Die Verlängerung der U4 über die Elbe nimmt konkrete Formen an. Mit der neuen Haltestelle Grasbrook soll nicht nur ein künftiger Stadtteil erschlossen werden, sondern auch die benachbarte Veddel profitieren. Noch bis September können Bürgerinnen und Bürger Einwände einreichen.

Visualisierung Moldauhafen U4 Hochbahn, mit Glasdach, rechts eine Bahn

Die Hamburger Hochbahn hat die Planungen für den etwa 1,3 Kilometer langen Abschnitt vor Kurzem fertiggestellt. Noch bis zum 8. August liegen die Unterlagen öffentlich aus, Einwände können bis Anfang September eingereicht werden. / © Visualisierung: HOCHBAHN

© Visualisierungen: HOCHBAHN

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Die Verlängerung der U4 Richtung Süden soll den Sprung über die Elbe ermöglichen. Mit dem jetzt angelaufenen Planfeststellungsverfahren sind die nächsten Schritte auf dem Weg zur neuen Haltestelle Grasbrook gemacht. Die Hamburger Hochbahn hat die Planungen für den rund 1,3 Kilometer langen Streckenabschnitt kürzlich abgeschlossen. Bis zum 8. August können die Unterlagen öffentlich eingesehen werden, Einwendungen sind bis Anfang September möglich.

Im Anschluss bewertet die zuständige Behörde alle eingegangenen Rückmeldungen. Liegt der Planfeststellungsbeschluss vor, könnte ab 2027 mit den Bauarbeiten für die Haltestelle begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist Ende 2031 vorgesehen. Für die Hochbahn ist das ein ambitionierter Zeitplan, doch Projektleiter Sebastian Frank zeigt sich optimistisch. Er betonte, dass die Planungen in nur zwei Jahren abgeschlossen worden seien, was eine sportliche Leistung gewesen sei.

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Anbindung ans Hamburger Schnellbahnnetz: Neue Haltestelle als Tor zum Grasbrook

Mit der U4-Verlängerung soll der neu entstehende Stadtteil Grasbrook ans Schnellbahnnetz angebunden werden. Auf der rund 50 Hektar großen Fläche entstehen in den kommenden Jahren rund 3.000 Wohnungen für etwa 6.000 Menschen. Dazu kommen bis zu 16.000 Arbeitsplätze. Der Grasbrook gliedert sich in zwei Quartiere: Das Hafentorquartier wird vor allem gewerblich genutzt, während im Moldauhafenquartier neben Wohnraum auch soziale Infrastruktur geplant ist.

Die Haltestelle Grasbrook wird direkt über dem Moldauhafen errichtet. Die U-Bahn fährt künftig über eine 300 Meter lange Brücke mit Karbonelementen über die Elbe, anschließend führt ein Stahlviadukt in die schwebende Station. Für Fahrgäste bedeutet das eine direkte Verbindung von der Elbbrücken-Haltestelle, an die auch die S-Bahn angeschlossen ist, bis ins neue Quartier.

Verbindung für den Fuß- und Radverkehr zwischen Moldauhafen- und Hafentorquartier: Auch Veddel profitiert von der Anbindung

Neben den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern des Grasbrooks wird auch die Veddel von der neuen Haltestelle profitieren. Ein wesentliches Merkmal der Planung ist die darunterliegende Ebene, die nicht nur den barrierefreien Zugang zur U-Bahn ermöglicht, sondern auch eine Verbindung für den Fuß- und Radverkehr zwischen Moldauhafen- und Hafentorquartier schafft.

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Durch die geplante Anbindung wird eine wichtige Lücke im ÖPNV-Netz südlich der Elbe geschlossen. Die Hochbahn erhofft sich davon eine nachhaltige Entlastung des Individualverkehrs und einen besseren Anschluss des neuen Stadtteils an die Innenstadt.

Horner Geest U4 Ausbau: Ein zweites Projekt im Osten macht Fortschritte

Parallel zum Sprung über die Elbe macht auch der U4-Ausbau Richtung Horner Geest Fortschritte. Dort ist der Rohbau der neuen Haltestelle Horner Geest abgeschlossen worden. Rund 13.000 Menschen sollen dort erstmals einen direkten Anschluss an das Schnellbahnnetz erhalten. Ab Ende 2027 können die ersten Fahrgäste innerhalb von 13 Minuten die Innenstadt erreichen.

Quellen: Hamburger Hochbahn

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