Unter der Neuen Gertraudenbrücke laufen derzeit Baugrunduntersuchungen, die den Weg für einen beschleunigten Ersatzneubau ebnen sollen. Die Arbeiten markieren einen wichtigen Schritt in der weiteren Planung eines Bauwerks, dessen Restnutzungsdauer stark begrenzt ist.

Neue Gertraudenbrücke von unten

Derzeit werden unter der Brücke Baugrunduntersuchungen im Spreekanal und an den angrenzenden Uferwänden durchgeführt, um den Zustand des Untergrunds für die weitere Planung genau zu erfassen. / © Foto: Wikimedia Commons, Molgreen, CC BY-SA 4.0

© Visualisierung Titelbild: sbp – schlaich bergermann partner

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Trotz winterlicher Witterung wird derzeit rund um die Neue Gertraudenbrücke in Berlin-Mitte intensiv gearbeitet. Mit Bohrgeräten werden im Umfeld des Bauwerks sowie im darunter verlaufenden Spreekanal Baugrundaufschlüsse vorgenommen. Auch die angrenzenden Uferwände sind Teil der Untersuchungen. Wie die Senatsverwaltung mitteilt, sollen die Maßnahmen mehrere Wochen dauern und bringen zeitweise Verkehrseinschränkungen mit sich, vor allem im Mittelstreifen der Gertraudenstraße.

Ziel der Erkundungen ist es, detaillierte Kennwerte des Baugrunds zu gewinnen. Diese Daten bilden die Grundlage für die nächsten Planungsphasen und sollen helfen, die Verfahren für den Ersatzneubau zu beschleunigen. Ohne belastbare Erkenntnisse aus dem Untergrund lassen sich weder Tragwerk noch Bauabläufe verlässlich festlegen.

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Neue Gertraudenbrücke: Ein Bauwerk am Ende seiner Lebensdauer

Die Neue Gertraudenbrücke liegt im Bezirk Mitte und führt über den Spreekanal. Errichtet wurde sie in den 1970er Jahren als Teil der Neuordnung des Straßenzuges zwischen Leipziger Straße und Spittelmarkt. Das Bauwerk besteht aus zwei getrennten Überbauten und überspannt den Kanal als Einfeldbrücke.

Aktuelle Bauwerksprüfungen machten deutlich, dass die Brücke den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Um die Sicherheit weiterhin zu gewährleisten, wurden Lastbeschränkungen auf 3,5 Tonnen eingeführt. Ursache sind unter anderem Schäden im Auflagerbereich, die aus Zwangsspannungen resultieren. Eine grundlegende Instandsetzung käme technisch und wirtschaftlich einem Neubau gleich und gilt daher nicht als sinnvoll.

Brücke am Spittelmarkt: Ersatzneubau mit Blick auf die Zukunft

Mittelfristig soll die Brücke demnach vollständig ersetzt werden. Der geplante Neubau wird so ausgelegt, dass er sowohl die aktuellen als auch künftige Verkehrslasten zuverlässig aufnehmen kann. Vorgesehen sind zudem konstruktive Vorsorgemaßnahmen, um bei Bedarf später eine Straßenbahn über das Bauwerk führen zu können.

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Angaben zu Baubeginn und Bauzeit sind erst nach Abschluss der weiteren Planung möglich. Die Kosten für das Land Berlin werden derzeit mit rund 40 Millionen Euro veranschlagt. Auch die historische Gertraudenbrücke soll im Zuge des Ersatzneubaus instandgesetzt werden.

Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

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2 Kommentare

  1. a.t. 10. Januar 2026 at 02:02 - Reply

    …und die Waisenbrücke bitte noch!

  2. Dr. Heide Ellerbrock 10. Januar 2026 at 22:57 - Reply

    Hoffentlich wird bei dem Brückenneubau das Regenwasser nicht mehr direkt in die Spree oder den Spreekanal geleitet, wie jetzt bei den alten Brücken. Nur wohin mit dem überaus verdreckten Regenwasser? Die alte Mischkanalisation ist jetzt schon überlastet. Gibt es eine Lösung von Seiten der Brückenbauer?

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