Für das ICC Berlin beginnt eine neue Phase: Das Land Berlin hat mit der Projektpartnerschaft Quartier ICC eine Exklusivitätsvereinbarung geschlossen. Damit können die Verhandlungen über das geplante Erbbaurecht und die weitere Entwicklung des denkmalgeschützten Gebäudes beginnen.

Die Visualisierung zeigt das ICC Berlin aus der Vogelperspektive mit geplanten Hochhäusern, neuen Vorplätzen und weiteren Details der Quartiersentwicklung.

Die Luftaufnahme verdeutlicht, wie das ICC künftig mit neuen Gebäuden und Freiräumen in sein Umfeld eingebunden werden soll. / © GRAFT GmbH/Max Dudler GmbH

© Titelbild: GRAFT GmbH/Max Dudler GmbH

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Für das seit Jahren weitgehend leerstehende ICC Berlin wird die geplante Wiederbelebung konkreter. Das Land Berlin hat am Mittwoch, 2. September, eine Exklusivitätsvereinbarung mit der Projektpartnerschaft Quartier ICC unterzeichnet. Damit kann das Konsortium bis Ende Juni 2027 exklusiv über die weitere Entwicklung des Gebäudes, des angrenzenden Parkhauses und des Grundstücks am Messedamm 9 verhandeln.

Die Vereinbarung folgt auf das im Juni abgeschlossene Vergabeverfahren. Die Projektpartnerschaft war daraus als Bestbieterin hervorgegangen. Ihr Konzept sieht vor, das denkmalgeschützte Kongresszentrum zu einem gemischt genutzten Ort mit Kultur, Veranstaltungen, Gastronomie und weiteren Nutzungen weiterzuentwickeln. Auch neue Gebäude im Umfeld sind Teil der Planung.

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ICC: Erbbaurechtsvertrag soll 2027 vorliegen, erste Baumaßnahmen ab 2029

In den kommenden Monaten geht es nun vor allem um die vertraglichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen. Land Berlin und Projektpartnerschaft sollen den geplanten Erbbaurechtsvertrag bis zur Beurkundungsreife bringen. Vorgesehen ist eine Laufzeit von 99 Jahren. Anschließend muss das Berliner Abgeordnetenhaus dem Vertrag zustimmen. Erst danach kann das Vergabeverfahren mit der Zuschlagserteilung abgeschlossen werden.

Damit ist der mögliche Baubeginn weiterhin nicht unmittelbar in Sicht. Nach dem bisherigen Zeitplan könnten erste Baumaßnahmen ab 2029 beginnen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die noch ausstehenden Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden und die notwendigen politischen Entscheidungen fallen. Eine schrittweise Inbetriebnahme des neu entwickelten ICC wird derzeit für die frühen 2030er Jahre angestrebt.

Die Visualisierung zeigt den großen Veranstaltungssaal 1 im ICC Berlin und gibt einen Überblick über die geplante kulturelle Nutzung des Gebäudes.

Der große Saal 1 des ICC soll auch künftig für Veranstaltungen, Konzerte und weitere Formate genutzt werden. / © GRAFT GmbH/Max Dudler GmbH

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Aus Kongresszentrum soll gemischt genutzter Ort werden

Das Konzept der Projektpartnerschaft geht dabei über eine reine Sanierung des bestehenden Gebäudes hinaus. Das ICC soll stärker für die Öffentlichkeit geöffnet und mit seinem Umfeld verknüpft werden. Vorgesehen sind unter anderem neue Zugänge und eine öffentliche Verbindung durch das Gebäude. Auf dem Grundstück Messedamm 9 soll zudem ein Hochhaus mit Wohnungen, Hotel- und Büronutzungen entstehen. Auch das bestehende Parkhaus am Messedamm 11 soll langfristig ersetzt werden.

Bis tatsächlich gebaut werden kann, bleibt damit noch einiges zu klären. Neben dem Erbbaurecht müssen unter anderem Finanzierung, Baurecht, Denkmalschutz und das künftige Betriebsmodell konkretisiert werden. Die jetzt vereinbarte Exklusivität ist deshalb ein weiterer Schritt im Verfahren, aber noch nicht der endgültige Startschuss für die Bauarbeiten am ICC.

ICC Berlin: Quartier ICC
Das denkmalgeschützte ICC Berlin soll saniert und zu einem gemischt genutzten Quartier für Kultur, Veranstaltungen, Gastronomie und Kreativwirtschaft weiterentwickelt werden.

 Quellen: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, 113. Sitzung des Baukollegiums Berlin, BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, ICC Berlin

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One Comment

  1. G.Karowski 3. September 2026 at 11:32 - Reply

    Erstaunlich das ein paar Jahre Lehrstand die gesamte Asbest Belastung gegen Null reduziert!!!
    Leider Ist dem Palast der Republik diese Zeit nicht gegönnt worden.

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