In Neukölln entsteht ein neues Modellprojekt für soziale Verantwortung: Die „Tee- und Wärmestube Plus“ sichert bewährte Hilfsangebote für Menschen in Not und erweitert sie um 16 bewohnbare Einzelappartements. 

Im Schillerkiez entsteht ein außergewöhnliches Bauprojekt für wohnungslose Menschen: eine „Tee- und Wärmestube Plus“. / © Foto: IMAGO / Rolf Kremming

© Titelbild: Diakoniewerk Simeon

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Wo in Berlin sonst vor allem Wohn- und Gewerbebauten entstehen, wird in Neukölln ein Fundament gelegt, das vor allem sozialen Halt geben soll: die „Tee- und Wärmestube Plus“ an der Schillerpromenade.

Bei der Grundsteinlegung am 24. März waren neben dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner auch Elke Büdenbender und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey zugegen.

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Seit über 40 Jahren: Tee- und Wärmestube gibt sozialen Halt in Neukölln

Die neue Einrichtung baut auf der Arbeit der bisherigen Tee- und Wärmestube Neukölln auf, die seit 40 Jahren Menschen unterstützt, die von Armut, Wohnungs- oder Obdachlosigkeit betroffen sind. Täglich erhalten sie hier warme Mahlzeiten, saubere Kleidung, Duschen und Beratung.

Da der Mietvertrag der alten Räume nicht verlängert wurde, entschied der Evangelische Kirchenkreis Neukölln gemeinsam mit dem Diakoniewerk Simeon, das Angebot dauerhaft zu sichern und auszubauen.

Neues Plus: Moderner Neubau auf Kirchengrundstück ermöglicht Wohnen auf Zeit

Auf kirchlichem Grundstück entsteht ein moderner Neubau in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Standort. Er garantiert die bewährten niedrigschwelligen Angebote und bringt ein wichtiges „Plus“: 16 Einzelappartements für Menschen in besonders schwierigen Lebenslagen. Das Wohnen auf Zeit soll Stabilität geben und den Übergang in eigenen Wohnraum ermöglichen – begleitet und unterstützend, mitten im Kiez.

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„Angesichts wachsender Armut und steigender Wohnungslosigkeit ist es uns als Kirche ein Anliegen, hier präsent zu bleiben“, sagt Superintendent Dr. Christian Nottmeier. Auch Bezirksbürgermeister Martin Hikel lobt das Projekt als Pilotvorhaben, das zeigt, wie soziale Verantwortung praktisch umgesetzt werden kann. Giffey betont den Modellcharakter: Die Verbindung von niedrigschwelliger Hilfe und längerfristigem Wohnen könne wegweisend für andere Standorte in der Stadt sein.

Niedrigschwellige Hilfe, verlässliche Begleitung in Neukölln: Neubau soll Ende 2027 fertig sein

Finanziert wird das Projekt hauptsächlich durch den Kirchenkreis Neukölln und unterstützt unter anderem von der Lottostiftung. Bauherr ist der Evangelische Kirchenkreis Neukölln, Träger das Diakoniewerk Simeon.

Bis Ende 2027 soll der Neubau fertiggestellt sein und ein Ort entstehen, der soziale Begleitung, niedrigschwellige Hilfe und neue Perspektiven unter einem Dach vereint. Für die Menschen des Schillerkiezes bedeutet dies: Unterstützung, Schutz und ein Stück Würde mitten in der Nachbarschaft.

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Schillerpromenade 16

Quellen: Evangelischer Kirchenkreis Neukölln, Evangelische Kirchengemeinde Martin-Luther-Genezareth, Diakoniewerk Simeon

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3 Kommentare

  1. Franz 25. März 2026 at 18:49 - Reply

    Gut, aber zu wenig. Und hoffentlich mit Gelegenheiten, zu duschen und Wäsche zu waschen.

    • Böhme 26. März 2026 at 01:28 - Reply

      Nicht gut, weil es das eigentliche Problem nicht löst. Die Leute müssen von der Straße geholt werden, dauerhaft, das wäre gut! Und die Obdachlosen „aus aller Herren Länder der Welt“ müssten in ihre Länder zurückgeschickt werden!

      • Steglitzer 26. März 2026 at 08:23 - Reply

        Der Hass von Rechten auf arme Menschen ist beeindruckend. Während Millardäre mit Ihren Unternehmen Hochhäuser an der Warschauer Straße bauen können und internationale Großkonzerne mit der Miete von Berlinerinnen und Berlinern spekulieren, bis sich die Mittelschicht diese nicht mehr leisten können, wird auf die Armen gehetzt. Der Klassenkampf von oben ist definitiv im vollen Gange.

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