An der Buschkrugallee steht ein größeres Grundstück vor einem grundlegenden Wandel. Wo bislang Gewerbe das Bild prägt, soll ein neues Wohnquartier entstehen. Der Entwurf reagiert dabei auf eine Besonderheit, die sich unter dem Grundstück befindet.

Die axonometrische Darstellung zeigt die Staffelung des Wohnquartiers und die geplanten Photovoltaikflächen auf mehreren Dächern. / © Skizze: Max Dudler
© Titelbild / Visualisierung: Max Dudler
An der Buschkrugallee in Berlin-Britz soll ein weiteres größeres Wohnprojekt entstehen. Für das Grundstück an der Ecke zur Hannemannstraße hat das Berliner Unternehmen 15 Degree einen Entwurf des Architekturbüros Max Dudler vorgelegt. Neben neuen Mietwohnungen spielt dabei auch die ungewöhnliche Lage des Grundstücks eine zentrale Rolle.
- Bezirk: Neukölln
- Adresse: Buschkrugallee 84 / Hannemannstraße 14, 12359 Berlin
- Projektentwickler: 15 Degree
- Architektur: Max Dudler
- Wohnungen: 160 Mietwohnungen
- Wohnungsmix: 1,5- bis 3-Zimmer-Wohnungen
- Geförderter Wohnraum: rund ein Drittel der Wohnungen
Das Vorhaben gehört zu einer Reihe größerer Wohnungsbauprojekte, die derzeit entlang der Buschkrugallee entstehen. Nur wenige Kilometer weiter südlich hat sich etwa das ehemalige Blub-Gelände grundlegend verändert. Dort stehen inzwischen 15 Wohnhäuser des Quartiers Greenpark. Die landeseigene STADT UND LAND hat an der Straße Alt-Britz ein Wohnprojekt mit 36 Mietwohnungen als bauliches Reallabor umgesetzt.

So soll das neue Wohnquartier an der Buschkrugallee in Berlin-Britz aussehen. Geplant sind 160 Mietwohnungen in einer gestaffelten Gebäudeanlage. / © Visualisierung: Max Dudler
Buschkrugallee 84: U-Bahn-Trasse prägt den Entwurf von Max Dudler
Auch das Grundstück Buschkrugallee 84 soll künftig vor allem dem Wohnen dienen. 15 Degree erwarb das ehemalige Betriebsgelände der Deutschen Telekom Ende 2025. Öffentlich bekannt wurde die Transaktion Anfang Januar 2026. Schon damals nannte der Projektentwickler als Ziel den Bau von 160 Mietwohnungen.
Die Planung ist vor allem wegen der Lage anspruchsvoll. Unter dem Grundstück verläuft die Trasse der U-Bahn-Linie U7 diagonal. Der Entwurf von Max Dudler nimmt diese Vorgabe auf: Statt eines geschlossenen Blocks entsteht eine mehrfach abgewinkelte Baufigur, die einen geschützten Innenbereich fasst. Zur stark befahrenen Buschkrugallee bildet ein sechsgeschossiger Gebäudeteil den städtischen Abschluss.

Im Inneren des Neubaus soll ein begrünter und weitgehend vom Straßenverkehr abgeschirmter Hof mit Aufenthalts- und Spielflächen entstehen. / © Visualisierung: Max Dudler
160 Mietwohnungen in der Buschkrugallee: Ein Drittel preisgebunden
In Richtung Westen nimmt die Höhe ab. Dort trifft das Grundstück auf die kleinteiligere Bebauung am Kienheideweg. Der Neubau soll deshalb stufenweise auf drei Vollgeschosse zurückgehen. Im Inneren entsteht ein begrünter Hof, dessen Flächen zu einem großen Teil als Spiel- und Aufenthaltsbereich dienen sollen.
Geplant sind in der Buschkrugallee ausschließlich Wohnungen. Der Mix reicht von 1,5- bis 3-Zimmer-Einheiten. Rund ein Drittel der 160 Mietwohnungen soll preisgebunden angeboten werden. Vier Treppenhäuser erschließen das Gebäude über drei Haupteingänge. Nach den Projektunterlagen sollen mehr als die Hälfte der Wohnungen sowie die dazugehörigen Bäder barrierefrei ausgeführt werden.

Der Grundriss zeigt die mäandernde Struktur des geplanten Wohnquartiers an der Buschkrugallee 84 in Berlin-Britz mit dem zentralen Innenhof. / © Skizze: Max Dudler
Serielle Bauweise soll den Neubau an der Buschkrugallee vereinfachen
Bei der Konstruktion an der Buschkrugallee setzt das Projekt auf serielle Elemente. Auch die Architektur folgt diesem Ansatz. Regelmäßig angeordnete Fenster bestimmen die Putzfassaden, während einzelne versetzt platzierte Balkone die langen Gebäudeseiten gliedern. Vorgesehen ist ein heller rötlich-brauner Farbton. Nach Angaben zur Planung nimmt die Farbgebung bewusst Bezug auf die Architektur der Hufeisensiedlung in Britz.
Auch die Erschließung ist auf den Standort abgestimmt. Die meisten Fahrradstellplätze sollen im Untergeschoss entstehen. Weitere Plätze, darunter Stellmöglichkeiten für Lastenräder, sind oberirdisch im nordwestlichen Grundstücksbereich vorgesehen. Für den öffentlichen Verkehr liegt der Standort günstig. Die U7 verläuft unmittelbar am Grundstück; der Bahnhof Blaschkoallee befindet sich in der Umgebung.
Wann die Arbeiten an der Buschkrugallee 84 beginnen können, ist bislang jedoch nicht benannt. Auch einen verbindlichen Fertigstellungstermin gibt es derzeit nicht.
Wohnquartier Buschkrugallee 84
Quellen: Max Dudler GmbH, 15 Degree, Bezirksamt Neukölln von Berlin
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