Sie fährt zunächst als kurze Pendellinie. Die erste Fahrt startete am Montag um 11.57 Uhr am provisorischen Bahnsteig unter der Invalidenstraße. In Gegenrichtung fuhr der erste Zug kurz nach zwölf Uhr ab Gesundbrunnen. Die neue Verbindung verkürzt die Fahrt vom Nordring zum Hauptbahnhof deutlich. Die S-Bahn Berlin nennt rund fünf Minuten Fahrzeit. Für viele Fahrgäste entfällt damit der bisherige Umweg über die Friedrichstraße.

Der Bahnhof Gesundbrunnen ist einer der beiden Endpunkte der S15, von hier aus geht es im Zehn-Minuten-Takt Richtung Hauptbahnhof. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
S-Bahn-Linie S15 in Berlin startet mit Übergangslösung
Am Hauptbahnhof nutzt die S15 noch keinen endgültigen Bahnhof. Die Züge halten an einem Interimsbahnsteig, der über eine Passerelle mit dem Hauptgebäude verbunden ist. Direkt daneben liegt die U-Bahn-Linie U5. Weil dieser provisorische Bahnsteig kurz ist, fahren auf der neuen Linie nur Vier-Wagen-Züge. Deshalb endet die Linie vorerst in Gesundbrunnen und wird nicht direkt weiter auf den Ring geführt.
Der jetzt eröffnete Abschnitt gehört zum ersten Bauabschnitt vom Projekt „S21 Berlin“. Dieser umfasst die Nordringanbindung zum Hauptbahnhof. Das Land Berlin beschreibt den Abschnitt als 3,9 Kilometer lange Neubaustrecke in unterschiedlicher Höhenlage. Langfristig soll auch der Bahnhof „Perleberger Brücke“ entstehen. Er soll die Europacity, Moabit und Wedding besser an die neue S-Bahn anbinden. Ein konkreter Eröffnungstermin ist dafür aber weiter unsicher.

Der erste Zug der S15 ist heute um 11:57 Uhr am Hauptbahnhof abgefahren und hat damit den Startschuss für den Linienbetrieb gegeben. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Ausbau von „S21 Berlin“: Das ist als Nächstes geplant
Der zweite Bauabschnitt für die künftig S21 soll vom Hauptbahnhof zum Potsdamer Platz führen. Geplant ist ein 1,2 Kilometer langer zweigleisiger Tunnel. Die Trasse soll durch den Tiergarten verlaufen, am Reichstag sowie am Brandenburger Tor vorbei. Der Senat legte sich 2023 auf die Variante „12H“ fest. Das Planfeststellungsverfahren sollte Anfang 2024 starten. Im Herbst sei mit der Planfeststellung zu rechnen, erklär der Leiter des Projekts S21, Holger Ludewig.
Nach rbb-Angaben erwartet er den Abschluss des zweiten Bauabschnitts erst Mitte bis Ende der 2030er Jahre. Erst dann könnte die S-Bahn vom Hauptbahnhof weiter bis zum Potsdamer Platz fahren. Damit würde die S21 in Berlin erstmals eine direkte Verbindung zwischen Nordring, Hauptbahnhof und dem südlichen Zentrum schaffen.
Zeitplan bis Südkreuz: Der dritte Abschnitt der S21 liegt noch weit in der Zukunft
Der dritte Bauabschnitt soll vom Potsdamer Platz über Gleisdreieck bis zu den Bahnhöfen Yorckstraße und Yorckstraße/Großgörschenstraße führen. Das Land Berlin nennt dafür einen 2,1 Kilometer langen Tunnel- und Brückenabschnitt. Die S-Bahn Berlin teilt diesen Teil in „3a“ bis Yorckstraße und „3b“ weiter zum Südkreuz. Für den südlichen Anschluss ist die sogenannte Cheruskerkurve vorgesehen.
Damit bleibt der vollständige Ausbau ein Langfristprojekt. Die Zeitschiene für den dritten Bauabschnitt reicht bis Mitte der 2040er Jahre. Bis dahin bleibt die neue S15 vor allem ein erster Schritt: Sie bindet den Hauptbahnhof besser an den Nordring an und könnte langfristig die Friedrichstraße entlasten. Gleichzeitig zeigt sie bereits heute, wie die geplante zweite Nord-Süd-Strecke der Berliner S-Bahn künftig funktionieren soll.
Quellen: S-Bahn Berlin, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Berlin.de, rbb24
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Sind die sicher, dass diese Infos korrekt sind? Ich dachte, die Weiterführung der S21 bis Potsdamer Platz startet in diesem Jahr mit der Baustelleneinrichtung vor dem Brandenburger Tor …. . So war es bereits öffentlich kommuniziert. Von Planfeststellung bis Potsdamer Platz kann keine Rede mehr sein.