In Tegelort ist ein weiterer Baustein des Berliner Feuerwehr-Typenprogramms fertiggestellt worden. Die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils erhielt einen modernen Ersatzneubau, der Platz für 37 Einsatzkräfte bietet und die Gefahrenabwehr im Nordwesten der Stadt stärken soll. Bei einem Festakt wurde das Gebäude offiziell an die Berliner Feuerwehr übergeben.

Bei der feierlichen Einweihung des Neubaus der Freiwilligen Feuerwehr Tegelort waren unter anderem Per Kleist, Ständiger Vertreter des Landesbranddirektors, Innensenatorin Iris Spranger und BIM-Geschäftsführer Dr. Matthias Hardinghaus (v. l. n. r.) anwesend. / © Foto: BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
© Foto Titelbild: BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
Mit etwa 80 Gästen wurde in Tegelort am 11. Dezember die neue Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr eingeweiht. Dr. Matthias Hardinghaus, Geschäftsführer der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), übergab den Neubau von STEINER WEIßENBERGER ARCHITEKTEN symbolisch an Berlins Innensenatorin Iris Spranger und an Per Kleist, den Ständigen Vertreter des Landesbranddirektors. Für die örtliche Feuerwehr markiert der Neubau einen wichtigen Schritt nach Jahren wachsender Anforderungen und begrenzter räumlicher Möglichkeiten.
Das neue Feuerwehrgebäude besteht aus einer eingeschossigen Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen sowie einem zweigeschossigen Bürobau. Auf insgesamt 1.465 Quadratmetern finden die 37 ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte Platz, die im vergangenen Jahr zu mehr als 300 Einsätzen ausrückten.
Es handelt sich um den fünften Neubau innerhalb des Feuerwehr-Typenprogramms, das acht Ersatzbauten vorsieht. Für die Wache in Tegelort beliefen sich die Baukosten auf rund 7,6 Millionen Euro. Weitere Standorte wie Wilhelmshagen, Müggelheim und Mahlsdorf sollen in den kommenden Jahren folgen.
Spranger betont Bedeutung des Ehrenamts: Neubau Teil des 65-Millionen-Euro-Sanierungsprogramms
Innensenatorin Iris Spranger stellte bei der Einweihung den Zusammenhang zwischen moderner Infrastruktur und der Bedeutung des Ehrenamts heraus. Sie sagte, der Neubau sei ein weiterer Schritt beim Abbau des Sanierungsstaus bei der Berliner Feuerwehr. Zeitgemäße Gebäude seien Ausdruck der Wertschätzung für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren, die einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in der Stadt leisten.
Sie verwies zudem auf das landesweite Sondersanierungsprogramm, in dessen Rahmen bereits mehrere Ersatzneubauten – etwa in Rauchfangswerder, Grünau, Frohnau und Schmöckwitz – realisiert wurden. Insgesamt investiere das Land mehr als 65 Millionen Euro in acht Neubauprojekte.
Photovoltaik, Wärmepumpe, Retentionsdach: Tegelorter Feuerwehrgebäude folgt Schwammstadt-Prinzip
Per Kleist betonte die Bedeutung des Neubaus für die Gefahrenabwehr im Nordwesten Berlins. Die neue Wache biete moderne, sichere und nachhaltige Arbeitsbedingungen und stärke das ehrenamtliche Rückgrat der Berliner Feuerwehr. Er hob hervor, dass die Freiwilligen Tag und Nacht einsatzbereit seien und der Neubau ein klares Zeichen der Anerkennung darstelle.
BIM-Geschäftsführer Hardinghaus stellte die energetischen Aspekte des Neubaus in den Mittelpunkt. Das Dach ist vollständig mit Photovoltaikmodulen ausgestattet, die Berliner Stadtwerke stellen im Rahmen eines Wärmeliefer-Contractings eine Wärmepumpe bereit. Zudem wurde ein Retentionsdach installiert, ergänzt durch Zisternen im Hofbereich. Damit verfolgt die Wache einen Ansatz, der sich am Schwammstadt-Prinzip orientiert und Regenwasser vor Ort zurückhält und nutzbar macht.
Diese Maßnahmen sollen den neuen Standort langfristig klimaresilient und ressourcenschonend gestalten.
Quellen: BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
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