Auf dem Gelände der ehemaligen „Union-Tanke“ in Köpenick entstehen 96 geförderte Wohnungen. Erste Fassaden des Neubaus sind nun ohne Gerüst sichtbar.

Der Wohnungs-Neubau Am Bahndamm 31 in Köpenick wird in Holzhybridbauweise realisiert. / © Visualisierung: Bollinger und Fehlig Architekten GmbH
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Auf dem früheren Gelände der „Union-Tanke“ in Köpenick verändert sich das Straßenbild deutlich. Am Neubau Am Bahndamm 31 sind die ersten Gerüste abgebaut worden. Während der markante Gebäudeteil an der Kreuzung noch vollständig eingerüstet ist, zeigt sich an der nordwestlichen Seite bereits die weitgehend geschlossene, hell verputzte Fassade.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Am Bahndamm 31, 12555 Berlin
- Anzahl der Wohnungen: 96
- Fertigstellung: voraussichtlich im vierten Quartal 2026
Der fünfgeschossige Neubau entsteht auf einem 3.513 Quadratmeter großen Grundstück zwischen der Alten Kaulsdorfer Straße und der Straße Am Bahndamm. Bauherrin ist die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo. Der Baubeginn erfolgte im ersten Quartal 2025. Nach den aktuellen Planungen soll das Gebäude im vierten Quartal 2026 bezugsfertig sein.

Am Neubau der ehemaligen Union-Tanke in Köpenick sind erste Fassadenbereiche bereits sichtbar. Am angrenzenden Gebäudeteil laufen die Arbeiten hinter dem Gerüst weiter. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neubau in Köpenick zeigt erstmals seine fertige Fassade
Bei einem Rundgang um die Baustelle ist der unterschiedliche Stand der Fassadenarbeiten deutlich zu erkennen. Am langen Seitenflügel sind große Teile bereits verputzt. Die dunklen Fenster bilden dort einen klaren Kontrast zur hellen Außenwand. Im unteren Bereich stehen noch kleinere Gerüste und Bauzäune.
An der bereits abgerüsteten Fassade fehlen derzeit noch die vorgesehenen Balkone. Die sichtbaren Befestigungspunkte an der Außenwand deuten darauf hin, dass diese erst in einem späteren Bauabschnitt montiert werden.
Der abgerundete Gebäudekopf an der Straßenecke bleibt dagegen von einem mehrgeschossigen Gerüst umgeben. Dort laufen weiterhin Arbeiten an Fenstern, Dämmung und Fassadenaufbau. Teilweise sind bereits Putzflächen sichtbar, an anderen Stellen liegen die Unterkonstruktion und die Dämmplatten noch offen. Der Rohbau hatte im Januar 2026 das Richtfest erreicht. Seitdem konzentrieren sich die Arbeiten auf die Gebäudehülle und den Innenausbau.

An der Seitenfassade des Neubaus in Köpenick sind die Gerüste bereits entfernt. Die vorgesehenen Balkone sind dort noch nicht montiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
96 geförderte Wohnungen auf dem Gelände der Union-Tanke
Der Neubau umfasst 82 Ein-Zimmer-Wohnungen und 14 Zwei-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnflächen liegen zwischen 30 und 65 Quadratmetern. Alle 96 Wohnungen sind barrierefrei und öffentlich gefördert. Nach Angaben der degewo beginnen die Nettokaltmieten bei sieben Euro pro Quadratmeter. Das Angebot richtet sich vor allem an Singles, Studierende und Auszubildende.
81 Wohnungen sollen einen Balkon oder eine Terrasse erhalten. Hinzu kommen 190 Fahrradstellplätze, Spielflächen im Innenhof und begrünte Außenbereiche. Im Erdgeschoss ist eine Gastronomieeinheit vorgesehen. Das Gebäude nimmt insgesamt eine Fläche von 1.249 Quadratmetern auf dem Grundstück ein. Für die Planung zeichnet Bollinger + Fehlig Architekten verantwortlich, die Bauausführung übernimmt die MBN GmbH.

Am eingerüsteten Teil des Neubaus in Köpenick laufen Arbeiten an Fenstern und Fassade. Mehrere Bereiche der Außenwand sind noch nicht abschließend fertiggestellt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Holz-Hybridbauweise am Bahndamm in Köpenick
Die degewo errichtet das Wohnhaus in Holz-Hybridbauweise. Dabei werden vorgefertigte Holzelemente mit weiteren tragenden Baustoffen kombiniert. Das Verfahren soll die Bauzeit verkürzen und den Einsatz emissionsintensiver Materialien reduzieren. Vorgesehen sind zudem ein Gründach und eine nachhaltige Wärmeversorgung. Der Neubau erfüllt nach Angaben der degewo den geltenden Gebäudeenergiegesetz-Standard.
Die frühere „Union-Tanke“ hatte bis Ende 2024 als Treffpunkt von Fans des 1. FC Union Berlin gedient. Auch eine Autowerkstatt befand sich auf dem Grundstück. Beide Nutzungen konnten wegen der Neubauplanung nicht bleiben. Nach dem Rückbau begann Anfang 2025 die Errichtung des Wohnhauses. Mit dem schrittweisen Abbau der Gerüste wird nun erstmals sichtbar, wie der Neubau das Umfeld am S-Bahnhof Köpenick künftig prägen wird.

Einst stand Am Bahndamm in Köpenick die „Union Tanke“, ein Treffpunkt der Fans des 1. FC Union. Nun werden dort neue Wohnungen gebaut. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Bahndamm
Quellen: degewo, Bollinger + Fehlig Architekten GmbH
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