In Charlottenburg-Westend hat das Wohnungsunternehmen Heimstaden 85 neue Mietwohnungen planmäßig und auf eigener Bestandsfläche fertiggestellt. Das Projekt gilt als Auftakt für weitere Neubauten in mehreren Berliner Bezirken.

„Wohnen am Ruhwaldpark“: Die Neubauten sind in zwei unterschiedlich hohe Baukörper gegliedert und sollen sich in Proportion und Fassadenstruktur an der umliegenden Wohnbebauung aus den 1950er Jahren orientieren. / © Visualisierung: studio blomen
© Titelbild: Heimstaden / Konstantin Gastmann
Zwischen viel Grün, gewachsenen Wohnstrukturen und dem Spandauer Damm ist neuer Wohnraum entstanden. In Berlin-Charlottenburg hat das skandinavische Wohnungsunternehmen Heimstaden Ende 2025 planmäßig 85 Mietwohnungen fertiggestellt. Damit wurde nach rund 17 Monaten Bauzeit erstmals ein größeres Neubauprojekt des Unternehmens in Deutschland abgeschlossen.
Entstanden sind die Wohnungen im Ortsteil Westend unter dem Projektnamen „Wohnen am Ruhwaldpark“. Auf einer Fläche von knapp 5.000 Quadratmetern wurden zwei Neubauten mit sechs beziehungsweise elf Geschossen errichtet. Die freifinanzierten Zwei- bis Vierzimmerwohnungen gehören zum eigenen Bestand von Heimstaden, die Vermietung hat bereits begonnen. Die Fertigstellung der Außenanlagen ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen.
„Wohnen am Ruhwaldpark“: Neubau ergänzt 1950er-Jahre Bauten in Westend
Das Projekt wurde auf einer Fläche realisiert, die von bestehender Wohnbebauung aus den 1950er Jahren umgeben ist. Zu dem Ensemble gehören 273 Wohnungen, die ebenfalls Heimstaden gehören. Der Neubau ergänzt diese Anlage und greift deren städtebauliche Struktur auf, ohne sie zu überformen.
Projektverantwortliche aus dem Unternehmen betonten, dass der erfolgreiche Abschluss vor allem auf die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten zurückzuführen sei. Besonders die Abstimmung mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf im Genehmigungs- und Bauprozess habe zum zügigen Verlauf beigetragen.
Auftakt für weitere Vorhaben: Heimstadt plant berlinweit Neubauten
„Wohnen am Ruhwaldpark“ ist nicht als Einzelprojekt gedacht. Heimstaden plant weitere Neubauten auf eigenen Flächen in Berlin, unter anderem in Mitte, Charlottenburg, Pankow und Neukölln. In der Borsigstraße in Berlin-Mitte steht ein weiteres Vorhaben unmittelbar vor dem Baubeginn.
Aus Sicht des Unternehmens bieten die vorhandenen Grundstücke weiterhin Potenzial für zusätzlichen Wohnraum. Neubau auf Bestandsflächen werde als besonders nachhaltige Bauweise verstanden. Gleichzeitig verweist Heimstaden darauf, dass der Wohnungsneubau auf verlässliche politische Rahmenbedingungen angewiesen sei. Regulatorische Eingriffe, etwa bei Mietmodellen, könnten Investitionen erschweren.
Mit der Fertigstellung am Spandauer Damm ist nun ein erstes Signal gesetzt – für Verdichtung im Bestand und für weiteren Wohnungsbau in der Stadt.
Spandauer Damm 225
Quellen: Heimstaden
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