Zwei neue Hotels sind in Frankfurt eröffnet worden: Mit „The Florentin“ und „Kennedy 89“ wächst das Angebot vor allem im gehobenen Segment. Beide Häuser liegen in Sachsenhausen und setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

Das Luxushotelleriesegment in Frankfurt boomt: Mit der Inbetriebnahme von „The Florentin“ setzt das Hotel die Nutzung fort, die bereits zwischen 2006 und 2022 unter dem Namen „Villa Kennedy“ bestand. / © Visualisierung: CONREN Land AG
© Titelbild: Wikimedia Commons, Chivista
Zwei neue Hotels erweitern seit dem Winter das Angebot in der Mainmetropole. Mit dem „The Florentin“ und dem „Kennedy 89“ sind innerhalb weniger Wochen gleich zwei Häuser im gehobenen Segment eröffnet worden – beide im Stadtteil Sachsenhausen und nur wenige Schritte voneinander entfernt.
Die Neueröffnungen stehen für eine Entwicklung, die sich seit einiger Zeit abzeichnet: Internationale Marken und neue Konzepte drängen verstärkt auf den Frankfurter Markt. Damit verändert sich nicht nur die Vielfalt des Angebots, sondern auch die Wahrnehmung der Stadt als Reiseziel.
Altbau versus Neubau: Kennedyallee hat nun zwei unterschiedliche Hotelkonzepte
Das „The Florentin“ knüpft an die Geschichte der ehemaligen Villa Kennedy an und führt die Nutzung als Luxushotel fort. Die Anlage kombiniert die denkmalgeschützte Villa von 1901 mit neueren Erweiterungsbauten. Insgesamt verfügt das Haus über 147 Zimmer und Suiten, die teilweise in der historischen Substanz untergebracht sind.

Der 13-geschossige Neubau, dessen Bau bereits 2016 begann, wurde nun von Hyatt eröffnet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT (Archivbild)
Nur wenige Meter entfernt setzt das „Kennedy 89“ auf einen klaren Gegenentwurf. Der 13-geschossige Neubau umfasst 180 Zimmer, darunter zahlreiche Suiten mit eigener Küche und Balkon. Das Konzept richtet sich auch an längere Aufenthalte und verbindet modernes Design mit funktionalen Angeboten für Geschäftsreisende.
Hotelneueröffnungen in Sachsenhausen: Frankfurts Luxushotellerie gewinnt an Bedeutung
Die beiden Projekte erweitern gezielt das gehobene Segment der Frankfurter Hotellerie. Dieses galt in den vergangenen Jahren als vergleichsweise unterrepräsentiert, gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung.
Mit aktuell 279 Beherbergungsbetrieben und rund 64.800 Betten zählt Frankfurt bereits zu den wichtigsten Hotelstandorten Deutschlands. Die jüngsten Zahlen unterstreichen die Nachfrage: Mehr als 6,3 Millionen Gäste und über 11 Millionen Übernachtungen wurden zuletzt registriert.
Rund 15 Hotels in drei Jahren: Frankfurt plant bereits die nächsten Projekte
Die Dynamik dürfte anhalten. In den kommenden Jahren sind zahlreiche weitere Hotelprojekte angekündigt, die das Angebot nochmals deutlich erweitern sollen. Darunter befinden sich sowohl klassische Hotels als auch Serviced Apartments und neue Markenformate.
Insgesamt könnten innerhalb der nächsten drei Jahre rund 15 zusätzliche Häuser mit knapp 2.000 Zimmern entstehen. Die Bandbreite reicht dabei vom Budgetsegment bis hin zu hochwertigen Angeboten.
The Florentin
Kennedy 89
Quellen: Stadt Frankfurt, the florentine, Wikipedia, Hyatt Coorperation, Eike Becker Architekten, Skyline Atlas
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