Am Tegeler See könnte in den Sommermonaten 2027 ein temporäres Riesenrad entstehen. Der Betreiber SolarWheel sieht dafür grundsätzlich eine Möglichkeit an der Greenwichpromenade. Ob das Vorhaben umgesetzt wird, hängt nun von Genehmigungen und weiteren Abstimmungen im Bezirk ab.

An der Greenwichpromenade am Tegeler See in Berlin-Tegel könnte im Sommer 2027 ein temporäres, rund 30 Meter hohes Riesenrad als zusätzliche Freizeitattraktion aufgestellt werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0
© Titelbild: depositphotos.com
Der Tegeler See bleibt einer der zentralen Freizeitorte im Norden Berlins. Immer wieder gibt es Vorschläge, den Bereich rund um die Greenwichpromenade weiter zu beleben und für Besucherinnen und Besucher attraktiver zu gestalten. In diese Diskussion fügt sich nun die Überlegung ein, dort zeitweise ein Riesenrad zu installieren.
Nach Angaben des Betreibers SolarWheel wäre eine Umsetzung im Sommer 2027 grundsätzlich möglich. Vorgesehen ist ein rund 30 Meter hohes, solarbetriebenes Riesenrad, das für einen begrenzten Zeitraum aufgestellt werden könnte. Das Unternehmen verweist dabei auf eine mobile Bauweise sowie einen energieautarken Betrieb durch Photovoltaik und Batteriespeicher.
26 Gondeln, solarbetrieben: Temporäres Riesenrad am Tegeler See
Das Unternehmen beschreibt das Projekt als temporäres Angebot mit klar begrenztem Flächenbedarf. Die Anlage soll rund 26 Gondeln umfassen und wäre für mehrere Wochen oder Monate nutzbar. Nach Angaben des Betreibers könnte der Aufbau nach Vertragsabschluss innerhalb weniger Tage erfolgen. Voraussetzung wäre jedoch eine entsprechende Sondernutzungsgenehmigung durch den Bezirk.
Gleichzeitig weist der Betreiber darauf hin, dass eine wirtschaftliche Nutzung zunächst getestet werden müsste. Auch die Rahmenbedingungen vor Ort spielen eine Rolle, insbesondere die Erreichbarkeit des Standorts und die vorhandene Infrastruktur im Umfeld der Greenwichpromenade.
Ein Riesenrad an der Greenwichpromenade? Entscheidung liegt beim Bezirk
Ob das Riesenrad tatsächlich kommt, ist derzeit offen. Die Initiative befindet sich noch in einer frühen Prüfphase, in der Gespräche mit dem Bezirk eine zentrale Rolle spielen. Erst im weiteren Verlauf wird sich zeigen, ob Flächenfreigabe, Genehmigungen und organisatorische Voraussetzungen zusammenkommen.
Ideengeber und SPD-Kandidat Samuel Märkt zeigt sich erfreut: „Der Bezirk hat es jetzt in der Hand, das temporäre Riesenrad in seine Planungen für das Zentrum am Wasser einzubeziehen.“ Wichtig sei dabei jedoch, dass „auch die geplanten Maßnahmen zur Begrünung, Beleuchtung und Bebankung schnell umgesetzt werden und die U6 besser heute als morgen fertiggestellt wird“.
Greenwich Promenade
Quellen: Samuel Märkt, Tagesspiegel, SolarWheel
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4 Kommentare
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Wir benötigen keine Belebung! Es ist bereits überfüllt und die Erholung weg, wenn es eine Tumultmeile wird. Wer sorgt für das Müllaufkommen? Es gibt nicht ausreichen Parkflächen, Kiffen, Trinken, gröhlende Jugendliche bis in die Nacht bereits jetzt! Für die Grünanlagen das Ende, auch jetzt wird viel niedergetrampelt. Für die Tiere am See/Waldrand ebenfalls zu viel Unruhe.
Es reicht uns Anwohner schon, wenn jährlich das Hafenfest stattfindet. Von den lärmenden, sich anbrüllend (lautstark unterhaltend), schwadronierenden Menschen ganz zu schweigen. Ebenfalls die Erholung suchenden Autofahrer die sich hupend die besten Parkplätze sichern wollen. Teilweise wird in der 30er Zone direkt vor dem Kindergarten mit 70 km/h lang gekachelt. Auch Motorradfahrer mit ihren laut knatternen und aufheulenden Maschinen tragen ebenfalls dazu bei, stets nach dem Motto einer hat Spaß und eintausend Anwohner dürfen daran teilhaben. Ebenso die modernen Lifestyle Pedelek Fahrer müssen sich fahrend lautstark ihre Geschichten erzählen, sodass ich stets als Anwohner gut informiert bin.
Wir Tegeler wollen das nicht!!!
Sollen die Menschen eine Dampferfahrt machen und gut ist.
Welcher Dontilon in den Ämtern denkt sich nur so ein Mist aus.
Dem Kommentar von Aniger Nitzteb kann ich mich nur anschließen.
*Tegel braucht Ruhe, keinen Dauer-Rummel*
Ich wohne hier in Tegel und spreche für viele Anwohner: Die Belastung an Wochenenden, Feiertagen und beim Tegeler Straßenfest ist längst am Limit.
Es sind immer wieder die gleichen Probleme:
1. Müll: Nach jedem Event liegt die Promenade voller Flaschen, Verpackungen und Dreck. Der See und die Grünflächen werden zugemüllt.
2. Lärm: Extrem laut, tagelang. An Erholung ist nicht mehr zu denken. Der Tegeler See ist für uns Anwohner ein Erholungsort – diese Funktion ist jetzt schon nicht mehr gegeben.
3. Kein Platz für Tiere: Die Tiere, die direkt an der Promenade leben, haben durch den Trubel, die Menschenmassen und den Lärm keinen Rückzugsort mehr. Ihr Lebensraum wird immer weiter verdrängt.
4. Parkplätze weg: Auswärtige nehmen regelmäßig die Parkplätze der Anwohner weg.
Tegel ist für uns kein Rummelplatz. Es ist unser Zuhause und Erholungsgebiet. Diese Qualität geht immer mehr verloren.
Und das muss man klar sagen: Die Menschen, die solche Events beschließen, wohnen nicht in Tegel. Sie erleben die Folgen nicht.
Großartige Idee! Mein Vorschlag für die maximale Kiez-Idylle: Wir stellen das Teil auf eine Seebrücke, das spart das Bäumefällen und sichert den Seeblick. Und wer jetzt jammert, dass so eine Brücke Zeit braucht: Die U6 fährt voraussichtlich erst Sommer 2027 wieder, wir haben also absolut keinen Stress.
Dass das Rad eigentlich eine Fläche von 12m×30m braucht, lösen wir über die klassische Budgetkürzung: Wir reduzieren die Breite auf 3 Meter. Ergebnis: Riesenrad passt nicht, aber der Kiez hat eine Brücke. Planungsziel erreicht!