In Rahlstedt entsteht ein moderner Feuerwehrstandort, der nachhaltige Bauweise mit zeitgemäßer Einsatzinfrastruktur verbindet. Der Neubau stärkt sowohl die Berufsfeuerwehr als auch das ehrenamtliche Engagement im Stadtteil.

Richtfest Freiwillige Feuerwehr und Rettungswache, Hamburg-Rahlstedt

Am 19. November 2025 kamen Innensenator Andy Grote, Feuerwehramtsleiter Jörg Sauermann, Landesbereichsführer Harald Burghart und Sprinkenhof-Geschäftsführer Martin Sowinski in Rahlstedt zusammen, um das Richtfest für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Rettungswache zu feiern. / © Foto: Sprinkenhof GmbH

© Fotos: Sprinkenhof GmbH

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Ende November 2025 wurde an der Brockdorffstraße 22 das Richtfest für das neue Feuerwehrgerätehaus mit integrierter Rettungswache gefeiert. Der Neubau ersetzt das bisherige Gebäude, das den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprach und wirtschaftlich nicht sinnvoll hätte saniert werden können.

Der Komplex entsteht auf einer Bruttogrundfläche von rund 1.500 Quadratmetern und wird künftig sowohl von der Berufsfeuerwehr als auch von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt. Beide Organisationseinheiten sind räumlich getrennt angeordnet, bleiben jedoch eng miteinander verknüpft, sodass das vollständige Einsatzspektrum von Brandbekämpfung über technische Hilfeleistung bis zum Rettungsdienst weiterhin abgedeckt werden kann.

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Freiwillige Feuerwehr Rahlstedt: Nachhaltiger Neubau nach Hamburger Klimaschutzgesetz

Die Planung orientiert sich am Hamburger Klimaschutzgesetz und setzt auf eine energieeffiziente und ressourcenschonende Bauweise. Der Neubau entsteht im Effizienzhaus-40-Standard. Vorgesehen sind CO₂-reduzierter Beton, eine Luftwärmepumpe sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, die durch den städtischen Energiedienstleister installiert wird. Zudem soll der vorhandene Baumbestand auf dem Grundstück erhalten bleiben.

Der Baukörper umfasst zwei Vollgeschosse und ein Zwischengeschoss für Technik und Lager. Ein Wärmedämmverbundsystem bildet die Grundlage der Fassadengestaltung. Während das Erdgeschoss mit beigefarbenen Klinkerriemchen verkleidet wird, erhält das Obergeschoss eine Fassade aus Zinkblech. Die Dachlandschaft setzt sich aus zwei Holzsatteldächern und einem dazwischenliegenden begrünten Flachdach zusammen, das gleichzeitig als Retentionsfläche dient.

Rahlstedt: Neue Stellplätze für Freiwillige Feuerwehr und Rettungswache

Die Erschließung des Gebäudes erfolgt von der straßenabgewandten Seite. Im Erdgeschoss befinden sich die Remisen für die Einsatzfahrzeuge sowie alle Räume, die im Alarmfall benötigt werden. Die Freiwillige Feuerwehr erhält zwei Stellplätze für größere Fahrzeuge, die Rettungswache einen Stellplatz für einen Rettungswagen. Die technische Infrastruktur ist bereits für einen künftigen E-Rettungswagen vorbereitet. Im Obergeschoss entstehen Büroräume und Aufenthaltsbereiche.

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Das Außengelände wird mit 22 Pkw-Stellplätzen, überdachten Fahrradabstellanlagen und einer E-Ladesäule ausgestattet, die für spätere Erweiterungen vorgerüstet ist. Damit soll der neue Standort sowohl die täglichen Abläufe als auch die Arbeit der ehrenamtlichen Kräfte bestmöglich unterstützen. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 8,6 Millionen Euro.

Gemeinsamer Standort stärkt Feuerwehrstrukturen in Rahlstedt

Innensenator Andy Grote betonte bei der Feier, Berufs- und Freiwillige Feuerwehr arbeiteten in Hamburg traditionell eng zusammen. Der Neubau schaffe aus seiner Sicht moderne Bedingungen für wachsende Einsatzanforderungen und sei Teil eines breiten Modernisierungsprogramms, das die Stadt derzeit umsetze.

Auch Feuerwehramtsleiter Jörg Sauermann verwies auf die langjährige Zusammenarbeit beider Organisationen. Er erläuterte, dass das neue Gebäude deutlich bessere Voraussetzungen für den gemeinsamen Dienstalltag biete und einen wichtigen Standort der Freiwilligen Feuerwehr Rahlstedt weiter stärke. Die Fertigstellung des Neubaus ist bis Herbst 2026 vorgesehen.

Quellen: Sprinkenhof GmbH, Hamburg Behörde für Inneres und Sport

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