Die „Neue Mitte Tempelhof“ soll rund um das Rathaus Tempelhof neue Wohnungen, öffentliche Einrichtungen, Grünflächen und bessere Wege schaffen. Der Überblick zeigt Pläne, Zeitplan und aktuelle Maßnahmen.
© Titelbild / Visualisierung: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus GmbH / Treibhaus Landschaftsarchitektur
Die „Neue Mitte Tempelhof“ zählt zu den großen Stadtentwicklungsprojekten in Berlin. Rund um das Rathaus Tempelhof, Götzstraße, Franckepark und Tempelhofer Damm sollen etwa 500 Wohnungen, neue öffentliche Gebäude, ein modernes Stadtbad und aufgewertete Grünflächen entstehen. Der Senat hat den Bebauungsplanentwurf 7-82a am 25. März 2025 beschlossen. Erste Umsetzungsschritte sind ab 2026 vorgesehen.
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Ort: Zentrum Tempelhof rund um Rathaus
- Geplant: etwa 500 Wohnungen, Kultur- und Bildungshaus, Rathaus-Erweiterung, Stadtbad-Ersatzneubau, Polizeidienststelle, Jugend- und Seniorenangebote, Grünflächen
- Zeitplan: erste Wohnungen ab Herbst 2026, Haus der Jugendverbandsarbeit und Polizeidienststelle ab 2028, Rathaus-Sanierung ab 2030, Kulturhaus ab 2032
Warum braucht es eine „Neue Mitte Tempelhof“?
Das Zentrum Tempelhofs erfüllt viele Funktionen, nutzt sein Potenzial aber nur teilweise. Dort liegen Rathaus, Stadtbad, Bibliothek, Polizeistation, Parks, Kleingärten und soziale Einrichtungen nah beieinander.
Viele Gebäude stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Sie gelten als sanierungsbedürftig, bieten zu wenig Raum und passen nicht mehr zu heutigen Anforderungen. Zugleich fehlen Wohnungen, Kulturangebote und klare Wegebeziehungen. Deshalb soll das Gebiet nicht nur saniert, sondern städtebaulich neu geordnet werden.

Das Projekt „Neue Mitte Tempelhof“ soll das Zentrum grundlegend verändern. / © Visualisierung: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus GmbH / Treibhaus Landschaftsarchitektur
Wie sieht die städtebauliche Neuordnung für die „Neue Mitte Tempelhof“ aus?
Die Planung setzt auf eine schrittweise Rochade. Öffentliche Einrichtungen ziehen erst in neue Gebäude um, bevor alte Gebäude abgerissen werden. So sollen Angebote möglichst weiterlaufen. An der Götzstraße entsteht ein neues Wohnquartier mit rund 500 Wohnungen.
Dazu kommen ein Kultur- und Bildungshaus mit Bezirkszentralbibliothek, Volkshochschule und Musikschule, eine Erweiterung des Rathauses Tempelhof, ein Ersatzneubau für das Stadtbad Tempelhof und ein Neubau für die Polizeidirektion 4/Abschnitt 44.
Was passiert aktuell bei der „Neuen Mitte Tempelhof“?
Derzeit laufen mehrere vorbereitende und kleinere Maßnahmen im Fördergebiet. Im Franckepark wurde der Rosengarten denkmalgerecht saniert. Der Brunnen bestand seinen Testlauf bereits im November 2025.
Die feierliche Wiedereröffnung ist für den 9. Mai 2026 geplant. Zudem haben im Januar 2026 bauvorbereitende Arbeiten für die Sanierung der Spielplätze Götzstraße 64 und Germaniastraße 1 begonnen. Für den Neubau des Hauses der Jugendverbandsarbeit laufen Planungsvergaben, Gutachten und Abstimmungen zur Planung an der Templerzeile.
Wie ist der Zeitplan für die „Neue Mitte Tempelhof“?
Nach Angaben des Senats sollen 2026 erste Wohnungen auf einer Teilfläche entstehen. Der Newsletter der Neuen Mitte Tempelhof nennt dafür voraussichtlich Herbst 2026.
Der Neubau des Hauses der Jugendverbandsarbeit ist nach aktueller Projektkommunikation mit Baubeginn 2028 vorgesehen. Auch der Neubau der Polizeidienststelle Abschnitt 44 an der Götzstraße 36 soll 2028 starten. Voraussetzung bleiben ein zügiger Planungsverlauf und gesicherte Finanzierung. Später folgen Rathaus-Sanierung ab 2030 und das Kulturhaus ab 2032.
Was sind die Pläne für die Zukunft in der „Neuen Mitte Tempelhof“?
Langfristig soll die „Neue Mitte Tempelhof“ ein stärkeres Zentrum für Wohnen, Verwaltung, Bildung, Kultur, Freizeit und Erholung werden. Die Parks sollen besser verbunden werden. Der Tempelhofer Damm, die Wege für Fuß- und Radverkehr sowie der öffentliche Raum sollen in weiteren Konzepten verbessert werden. Damit verbindet das Projekt Wohnungsbau mit der Modernisierung öffentlicher Infrastruktur.
„Neue Mitte Tempelhof“
Quellen: Mein Tempelhof-Schöneberg, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Neue Mitte Tempelhof
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3 Kommentare
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Klingt zu schön, um wahr zu sein. Gibt es diese Pläne tatsächlich? Kaum zu glauben, wo es doch etliche Jahre gedauert hat bis endlich der Übergang vom U-Bahnhof zum S-Bahnhof Tempelhof saniert wurde!
Klingt toll, aber der Bezirk ist echt lost. T-Damm nur Baken und Baustellen, Dönerbuden, Falafelshops, Spätis, Halal-Hühnerbrätereien und demnächst Woole, da wo mal Karstadt war. Ansonsten Klein-Syrien, so ne Art Neukölln 2.0! Ganz ernsthaft: würde ich in einen 500 Wohnungen Neubaukomplex ziehen? Von dem chicen Ambiente ist spätestens drei Jahre später nichts mehr übrig, wenn ich die Schnelligkeit hochrechne, mit der sich gerade Tempelhof nur noch zum Nachteil entwickelt hat.
Wer und wie soll da alles bei leeren Stadt/Bezirkskassen finanziert werden???