Die Köpenicker Straße in Kreuzberg wird ab August zur Baustelle: Für neue geschützte Radfahrstreifen und eine umfassende Fahrbahnsanierung kommt es zu Verkehrseinschränkungen bis Jahresende. Die Details.

Blick auf die Köpenicker Straße in Berlin-Kreuzberg mit Fahrbahn, Gehweg und bestehender Verkehrsinfrastruktur vor dem Umbau zum geschützten Radweg.

Mit baulichen Trennelementen und breiteren Radstreifen soll die Sicherheit für Radfahrende auf der Köpenicker Straße verbessert werden. / © Foto: Wikimedia Commons, De-okin (talk) 20:19, 14 March 2010 (UTC), CC BY-SA 3.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Roy Zuo, CC BY-SA 4.0

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Die Köpenicker Straße in Friedrichshain-Kreuzberg wird in den kommenden Monaten umgebaut. Zwischen Bethaniendamm und Schlesischem Tor entsteht auf einer Länge von rund 1,2 Kilometern eine neue geschützte Radverkehrsanlage, die künftig eine durchgängige Verbindung zwischen Kreuzberg, Mitte und Treptow schaffen soll. Die Bauarbeiten beginnen Anfang August 2026 und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Die Maßnahme setzt die bereits geschützte Radverkehrsführung in der Schlesischen Straße fort. Dort waren die neuen Radfahrstreifen zwischen Oktober 2023 und Juli 2024 umgesetzt worden. Mit dem Ausbau auf der Köpenicker Straße soll nun eine weitere wichtige Verbindung im Berliner Radverkehrsnetz verbessert werden.

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  • Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
  • Projekt: Geschützter Radfahrstreifen Köpenicker Straße
  • Streckenlänge: rund 1,2 Kilometer zwischen Bethaniendamm und Schlesischem Tor
  • Bauzeit: August bis Ende 2026
  • Weitere Maßnahmen: Umfassende Fahrbahnsanierung, lärmoptimierter Asphalt
  • Verkehrseinschränkungen: Halbseitige Sperrung mit Umleitung für den stadtauswärts fahrenden Verkehr

Breitere Radstreifen und bauliche Trennung zum Autoverkehr: Was geplant ist

Die neuen Radfahrstreifen werden auf beiden Straßenseiten angelegt und erhalten überwiegend eine Breite von 2,25 Metern. Zwischen Radverkehr und fließendem Autoverkehr ist zusätzlich ein Sicherheitsabstand von 75 Zentimetern vorgesehen. Für die bauliche Trennung kommen 30 Zentimeter breite Betonklebeborde zum Einsatz. An einzelnen Stellen ergänzen Leitboys oder Poller die Absicherung.

An Kreuzungsbereichen sollen rot markierte Radflächen die Aufmerksamkeit für den Radverkehr erhöhen. Zudem sind neue Fahrradbügel sowie Flächen für Lastenräder und Mikromobilität vorgesehen. Die bisherigen Schutzstreifen auf der Köpenicker Straße entsprechen nach Angaben der Projektverantwortlichen nicht mehr den Anforderungen des Berliner Mobilitätsgesetzes. Durch die Verlagerung der Radverkehrsanlage an den Fahrbahnrand soll außerdem das sogenannte Dooring-Risiko durch parkende Fahrzeuge reduziert werden.

Fahrbahn wird saniert und Verkehr umgeleitet

Neben dem Ausbau der Radinfrastruktur wird auch die Fahrbahn der Köpenicker Straße umfassend erneuert. Der Straßenabschnitt befindet sich derzeit in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Im Zuge der Arbeiten wird unter anderem lärmoptimierter Asphalt eingebaut, der die Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner reduzieren soll.

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Während der Bauzeit wird die Straße halbseitig gesperrt. Der Kraftfahrzeug- und Linienbusverkehr bleibt stadteinwärts Richtung Mitte erhalten. Stadtauswärts wird der Verkehr über Schillingbrücke, Stralauer Platz, Mühlenstraße und Oberbaumbrücke umgeleitet. Der Radverkehr soll während der gesamten Bauphase in beide Richtungen möglich bleiben.

Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten werden zunächst provisorische Bushaltestellen in der Wrangelstraße eingerichtet. Ab dem 20. August folgt die Einrichtung der Baustelle auf der Köpenicker Straße. Finanziert wird das Projekt unter anderem über das Bundesprogramm „Stadt und Land“ sowie Mittel des Landes Berlin.

Köpenicker Straße

 

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Quellen: infraVelo, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

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