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Hinter der St. Simeon-Kirche in Berlin-Kreuzberg entsteht derzeit ein neues Zentrum für soziale und kirchliche Arbeit. Der Neubau vereint Putz und Holz in seiner Fassade und soll künftig verschiedene diakonische Einrichtungen beherbergen.
Das Bild zeigt die Ansicht des Eingangsbereichs an der Wassertorstraße. Rechts im Bild führt ein Durchgang in den Innenhof, wo sich die Zugänge zur Kita und zum Diakonischen Campus befinden.

Der Zugang zum Campus liegt rechts im Bild. Durch einen Durchgang gelangt man in den Innenhof der Kirche, wo sich die Eingänge zur Kita und zum neuen Diakonischen Campus befinden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Im Innenhof der St. Simeon-Kirche an der Wassertorstraße entsteht ein fünfgeschossiger Neubau. Er ersetzt das frühere Pfarrhaus aus den 1960er Jahren, das Anfang 2023 vollständig abgerissen wurde. Die Kirche, ein denkmalgeschützter Backsteinbau, liegt nahe dem Oranienplatz und ist Teil eines gewachsenen Kreuzberger Stadtblocks.

Der Neubau bildet den Kern eines diakonischen Campus, der sich zur Kirche, Kita und soziale Einrichtungen gruppiert. Durch seine Lage im Hinterhof bleibt das neue Gebäude städtebaulich zurückhaltend und fügt sich gleichzeitig funktional eng an das bestehende Ensemble an.

Soziale und kirchliche Angebote in Kreuzberg: Neue Räume stärken Gemeindearbeit und Nachbarschaft

Zukünftig sollen im Neubau das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte, der Diakonie Pflegeverbund sowie die Leitstelle der Diakoniestation Kreuzberg untergebracht werden. Ergänzend wird der bestehende Gemeindesaal umgebaut, um Platz für Besprechungen, Veranstaltungen und nachbarschaftliche Projekte zu schaffen.

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Die Gemeinde verfolgt mit dem Projekt das Ziel, ihre sozialen, kirchlichen und pädagogischen Angebote räumlich näher zusammenzuführen. Die Evangelische Kita St. Simeon und die Berliner Flüchtlingskirche, die bereits auf dem Gelände aktiv sind, bleiben fester Bestandteil des künftigen Campus.

Gestaltung mit Holz und Putz: Die Fassade verbindet klare Linien mit lebendigen Strukturen

Die Fassade des Neubaus gliedert sich in zwei unterschiedliche Abschnitte. Eine Seite ist weiß verputzt und betont die regelmäßige Fenstergliederung, was dem Gebäude eine schlichte, funktionale Erscheinung verleiht.

Der zweite Teil ist mit vertikal gegliederten, farbig lasierten Holzstreben verkleidet. Diese Elemente sollen Struktur und Wärme in das Gesamtbild bringen und einen gestalterischen Akzent setzen, der zwischen der denkmalgeschützten Kirche und dem modernen Neubau vermittelt.

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Angleichung im letzten Schritt: Kita soll weiß gestrichen und in das Gesamtbild eingebunden werden

Die benachbarte Kindertagesstätte besitzt aktuell eine bunte Putzfassade in Gelb- und Orangetönen. Die farbige Gestaltung hebt sich deutlich vom zurückhaltenden Neubau ab, soll jedoch im Rahmen der Gesamtmaßnahme überarbeitet werden.

Geplant ist, die Kita im letzten Bauabschnitt ebenfalls weiß zu streichen. So entsteht ein ruhigeres, einheitlicheres Erscheinungsbild, das die gestalterische Verbindung zwischen Kirche, Kita und Neubau unterstreicht.

Abschluss der Arbeiten im Frühjahr 2025: Fertigstellung des Campus in Kreuzberg verzögert sich

Während der Neubau selbst weitgehend fertiggestellt ist, stehen im Außenbereich noch Arbeiten aus. Dazu zählen die Neugestaltung der Freiflächen sowie die genannten Anpassungen am Kitagebäude.

Die Fertigstellung wurde bereits ein weiteres Mal verschoben. Trotzdem gehen die Beteiligten davon aus, dass das Projekt noch im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden kann. Im Anschluss sollen die Einrichtungen den Campus vollständig in Betrieb nehmen und die neuen Räume für ihre Arbeit nutzen.

Zu sehen ist der Neubau im Innenhof der St. Simeon-Kirche mit seiner markanten Holzfassade. Die vertikal angeordneten Holzlamellen gliedern den Baukörper und prägen das äußere Erscheinungsbild des neuen Campus.

Der Neubau im Innenhof der St. Simeon-Kirche fällt besonders durch die vertikal gegliederte Holzfassade auf. Der weiß verputzte Gebäudeteil mit klarer Fenstergliederung ergänzt die farbige Holzverkleidung und sorgt für visuelle Ausgewogenheit. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Hier ist die bestehende Kindertagesstätte St. Simeon zu sehen. Ihre Fassade ist bunt gestrichen und hebt sich farblich vom neuen Gebäude ab. Eine farbliche Anpassung an den Neubau ist geplant.

Die bestehende Kita zeigt derzeit noch eine bunte Fassade mit kräftigen Farbtönen. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist eine farbliche Angleichung an den weiß gehaltenen Neubau vorgesehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Stark + Stilb Architekten PartGmbB, Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte, Diakonie Pflegeverbund, Diakoniestation Kreuzberg

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One Comment

  1. Robert Anders 10. Juli 2025 at 15:35 - Reply

    Wie kommen Sie darauf, dass die Kirche nahe dem Oranienplatz liegt? Da ist schon noch einiges dazwischen.

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