Der denkmalgeschützte Block V in der Hamburger Speicherstadt hat seinen ersten Mieter gefunden. Mit dem Einzug der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly erreicht die umfassende Sanierung des historischen Speichergebäudes einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung im Jahr 2028.

© Titelbild: HHLA Immobilien

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Die umfassende Sanierung des historischen Block V in der Hamburger Speicherstadt nimmt weiter Gestalt an. Für das bislang größte Refurbishment-Projekt innerhalb des UNESCO-Welterbes steht nun der erste Mieter fest: Die internationale Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly wird ab 2028 rund 4.500 Quadratmeter Fläche in dem denkmalgeschützten Speichergebäude beziehen.

Mit der Vermietung erreicht die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) einen wichtigen Schritt bei der Neuausrichtung des 1907 errichteten Speicherblocks am Brooktorkai. Insgesamt entstehen dort rund 12.200 Quadratmeter Gewerbefläche für Büro-, Gastronomie-, Handels- und Kulturnutzungen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das erste Quartal 2028 vorgesehen.

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Historischer Speicher wird für neue Nutzungen geöffnet

Block V gehört zu den prägenden Bauwerken der Speicherstadt und befindet sich am südlichen Rand des Quartiers zwischen Innenstadt und HafenCity. Seit mehr als einem Jahrhundert prägt der Speicher das Erscheinungsbild des Areals, das nun grundlegend modernisiert und zugleich denkmalgerecht instand gesetzt wird.

Die Sanierung verfolgt das Ziel, die historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig zeitgemäße Arbeits- und Gewerbeflächen zu schaffen. So werden unter anderem Fassaden, Fenster, Treppenhäuser und weitere prägende Bauteile aufgearbeitet. Ergänzt wird dies durch moderne Gebäudetechnik mit energieeffizienten Heiz- und Kühlsystemen, automatischer Belüftung sowie flexibel nutzbaren Grundrissen.

Auch im Innenraum bleibt der historische Charakter sichtbar. Aufbereitete Holzböden, neue Oberlichter und transparente Raumstrukturen sollen die industrielle Geschichte des Gebäudes mit den Anforderungen moderner Arbeitswelten verbinden.

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Block V in der Speicherstadt: Gebäudestruktur bleibt weitgehend erhalten

Die Revitalisierung des Speicherblocks folgt zugleich einem ressourcenschonenden Ansatz. Durch den weitgehenden Erhalt der bestehenden Gebäudestruktur bleibt ein großer Teil der im Bauwerk gebundenen sogenannten grauen Energie erhalten. Zudem profitiert das Quartier von der Anbindung an das Hamburger Fernwärmenetz.

Mit Baker Tilly wurde nun ein erster Ankermieter für das Projekt gewonnen. Das Unternehmen wird künftig seine Hamburger Aktivitäten an einem Standort bündeln. Die Entscheidung gilt zugleich als Signal für die Attraktivität der sanierten Flächen innerhalb des historischen Quartiers. Nach Angaben der HHLA stößt das Projekt bereits vor Fertigstellung auf eine hohe Nachfrage.

Sanierung der ehemaligen Maschinenzentralstation am Sandtorkai ist bereits fertig

Visualisierung Chefs Warehouse am Sandtorkai in Hamburg

Mit der kürzlich abgeschlossenen Sanierung der historischen Maschinenzentralstation am Sandtorkai treibt die HHLA zugleich die behutsame Weiterentwicklung weiterer Schlüsselstandorte innerhalb des UNESCO-Welterbes voran. / © HHLA

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Die Entwicklung von Block V steht beispielhaft für den langfristigen Wandel der Speicherstadt. Erst vor wenigen Monaten wurde mit der ehemaligen Maschinenzentralstation am Sandtorkai ein weiteres bedeutendes Projekt abgeschlossen. Das historische Bauwerk, einst technisches Herzstück der Speicherstadt, wurde denkmalgerecht saniert und um einen zeitgenössischen Neubau ergänzt. Mit dem Restaurant „Chefs Warehouse Hamburg“ erhält das Gebäude erstmals eine dauerhaft öffentliche Nutzung.

Gemeinsam zeigen beide Projekte die Richtung, die die Quartiersentwicklung derzeit einschlägt: Historische Gebäude werden behutsam modernisiert, neue Nutzungen integriert und die Speicherstadt zugleich als lebendiger Wirtschafts- und Stadtraum für die kommenden Jahrzehnte gesichert.

Block V in der Speicherstadt (Hamburg)

Quellen: HHLA

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