Auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg könnte es ab 2027 deutlich mehr Zugverbindungen geben. Flixtrain will seine Flotte in den kommenden Jahren massiv ausbauen und auf wichtigen Fernverkehrsstrecken dichtere Takte anbieten.

Flixtrain will sein Angebot zwischen Berlin und Hamburg ab 2027 deutlich ausbauen. Dafür soll die Flotte bis 2028 etwa verdoppelt und um 65 neue Hochgeschwindigkeitszüge von Talgo ergänzt werden. / © Foto: depositphotos.com
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Wer künftig zwischen Berlin und Hamburg mit dem Zug unterwegs ist, könnte deutlich häufiger auf einen grünen Flixtrain treffen. Das Unternehmen will die Strecke ab 2027 im Stundentakt bedienen.
Damit würde das Unternehmen sein Angebot auf einer der wichtigsten Fernverkehrsachsen Deutschlands deutlich ausweiten. Flixtrain stellt zudem eine kürzere Fahrzeit als die Deutsche Bahn in Aussicht. Der schnellste ICE benötigt derzeit rund 1:47 Stunden für die Strecke.
Bis 2028: Flixtrain verdoppelt seine Flotte
Möglich werden soll der Ausbau durch eine deutlich größere Zugflotte. Bis 2028 will Flix die Zahl seiner Züge etwa verdoppeln. Zum Einsatz kommen dabei neben neueren Fahrzeugen auch gebrauchte Züge, die für Flixtrain umgerüstet werden. Sie sollen mehr Komfort bieten als die bisherigen Wagen.
Ab 2028 soll die Flotte nochmals deutlich wachsen. Geplant sind 65 neu bestellte Hochgeschwindigkeitszüge des spanischen Herstellers Talgo. Insgesamt investiert das Unternehmen laut Medienberichten rund 2,4 Milliarden Euro in den Ausbau.
Auch München soll angebunden werden
Mit der zusätzlichen Flotte will Flix sein Fernverkehrsnetz in Deutschland erweitern. Künftig sollen neben den großen Metropolen auch kleinere Städte und Mittelzentren stärker angebunden werden. Ab 2028 soll unter anderem der Großraum München Teil des Netzes werden, geplant ist beispielsweise eine Verbindung nach Berlin.
Flixtrain ist bislang der größte Wettbewerber der Deutschen Bahn im deutschen Fernverkehr. Der bundeseigene Konzern dominiert den Markt allerdings weiterhin deutlich. Nach Angaben von Flix liegt sein Anteil bei rund 95 Prozent.
Berlin–Hamburg-Strecke gerade erst saniert
Der geplante Ausbau fällt mit der Wiedereröffnung der Strecke Berlin–Hamburg zusammen. Nach rund zehn Monaten Sperrung nahm die Deutsche Bahn die Verbindung im Juni wieder vollständig in Betrieb. Gleise, Weichen, Oberleitungen und Signaltechnik wurden umfassend erneuert.
Die Strecke war eines der ersten großen Projekte der sogenannten Generalsanierung. Dabei wurden zahlreiche Arbeiten während einer längeren Vollsperrung gebündelt. Ob dadurch künftig weniger Baustellen und Störungen entstehen, muss sich allerdings noch zeigen.
Für Reisende zwischen Berlin und Hamburg könnte sich damit künftig vor allem eines ändern: Neben den modernisierten Verbindungen der Deutschen Bahn soll es deutlich häufiger eine Alternative von Flixtrain geben.
Berlin Hbf
Hamburg Hbf
Quellen: ntv, NDR, Deutsche Bahn
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