Für den Schmollerplatz in Alt-Treptow liegen neue Ergebnisse vor. Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie die Grünanlage künftig aussehen soll. Nun zeichnet sich ab, welche Variante der Bezirk weiterverfolgen könnte.

Seit ihrer Aufstellung Ende der 1970er Jahre prägt die Keramikplastik „Freizeit – Mensch und Natur“ das Erscheinungsbild des Schmollerplatzes in Alt-Treptow. / © Foto: Wikimedia Commons, Lotse, CC BY-SA 3.0
© Titelbild: AG.URBAN
Der Schmollerplatz liegt mitten in einem dicht bebauten Wohngebiet in Alt-Treptow. Doch Wege, Grünflächen, Aufenthaltsorte und Parkplätze passen nach Einschätzung des Bezirks nicht mehr zusammen. Deshalb plant Treptow-Köpenick seit mehreren Jahren eine Neuordnung. Die jüngste Beteiligung zeigt nun recht deutlich, in welche Richtung sich der Platz entwickeln könnte.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Schmollerplatz, 12435 Berlin
- Projektstatus: Vorentwurfsplanung und fachliche Abwägung
- Vorzugsvariante des Fachamts: Längsparken mit 34 Stellplätzen
Der Handlungsbedarf ist seit Jahren bekannt. Teile der Wege gelten als sanierungsbedürftig, zudem kreuzen sich unterschiedliche Nutzungen auf dem Schmollerplatz. Der vorhandene Altbaumbestand soll bei der Umgestaltung erhalten bleiben. Der Vorentwurf gliedert die Anlage deshalb stärker: Vorgesehen sind offene Wiesen, grüne Randbereiche sowie neue Aufenthaltszonen. Hinzukommen sollen unter anderem Bänke, Liegebänke, Holzpodeste, Fahrradständer, Abfallbehälter und barrierefreie Hochbeete.
Parkplätze am Schmollerplatz sollen weichen
Auch bei den Oberflächen wird differenziert geplant. Helles Betonpflaster ist für Platzbereiche vorgesehen, gelblich getöntes Pflaster für geschwungene Wege. Stellplätze und umlaufende Wege sollen teilweise Dränpflaster erhalten. Dadurch soll Regenwasser anteilig vor Ort versickern können. Das Vorhaben passt damit grundsätzlich zur „Strategie Grün“ für die Freiräume in Treptow-Köpenick, die der Bezirk 2026 beschlossen hat.
Besonders umstritten bleibt das Parken. Zwei Varianten standen zur Diskussion. Die bestandsorientierte Lösung sieht 68 Quer- beziehungsweise Senkrechtparkplätze vor. Die vom Fachamt bevorzugte Variante reduziert die Zahl dagegen auf 34 Längsparkplätze. Dadurch entsteht Platz für einen durchgehenden barrierefreien Rundweg, zusätzliche Pflanz- und Verschattungsflächen sowie weitere Aufenthaltsbereiche. Gehwegvorstreckungen und Übergänge mit taktilen Leitlinien sollen zudem die Querung erleichtern.
Parkdruck in Alt-Treptow bleibt ein zentraler Konflikt
Dass die Parkplatzfrage den Kiez beschäftigt, zeigen auch die Verkehrsdaten. Eine Erhebung vom September 2025 zählte in der untersuchten Zone Alt-Treptow 2.174 öffentliche Stellplätze. Werktags waren sie im Durchschnitt zu 98 Prozent ausgelastet. Der mögliche Wegfall von 34 Stellplätzen am Schmollerplatz entspricht laut Auswertung rund 1,6 Prozent dieses Bestands.
Parallel bereitet der Bezirk eine Parkraumbewirtschaftung für Alt-Treptow vor. Das Bezirksamt beschloss deren Einführung im August 2026. Das Verfahren läuft allerdings getrennt von der Umgestaltung des Schmollerplatzes.
Tischtennisplatte ist am Schmollerplatz nicht gewollt
Auch bei der Ausstattung gibt es einen offenen Punkt. Während die meisten vorgesehenen Elemente überwiegend Zustimmung erhielten, stieß die geplante Tischtennisplatte auf deutlich mehr Ablehnung. Beteiligte verwiesen vor allem auf möglichen Lärm und bereits vorhandene Tischtennisangebote im Umfeld. Als Alternativen kamen unter anderem ein Spring- oder Trinkbrunnen sowie ein Liegeplateau zur Sprache. Der Bezirk will die Tischtennisplatte und weitere Elemente deshalb noch einmal abwägen.
Die Planung hat damit noch nicht ihren endgültigen Stand erreicht. Die Hinweise aus der Beteiligung fließen nun in die fachliche Abwägung und weitere Entwurfsplanung ein. Anschließend will das Bezirksamt erläutern, welche Vorschläge übernommen wurden. In Alt-Treptow läuft damit ein weiteres Projekt zur Aufwertung öffentlicher Grünräume; der nahe Treptower Park wurde nach seiner langjährigen Sanierung im Sommer 2026 fertiggestellt.
Neugestaltung Schmollerplatz
Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, mein.Berlin
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Schade dass sich um den Platz nie Gastro ansiedeln konnte