Der Rosengarten im Franckepark in Tempelhof ist nach umfassender Sanierung wieder zugänglich. Mit restauriertem Brunnen, neuen Aufenthaltsbereichen und barrierefreien Wegen wird die Anlage künftig stärker in die geplante „Neue Mitte Tempelhof“ eingebunden.
In Berlin-Tempelhof ist der historische Rosengarten im Franckepark neugestaltet worden.

Nach jahrelangem Stillstand wurde der Rosengarten im Franckepark denkmalgerecht erneuert. / © Foto_ Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

© Titelbild: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Nach Jahren des Verfalls hat der Rosengarten im Franckepark in Tempelhof sein historisches Erscheinungsbild zurückerhalten. Zur Eröffnung am 9. Mai 2026 kamen zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner in die Grünanlage westlich des Tempelhofer Rathauses. Besonders im Mittelpunkt stand der Brunnen im Zentrum des Gartens, der nach jahrzehntelangem Stillstand wieder Wasser führt.

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Die Sanierung erfolgte im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerung“ von Bund und Ländern. Ziel war es, den denkmalgeschützten Garten behutsam zu erneuern und gleichzeitig an heutige Anforderungen anzupassen. Dazu gehören barrierefreie Wege, klimaangepasste Pflanzungen und eine nachhaltige Bewässerung der Anlage.

Franckepark in Tempelhof: Historischer Garten neu interpretiert

Der Rosengarten gilt als prägender Bestandteil des Gartendenkmals Franckepark. Über Jahrzehnte hatte die Anlage jedoch deutlich an Aufenthaltsqualität verloren. Schäden an Wegen und Treppen, fehlende Zugänge sowie der stillgelegte Brunnen prägten zuletzt das Bild. Nun orientiert sich die Gestaltung wieder stärker an den ursprünglichen Planungen aus den 1920er-Jahren.

Der Rosengarten im Franckepark entstand in den 1920er-Jahren als repräsentativer Schmuckgarten und entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem beliebten Treffpunkt im Zentrum Tempelhofs.

Eine Informationstafel vor Ort zeigt, wie der Franckepark früher einmal aussah. / © Foto: Wikimedia Commons, OTFW, Berlin, CC BY-SA 3.0

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Der Senkgarten erhielt seine historische Aufteilung in vier Beete zurück. Gepflanzt wurden unter anderem rund 15.000 Stauden, Rosen, Gräser und Bodendecker sowie etwa 8.000 Frühjahrsblüher. Ergänzt wird die Anlage durch neue Hecken, zwölf Zier- und Obstbäume im neu gestalteten Cafégarten sowie barrierefreie Wegeführungen. Ein Teil der historischen Rosenbestände konnte erhalten und erneut eingesetzt werden.

Auch der Brunnen wurde grundlegend erneuert. Die ursprüngliche Brunnenfigur war bereits in den 1980er-Jahren verschwunden. Da keine Gussformen mehr existieren, entschied man sich für eine Rekonstruktion ohne Figur; orientiert am Zustand der späten 1920er-Jahre. Das Brunnenwasser speist künftig zudem die Beregnungsanlage der Pflanzflächen und soll damit einen Beitrag zur klimaangepassten Pflege leisten.

„Neue Mitte Tempelhof“: Neues Quartier mit 500 Wohnungen geplant

Die Aufwertung des Rosengartens ist Teil der umfassenderen Entwicklung der „Neuen Mitte Tempelhof“. Rund um Rathaus Tempelhof, Götzstraße und Franckepark sollen in den kommenden Jahren neue Wohnungen, öffentliche Einrichtungen und Grünverbindungen entstehen. Geplant sind etwa 500 Wohnungen, ein Kultur- und Bildungshaus, neue Verwaltungsstandorte sowie ein Ersatzneubau für das Stadtbad Tempelhof.

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Der Franckepark spielt innerhalb dieser Planungen eine zentrale Rolle als öffentlicher Freiraum. Bereits jetzt laufen im Umfeld weitere Maßnahmen, darunter die Sanierung angrenzender Spielplätze und die Vorbereitung neuer Wegebeziehungen. Mit der Wiedereröffnung des Rosengartens wurde nun ein erstes sichtbares Projekt der langfristigen Umgestaltung abgeschlossen.

Die Visualisierung zeigt das Quartier "Neue Mitte Tempelhof" im Herzen von Tempelhof.

So könnte das neue Quartier „Neue Mitte Tempelhof“ im Herzen von Tempelhof bald aussehen. / © Visualisierung: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus GmbH / Treibhaus Landschaftsarchitektur

Franckepark

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Mein Tempelhof-Schöneberg, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Neue Mitte Tempelhof

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