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Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Greifswalder Straße soll eine neue Oberschule gebaut werden. Damit endet ein jahrelanger Streit um die Zukunft des Areals. Schon jetzt gibt es konkrete Vorstellungen, wie der Neubau aussehen könnte.

Ein Luftbild des Ernst-Thälmann-Parks aus dem Jahr 2019 zeigt den geplanten Standort der Schule: Auf der östlichen Seite des Parks, weit unterhalb des Planetariums befindet sich derzeit eine Parkplatzfläche. Künftig soll hier die neue Oberschule inklusive neuer Sporthalle entstehen. / © Foto: Wikimedia Commons, Berlinschneid

© Foto Ernst-Thälmann-Denkmal: IMAGO / Dirk Sattler
© Foto Titelbild: Wikimedia Commons / Berlinschneid

 

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Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs an der Greifswalder Straße in Berlin-Pankow soll in den kommenden Jahren eine neue Oberschule entstehen. Damit findet eine lange und oftmals kontrovers geführte Debatte über die künftige Nutzung des Areals ihr Ende. Erste Planungen liegen bereits vor und skizzieren, wie der Neubau architektonisch gestaltet werden und welchen Platz er im Quartier einnehmen könnte.

Wo derzeit noch ein Parkplatz liegt, soll künftig ein L-förmiger Schulbau mit drei Geschossen entstehen. Ergänzt wird dieser durch eine Sporthalle, auf deren Dach ein Fußballplatz vorgesehen ist. Das Konzept stammt vom Berliner Büro NAK Architekten. Das Architekturbüro hat in der Vergangenheit bereits viele Berliner Schulen gestaltet. Darunter ist die sternförmige Grace-Hopper-Gesamtschule in Teltow, der Neubau der Grundschule am Nordhafen in Berlin-Mitte oder die Grundschule an der Pufendorfstraße in Berlin-Friedrichshain.

Laut Tagesspiegel konnte in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro geprüft werden, dass eine Drehscheibenschule am Ernst-Thälmann-Park in Prenzlauer Berg realisierbar sei. Damit möchte das Bezirksamt seine Pläne ohne den Investor Christian Gérôme voranbringen, mit dem es einen jahrelangen Streit um die Realisierung eines Wohn- und Gewerbequartiers gegeben hat, der bis heute nicht beigelegt werden konnte.

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Die neue Oberschule am Ernst-Thälmann-Park entsteht auf einem landeseigenen Grundstück

Zuerst hatte das Bezirksamt Pankow einen Flächentausch mit Christian Gérôme angestrebt, der das Grundstück 2011 von der Deutschen Bahn erworben hatte. Da es jedoch zu keiner Einigung gekommen ist, soll die Schule nun auf landeseigenen Flächen entstehen.

Grund für den gescheiterten Flächentausch war die fehlende Zustimmung des Vorhabenträgers zum Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung. Dieses Modell sieht 30 Prozent Sozialwohnungen vor, womit Gérôme dem Vernehmen nach nicht einverstanden war.

Die Oberschule in L-Form bekommt eine eigene Sporthalle mit Dach-Sportplatz

Da sich die Parteien hinsichtlich des Grundstückes nicht einigen konnten, hat das Büro NAK Architekten im Rahmen einer durchgeführten Machbarkeitsstudie eine Schule in abgespeckter Form vorgeschlagen: Während der L-förmige Gebäuderiegel den schmalen Schulhof auf der Ringbahnstraße umschließt, wird der Fußballplatz auf das Dach der neuen Sporthalle gesetzt.

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Die Sporthalle soll an der westlichen Seite des Gebäudekomplexes entstehen und an die bestehende Schwimmhalle angrenzen. Mit der neuen Schule mit Dach-Spielfeld würde der Bezirk nicht nur auf die Schulplatznot reagieren, sondern das Spiel- und Bewegungsangebot für Kinder und Jugendliche erweitern.

Das Angebot für Spiel und Sport am Ernst-Thälmann-Park wächst stetig weiter

Der Ernst-Thälmann-Park in Prenzlauer Berg wurde in den vergangenen Jahren bereits umfassend aufgewertet und bietet heute vielfältige Möglichkeiten für Bewegung und Fitness. Mit Mitteln aus dem Programm Stadtumbau sind neue Spiel- und Bewegungsangebote entstanden, die jung und alt ansprechen sollen.

Es wurde dafür gesorgt, dass die Wege und Flächen um den Park herum barrierefrei zugänglich sind. Außerdem gibt es einen neuen Fitnessplatz, eine Calisthenics-Anlage, vier neue Trainingsgeräte sowie eine Tischtennisplatte. Für Kinder wurden Balancier- und Hüpfelemente aus Findlingen und alten Betoneinfassungen integriert.

Keine neuen Wohnungen für den Ernst-Thälmann-Park: Das Vorhaben des Investors Christian Gérôme wurde bislang nicht umgesetzt

Ursprünglich wollte Christian Gérôme auf das Grundstück des ehemaligen Güterbahnhofs 600 Wohnungen bauen lassen. Diese wurden aufgrund verschiedener Streitpunkte jedoch nie genehmigt. Zum einen seien die geplanten achtgeschossigen Neubauten zu hoch und würden nicht in das Umfeld passen, wie das Bezirksamt Pankow argumentiert.

Auch die direkte Nähe zur Ringbahnstrecke wurde durch die verantwortliche Bezirkspolitik kritisiert. Obwohl nun immerhin die Umsetzbarkeit eines neuen Schulgebäudes offiziell bestätigt ist, wird die weitere Planung der Schule noch diskutiert. Heißt also: wann der Bau beginnen soll, wurde bislang nicht öffentlich kommuniziert.

© Foto Ernst-Thälmann-Denkmal: IMAGO / Dirk Sattler

Quellen: NAK Architekten GmbH, Der Tagesspiegel, Berlin.de

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