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Am Eschenheimer Tor tut sich viel: Neue Bauprojekte, aufgewertete Plätze und die geplante Kulturmeile verändern das Gesicht des Stadtgebiets. Mit dem Neubau „Börse 14“ entsteht ein modernes Geschäftshaus, das markante Architektur, neue Gastronomieangebote und Büroflächen miteinander verbinden soll und den städtischen Umbruch sichtbar macht.

Ein Foto der Baustelle rund um das Projekt "Börse 14"

Mitte Oktober wurde in der Börsenstraße 14 das Richtfest gefeiert. Nun konnten bereits erste Fenster eingesetzt werden. Das Projekt „Börse 14“ soll bis zum Jahr 2026 fertiggestellt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild & Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am Eschenheimer Tor, einem zentralen Knotenpunkt im Frankfurter Stadtgefüge, entsteht derzeit ein weiterer markanter Neubau. Mit dem Projekt „Börse 14“ wird im nördlichen Bereich der Wallanlagen ein modernes Geschäftshaus realisiert, das zwei Gastronomieeinheiten im Erdgeschoss und Büroflächen in den oberen Etagen bieten wird. Der Planungsprozess begann bereits 2017, die Fertigstellung ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Zudem strebt das Projekt eine DGNB-Silber-Zertifizierung an.

Das Baugrundstück befindet sich auf einem keilförmigen Eckareal, das von Taubenstraße, Börsenstraße und Hochstraße umgeben ist. Seine Lage an der Wallanlage schafft eine direkte Verbindung zwischen der Alten Oper und der künftig entstehenden Kulturmeile. Die Bauherrin des Projekts ist Martina Grigat-Hunger, entworfen wurde das Gebäude vom Architekturbüro caspar..

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Gebäudeform basiert auf vier Quadern: So soll der Neubau der „Börse 14“ aussehen

Der Neubau orientiert sich architektonisch an einer klaren, geometrischen Struktur: Vier unterschiedlich dimensionierte rechteckige Quader werden ineinander verschoben und bilden so das Gesamtvolumen des Hauses. „Börse 14“ wird über sechs Büroetagen mit einer Fläche von jeweils bis zu 531 Quadratmetern verfügen. Das Gebäude schließt direkt an ein benachbartes Bestandsgebäude an und soll sich harmonisch in das bestehende Stadtbild einfügen.

Die beiden Gastronomieflächen im Erdgeschoss werden über separate Eingänge von der Taubenstraße aus erschlossen. Ein besonderes Plus dieser Lage ist der Blick auf den neu geschaffenen Nini-und-Carry-Hess-Platz, der nach Abschluss der Bauarbeiten mit neuen Pflanzungen ergänzt wird. Die Gastronomiebetriebe dürfen diesen Platz künftig mitnutzen, was die Aufenthaltsqualität zusätzlich steigern dürfte. Der neue Stadtplatz erinnert an die jüdischen Fotografinnen Stefanie „Nini“ Hess und Cornelia „Carry“ Hess, die einst in der Börsenstraße ein Atelier betrieben.

„Börse 14“ am Eschenheimer Tor: Neubau setzt Akzente durch Auskragungen und Rücksprünge in der Natursteinfassade

Optisch soll „Börse 14“ durch seine drei Schauseiten und die hochwertige Fassadengestaltung Akzente setzen, insbesondere in Richtung Alte Oper. Der Neubau erhält eine Natursteinrasterfassade mit Aluminiumrahmen, die durch Auskragungen und Rücksprünge ein lebendiges Gesamtbild erzeugt.

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Im Erdgeschoss öffnen sich geschosshohe Schaufenster, während in den Obergeschossen ein engeres Raster für mehr Rhythmus sorgt. Die architektonische Spannung soll laut caspar. sowohl durch die Betonung der Turmkrone als auch durch die skulpturale Einfassung der einzelnen Baukörper entstehen.

Rohbauarbeiten am Projekt „Börse 14“ scheinen abgeschlossen: Richtfest wurde Mitte Oktober gefeiert

Nachdem im März zunächst die Tiefgarage abgedeckt wurde, gingen die Hochbauarbeiten zügig voran. Im Oktober konnte bereits das Richtfest gefeiert werden, womit der Rohbau weitgehend abgeschlossen ist. Aktuell werden vor Ort die Fenster eingesetzt, in den kommenden Monaten folgen die Arbeiten an der Natursteinfassade.

Als letzter Schritt stehen voraussichtlich die Begrünung der Dachflächen und die Gestaltung der angrenzenden Plätze auf dem Bauplan. Ob die vorgesehene Fertigstellung für das Jahr 2026 eingehalten werden kann, wird sich zeigen.

„Börse 14“, neuer Platz und Kulturmeile: Könnte das Eschenheimer Tor ein urbaner Hotspot werden?

In unmittelbarer Nachbarschaft schreitet die Revitalisierung des ehemaligen Gebäudes der Landwirtschaftlichen Rentenbank voran. Zusammen mit den neuen Gastronomieangeboten, dem begrünten Nini-und-Carry-Hess-Platz und der Nähe zur geplanten Kulturmeile könnte sich das Gebiet rund um das Eschenheimer Tor in den kommenden Jahren zu einem urbanen Hotspot entwickeln.

Ob und in welchem zeitlichen Rahmen diese Entwicklung tatsächlich gelingt wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Doch schon jetzt ist klar: Das Projekt „Börse 14“ markiert einen weiteren wichtigen Schritt im architektonischen und städtebaulichen Wandel rund um das Eschenheimer Tor.

Ein Foto der Baustelle rund um das Projekt "Börse 14"

Die Rohbauarbeiten scheinen weitestgehend abgeschlossen, nun beginnen die Arbeiten an der Natursteinfassade. Zuletzt wird dann die Begrünung des Dachs folgen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Ein Foto der Baustelle rund um das Projekt "Börse 14"

Bereits am Rohbau lässt sich die Staffelung erkennen, die durch die Grundform des Gebäudes entsteht. Der Neubau wurde auf Basis von vier unterschiedlich dimensionierten Quadern entworfen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Ein Foto des Eschenheimer Tors in Frankfurt. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

Am Eschenheimer Tor wird sich in den nächsten Jahren viel verändern. Neben dem Projekt „Börse 14“ wird aktuell auch das Gebäude der ehemaligen „Landwirtschaftliche Rentenbank“ revitalisiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Börse 14, Deutsches Architekturforum – Post des Nutzers „Schmittchen“, studio caspar.

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