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Im Potsdamer Stadtteil Schlaatz wird ein neues Freiflächenprojekt umgesetzt. Mit einem neuen Integrationsgarten, einem Spielplatz und erweiterten Grünflächen entsteht am Falkenhorst ein Ort für Bewegung, Begegnung und Erholung für alle Generationen.
Der Plan zeigt die zukünftige Gestaltung der Freiflächen am Falkenhorst mit Spielbereichen, Wegen, Baumpflanzungen und dem neuen Standort des Integrationsgartens.

Ein neuer Spielplatz, ein Integrationsgarten und grüne Wegeverbindungen entstehen am Falkenhorst. Der Entwurf verbindet pädagogische Ansätze mit klimaangepasster Freiraumplanung./ © Plan: Landschaftsarchitekturbüro GM013

© Plan: Landschaftsarchitekturbüro GM013
© Foto Titelbild: LHP/Barbara Plate

 

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Im südlichen Teil des Stadtteils Schlaatz haben die Bauarbeiten für ein neues Freianlagenprojekt begonnen. Die Landeshauptstadt Potsdam und der Kommunale Immobilienservice (KIS) setzen gemeinsam ein Vorhaben um, das mehrere Teilbereiche umfasst.

Dazu zählen der Neubau des Integrationsgartens, ein Spielplatz  und neue Grünflächen, die das Wohngebiet mit dem benachbarten Nuthe-Grünzug verbinden. Ziel der Maßnahme ist es, die Aufenthaltsqualität im Quartier zu verbessern und das soziale Miteinander zu fördern.

Inklusiver Spielraum in Bau: Bewegungsangebote, Inklusion und Beteiligung von Kindern in Schlaatz

Die neuen Freiflächen sollen insbesondere Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten zur Bewegung und zum Spiel bieten. Auf dem Gelände entstehen eine Kletter- und Balancierstrecke, Trampoline, Schaukeln und eine Rutsche. Ergänzt wird das Angebot durch inklusive Elemente wie unterfahrbare Sandspieltische, akustische Objekte und sensorisch erfahrbare Spielgeräte.

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Dadurch soll ein Ort entstehen, der auch für Kinder mit Einschränkungen gut nutzbar ist. Mitarbeitende der benachbarten Kita und Kinder aus dem Viertel haben sich aktiv an der Planung beteiligt. Bei gemeinsamen Spaziergängen durch das Quartier und in Gesprächen mit den Planenden konnten sie ihre Ideen und Wünsche einbringen.

Sozialer Treffpunkt im Grünen: Neue Picknickbänke und verbesserte Wegebeziehungen

Damit die neuen Flächen nicht nur als Spielort dienen, sondern auch das nachbarschaftliche Miteinander fördern, entstehen an verschiedenen Stellen Picknickbänke. Sie laden zum Verweilen ein und sollen Begegnungen zwischen Familien, Kitagruppen und Besucherinnen und Besuchern des Integrationsgartens erleichtern.

Gleichzeitig schaffen neu gestaltete Wege und Grünstreifen eine Verbindung zwischen dem Wohngebiet am Falkenhorst und dem landschaftlich geprägten Nuthe-Grünzug. Auf diese Weise wird die grüne Infrastruktur des Quartiers gestärkt.

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Potsdams Anpassung an den Klimawandel: Bäume für Schatten und robuste Pflanzungen

Ein zentrales Element des Projekts ist die Bepflanzung mit sogenannten Klimabäumen. Diese Baumarten gelten als besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit und sollen den künftigen Nutzerinnen und Nutzern Schatten und Schutz bieten.

Die geplanten Rasen- und Wiesenbereiche lassen sich dadurch auch an warmen Tagen gut nutzen. Das Zusammenspiel aus ökologischer Aufwertung und sozial nutzbaren Flächen gehört zum Grundgedanken des gesamten Vorhabens.

Bauzeit und Zugänglichkeit: Einschränkungen während der Arbeiten bis Herbst 2025

Die Bauarbeiten für das Projekt haben bereits begonnen und sollen im Herbst 2025 abgeschlossen werden. Während der Bauphase bleibt der Zugang zur Nuthe vom Falkenhorst aus größtenteils erhalten. Der Weg zwischen dem Pumpenhaus der Energie- und Wasser Potsdam (EWP) und dem angrenzenden Schulgelände kann weiterhin genutzt werden. Lediglich im Bereich der Kita ist ein Durchgang zur Nuthe vorübergehend nicht möglich. Die Stadt informiert regelmäßig über den Baufortschritt und mögliche Änderungen.

Weitere Entwicklungen im Schlaatz: Studierende der TU Berlin erarbeiten Nutzungskonzept für zentrale Flächen

Parallel zu den laufenden Bauarbeiten an den Freianlagen beschäftigen sich seit 2024 auch Studierende der Technischen Universität Berlin mit der Entwicklung des Stadtteils Schlaatz. In Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Potsdam haben sie im Rahmen des Studiengangs „Real Estate Management“ Konzepte für vier städtische Grundstücke im Quartier erarbeitet. Die entworfenen Nutzungsideen reichen von kleinteiligem Gewerbe über Dienstleistungen bis hin zu gastronomischen Angeboten und sollen langfristig die wirtschaftliche Belebung des Viertels unterstützen.

Die Machbarkeitsstudien basieren auf umfassenden Analysen und wurden im August 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Landeshauptstadt prüft derzeit gemeinsam mit der Stadtplanung, welche der Vorschläge weiterverfolgt werden können. Ziel bleibt, die gewerbliche Infrastruktur im Schlaatz gezielt zu stärken und so neue Impulse für das Quartier zu setzen.

Die Visualisierung zeigt eine Containerstruktur mit bunten Modulen, Sitzbereichen, Gastronomieangeboten und einem Wasserspiel auf dem Magnus-Zeller-Platz in Schlaatz.

Studierende der TU Berlin entwarfen kreative Konzepte für zentrale Flächen im Schlaatz. Eine der Ideen sieht mobile Nutzungen und gastronomische Angebote in Containermodulen vor. / © Visualisierung: TU Berlin

Quellen: Landeshauptstadt Potsdam, TU Berlin 

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