In Schwanheim plant die Nassauische Heimstätte eine neue Wohnanlage mit 166 Wohnungen, Kita und Tiefgarage. Das Projekt soll zusätzlichen Wohnraum schaffen, stößt jedoch vor Ort auch auf Kritik.

Auf dem heutigen Parkplatzgelände an der Henriette-Fürth-Straße plant die Nassauische Heimstätte den Neubau einer Wohnanlage mit 166 Mietwohnungen, Kita und Tiefgarage. Während der Bauphase sollen die bestehenden Stellplätze entfallen und später durch die geplante Tiefgarage ersetzt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Im Frankfurter Stadtteil Schwanheim ist an der Schnittstelle von Rheinlandstraße und Henriette-Fürth-Straße ein umfangreiches Wohnbauprojekt geplant. Die Nassauische Heimstätte will dort eine Anlage mit insgesamt 166 Mietwohnungen errichten. Ergänzt wird das Vorhaben durch eine fünfgruppige Kindertagesstätte im Erdgeschoss sowie eine Tiefgarage mit 137 Stellplätzen.
Die Gebäude sind als zwei Riegel mit insgesamt sechs Häusern konzipiert. Sie erreichen Höhen von vier bis acht Geschossen und verfügen über mehrere Eingänge sowie Sicherheitstreppenräume. Durch ihre Lage südlich des Schwanheimer Ufers soll die Anlage in ein bestehendes Wohnumfeld eingebettet werden.
Nutzungskonzept für die Neubauten in der Henriette-Fürth-Straße: Wohnen mit Außenbezug
Ein Teil der Wohnungen wird öffentlich gefördert, zudem sind barrierefreie Einheiten vorgesehen. Alle Wohnungen erhalten einen direkten Bezug zu Freiflächen. Auch die Gruppenräume der Kita sollen an Außenbereiche angebunden sein. Der Zugang zur Einrichtung erfolgt barrierefrei über die Henriette-Fürth-Straße.
Im Innenhof ist eine rund 900 Quadratmeter große Außenfläche für die Kita geplant. Darüber hinaus entstehen gemeinschaftliche Grünanlagen, private Gärten sowie ein Spielplatz, der sowohl von den Bewohnern als auch von der Kita genutzt werden kann. Ergänzend ist ein Bolzplatz am Rand des Grundstücks vorgesehen.
Bauweise des Wohnprojekts in Schwanheim: Energieversorgung und Begrünung im Fokus
Die Gebäude orientieren sich an einem hohen energetischen Standard, vergleichbar mit einem Effizienzhaus. Die Energieversorgung erfolgt über Fernwärme, während auf den Dächern Photovoltaikanlagen vorgesehen sind. Zusätzlich sind die Dachflächen begrünt, was zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen soll.
Auch im Bereich der Freianlagen wird Wert auf Begrünung gelegt. Durch die Überdeckung der Tiefgarage können im Innenhof Bäume gepflanzt werden. In den Wohnungen ist eine Fußbodenheizung geplant.
Kritik aus der Anwohnerschaft: Konflikt um Nachverdichtung und Freiflächen

Die Freiflächen und Parkplätze an der Henriette-Fürth-Straße gelten in der aktuellen Debatte als zentrale Streitpunkte des Projekts. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Das Projekt wird im Stadtteil unterschiedlich bewertet. Anwohnende kritisieren unter anderem die geplante Gebäudehöhe sowie den Verlust von Grünflächen und bestehenden Parkmöglichkeiten. Während der Bauzeit von etwa zweieinhalb Jahren entfällt ein derzeit genutzter Parkplatz. Erst nach Fertigstellung soll die Tiefgarage für Ersatz sorgen.
In der lokalen Debatte wird auch auf die bisherige Funktion der Fläche hingewiesen. Der SPD-Ortsbeirat Jürgen Storjohann erklärte, die Freifläche sei ursprünglich als Frischluftschneise vorgesehen gewesen was durch die Bebauung eingeschränkt werde.
Gleichzeitig zeigt sich ein grundlegender Zielkonflikt. Einerseits besteht Einigkeit darüber, dass zusätzlicher Wohnraum benötigt wird. Andererseits stoßen konkrete Bauprojekte bei Abwohnenden häufig auf Skepsis.
Quellen: FFM-ARCHITEKTEN. Tovar + Tovar, FNP
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