An der Kurfürstenstraße 134 entsteht ein Wohngebäude mit Boardinghouse, Gastronomie und Gewerbe. Auf der Baustelle wirkt es derzeit aber ruhig.

Neubau mit Boardinghouse

© Titelbild / Visualisierung: jim knoepfle architects

An der Kurfürstenstraße 134 im Bezirk Tempelhof-Schöneberg entsteht ein Neubau mit Wohnungen, Boardinghouse und Gastronomie. Ein Boardinghouse bietet möblierte Apartments für längere Aufenthalte und liegt damit zwischen Hotel und klassischer Mietwohnung. Eigentlich sollte der Neubau Ende 2026 fertig werden. Doch nachdem die Arbeiten im vergangenen Jahr zunächst zügig vorangeschritten waren, ist auf der Baustelle inzwischen auffallend wenig Aktivität zu beobachten.

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  • Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
  • Adresse: Kurfürstenstraße 134 / Kielganstraße 1
  • Geplant: 102 Wohneinheiten
  • Weitere Nutzungen: Gastronomie, Co-Working, Gewerbeflächen

Auf dem Eckgrundstück Kurfürstenstraße 134 / Kielganstraße 1 entsteht ein siebengeschossiges Mixed-Use-Ensemble. Das Projekt liegt in Schöneberg, grenzt aber unmittelbar an Tiergarten im Bezirk Mitte. Dadurch gehört es zu einem Bereich der Kurfürstenstraße, in dem mehrere Neubauten und Umnutzungen das Stadtbild verändern.

Stillstand an der Kurfürstenstraße: Was passiert beim Boardinghouse?

Nach bisher bekannten Angaben umfasst das Vorhaben 102 Wohneinheiten. Darunter befinden sich 20 möblierte Apartments, die als Boardinghouse genutzt werden sollen. Im Erdgeschoss sind Gastronomieflächen vorgesehen. Ergänzend sind Co-Working-Bereiche und weitere gewerbliche Nutzungen geplant. Die Visualisierung zeigt eine helle Fassade mit großen Fensterflächen und rückversetzten Balkonen.

Der Rohbau war bereits Anfang 2026 weit vorangekommen. Erste Fenster wurden zu Jahresbeginn eingesetzt. Damit hatte das Projekt einen deutlich fortgeschrittenen Stand erreicht. Doch nun geht es nach Beobachtungen vor Ort nicht so richtig weiter. Seit mehreren Wochen ist auf der Baustelle kaum Fortschritt zu erkennen. Auch der Baukran, der zuvor auf dem Areal stand, ist inzwischen abgebaut.

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Kurfürstenstraße im Wandel: Vom Botschaftsgrundstück zum Wohnhaus

Das Grundstück hat eine längere Vorgeschichte. Es befand sich früher im Besitz der Republik Litauen, die dort seit 1922 ihre Gesandtschaft hatte. Im November 2019 wurde das rund 1.550 Quadratmeter große Eckgrundstück öffentlich versteigert. Danach blieb lange unklar, welche Nutzung dort entstehen soll.

Erst später konkretisierte sich das Projekt als Mixed-Use-Ensemble. Nach früheren Angaben sollte die Fertigstellung bis Ende 2026 erfolgen. Dieser Zeitplan dürfte nach derzeitigem Eindruck vor Ort aber kaum halten sein.

Quellen: Jim Knoepfle Architekten, mittendran, Deutsches Architekturforum, Berliner Architektur & Urbanistik

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