An der Ringbahnbrücke am Berliner Westkreuz beginnt der nächste Teil der Arbeiten. Ende September wird auch nachts gearbeitet, während parallel mehrere Baustellen ineinandergreifen. Für die Anwohner kann es dadurch zeitweise lauter werden.

Die blaue Infobox A100 steht hinter Baustellenabsperrungen am Berliner Westkreuz und informiert über den Neubau der Ringbahnbrücke.

Die Infobox A100 am Berliner Westkreuz informiert über die laufenden Bauarbeiten an der Ringbahnbrücke und weiteren Brückenprojekten der Autobahn. / © Foto: breakout MOMENTS, Daniela Mucha

© Titelbild: DEGES

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An der Ringbahnbrücke am Westkreuz ist nach dem spektakulären Einhub der großen Stahlteile im Juli wieder ein weniger sichtbarer Teil des Neubaus an der Reihe. In den kommenden Tagen arbeiten die Bautrupps auch nachts im Umfeld der Brücke. Gleichzeitig laufen weitere Arbeiten an den Stützwänden und auf der gesperrten A100.

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Ort: Ringbahnbrücke am Autobahndreieck Funkturm, Berlin-Charlottenburg
  • Projektstatus: im Bau
  • Baubeginn: 20. Oktober 2025
  • Geplante Inbetriebnahme: Sommer 2027

In den Nächten vom 28. auf den 29. September sowie vom 29. auf den 30. September 2026 stehen südlich des S-Bahnhofs Messe Nord Kabelzug- und Kabelklemmarbeiten an. Gearbeitet wird jeweils zwischen 22 und 6 Uhr.

Dafür öffnen die Bautrupps Betonkabelkanäle, ziehen und befestigen Kabel und schließen die Kanäle anschließend wieder. Die DEGES will den Einsatz besonders lauter Geräte möglichst begrenzen. Dennoch kann es in der Umgebung zeitweise zu erhöhtem Baulärm kommen.

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Ringbahnbrücke am Westkreuz: Nach dem großen Einhub folgt der weitere Ausbau

Zusätzliche Verkehrs- oder S-Bahn-Sperrungen nennt die aktuelle Bauinformation für diese Arbeiten nicht. Die nächtlichen Arbeiten sind allerdings nur ein Teil dessen, was derzeit rund um die Ringbahnbrücke der A100 geschieht. Auch die Arbeiten an den Stützwänden laufen weiter. Diese finden nach Angaben der DEGES werktags am Tag und außerhalb der Randzeiten statt.

Erst im Juli wurden sechs vormontierte Großbauteile für den neuen Stahlüberbau an ihre Position gebracht. Das größte Element war 82 Meter lang und wog mehr als 320 Tonnen. Ein Raupenkran hob die Bauteile über die Gleise und in das nördliche Seitenfeld. Anschließend sollten die einzelnen Teile vollständig miteinander verschweißt werden. Auf dem zusammenhängenden Stahlüberbau folgen laut DEGES die Betonplatten für die spätere Fahrbahn.

Die Baustelle am Autobahndreieck Funkturm zeigt den Ersatzneubau der Ringbahnbrücke über den Bahngleisen. Große Raupenkräne montieren die neue Brückenkonstruktion der A100, während im Umfeld umfangreiche Bauarbeiten laufen.

Der Ersatzneubau der Ringbahnbrücke am Autobahndreieck Funkturm zählt zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten der A100. Während der Bauarbeiten bleibt der Umleitungsverkehr für viele Straßen in Charlottenburg ein zentrales Thema. / © Foto: TIME CODE MEDIA

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A100 zwischen Ringbahnbrücke und Westendbrücke wird gleich mit erneuert

Die neue Ringbahnbrücke entsteht an gleicher Stelle wie ihr Vorgänger. Sie wird 200 Meter lang. Vorgesehen sind drei Fahrstreifen, der Einfädelungsstreifen für den von der A115 kommenden Verkehr sowie ein Seitenstreifen. Außerdem erhält das Bauwerk Notgehwege und Fahrzeugrückhaltesysteme. Auf der Ostseite ist eine Lärmschutzwand vorgesehen, auf die Fahrbahn soll lärmmindernder Asphalt kommen.

Dabei beschränkt sich die Baustelle längst nicht mehr auf die Ringbahnbrücke. Seit September läuft auch die grundhafte Erneuerung der A100 zwischen Ringbahn- und Westendbrücke. Auf dem rund 900 Meter langen Abschnitt werden Fahrbahn, Stützwände, Straßenentwässerung, Kabelschutzrohre und Straßenausstattung erneuert oder instand gesetzt. Aktuell nennt die DEGES dort unter anderem Kanalbau und Betonsanierung.

A100 bleibt Richtung Norden unterbrochen: Freigabe für Sommer 2027 geplant

Die Projektgesellschaft bündelt diese Arbeiten bewusst mit den beiden Brückenneubauten. Da die Fahrtrichtung Nord ohnehin gesperrt ist, sollen die Arbeiten keine zusätzlichen Einschränkungen für den Autoverkehr verursachen. Allerdings kann auch bei diesen Arbeiten Baulärm entstehen. Sie sollen überwiegend werktags und tagsüber stattfinden.

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Die größte Einschränkung bleibt damit unverändert: Die A100 ist zwischen Messedamm und Spandauer Damm in Fahrtrichtung Nord nicht durchgehend befahrbar. Erst wenn Ringbahnbrücke, Westendbrücke und der dazwischenliegende Autobahnabschnitt fertig sind, soll sich das ändern. Nach aktuellem Zeitplan ist die durchgehende Freigabe im Sommer 2027 vorgesehen.

A100: Ersatzneubau der Ringbahnbrücke
Die Ringbahnbrücke der A100 wird am Autobahndreieck Funkturm neu gebaut. Die Wiederinbetriebnahme der Fahrtrichtung Nord zwischen Messedamm und Spandauer Damm ist für Sommer 2027 geplant.

Quellen: DEGES

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