Der Neubau der Ringbahnbrücke an der A100 schreitet voran. Derzeit laufen die Abbrucharbeiten einer Stützwand der alten Brücke.

Das Bild zeigt einen Bagger beim Abriss der Ringbahnbrücke.

Die Ringbahnbrücke in Charlottenburg musste im März 2025 kurzfristig abgerissen werden. / © Foto: IMAGO / Jan Huebner

© Titelbild: Deges

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Der Neubau der Ringbahnbrücke in Charlottenburg macht sichtbare Fortschritte. Seit Herbst 2025 laufen die Arbeiten für den Ersatzneubau. Ziel bleibt die Wiederinbetriebnahme der nördlichen Richtungsfahrbahn zwischen Messedamm und Spandauer Damm im Sommer 2027. Auf der Baustelle sind bereits deutliche Fortschritte erkennbar.

Mitte März wurde die Verlegung von Leitungen und Kabeln im Baufeld abgeschlossen. Damit liegt die notwendige Baufreiheit vor. Zuvor mussten Stromleitungen der Bahn aufwendig gesichert und umverlegt werden, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.

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Anlieferungen für Ringbahnbrücke kommen nachts

Seit dem 7. April 2026 erfolgt im Bereich Halenseestraße Ost der Abbruch einer Stützwand der alten Brücke. Die Arbeiten finden tagsüber statt. Aufgrund des Abstands zur Wohnbebauung erwarten die Verantwortlichen aktuell keine erhöhten Lärmbelastungen.

Parallel läuft weiterhin die Anlieferung und Montage von Bauteilen für den neuen Überbau. Bereits seit dem 20. März treffen die ersten Stahlbauteile auf der Baustelle ein. Diese Transporte erfolgen überwiegend nachts zwischen 20 und 6 Uhr.

Die Elemente kommen per Schwerlasttransport aus Tschechien und werden direkt vor Ort montiert. Dieses Vorgehen verkürzt die Bauzeit deutlich, da Zwischenlagerung entfällt und Abläufe besser koordiniert werden können.

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Die alte Ringbahnbrücke musste wegen Schäden abgerissen werden.

Am Autobahndreieck Funkturm in Berlin-Charlottenburg haben die Arbeiten für den Ersatzneubau der Ringbahnbrücke begonnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Wetterfester Baustahl für die neue Ringbahnbrücke

Zum Einsatz kommt wetterfester Baustahl, sogenannter WT-Stahl. Das Material bildet eine schützende Rostschicht, die das Durchrosten verhindert. Dadurch entfällt zusätzlicher Korrosionsschutz. Gleichzeitig reduziert sich der Bedarf an Gerüsten und Hilfskonstruktionen. Besonders im Bereich der S-Bahn-Gleise wirkt sich das aus, da Sperrpausen minimiert werden. Langfristig sinkt auch der Wartungsaufwand, da keine regelmäßigen Beschichtungen nötig sind.

Aktuell entstehen Fundamente, Pfeiler und Stützwände. Diese Bauteile stabilisieren später die Brückenenden und sichern den Erdkörper.

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Alte Ringbahnbrücke musste im März 2025 kurzfristig abgerissen werden

Das Bauprojekt gehört zu den zentralen Infrastrukturmaßnahmen im Westen Berlins. Die ursprüngliche Brücke musste im März 2025 kurzfristig gesperrt und anschließend abgerissen werden, nachdem sich Schäden im Tragwerk deutlich verschärft hatten. Auch die benachbarte Westendbrücke wurde zurückgebaut.

Der Neubau erfolgt durch die Projektgesellschaft DEGES im Auftrag des Bundes. Die Kosten belaufen sich auf rund 80 Millionen Euro.

Ringbahnbrücke (Charlottenburg)

Quellen: Deges, Autobahn GmbH des Bundes

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6 Kommentare

  1. Thomas Kritz 10. April 2026 at 17:24 - Reply

    Gab es nicht vor ein paar Jahren die Idee bzw. Die Vorstellung, genau an dieser Stelle die Autobahn und s-Bahn zu überdeckeln und oben drauf Platz für Grünflächen etc zu schaffen?

  2. Böhme 11. April 2026 at 03:26 - Reply

    Nein, die Ringbahnbrücke zu „überdeckeln“ war nie eine Idee – wie auch, nachdem die Brücke nicht in einem Trog, sondern „erhaben“ verläuft. Für die im Trog befindlichen Teile war das mal eine Idee, die mir für die Anwohner durchaus verständlich ist. Aber: Sie wollen 10 % mehr Einkommenssteuer zahlen?!? Es gilt der Grundsatz: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld???

    Irgendwie ist bei erheblichen Teilen dieser Gesellschaft, so auch bei Ihnen, die finanzielle Situation dieses Landes noch nicht angekommen. Und die finanzielle Situation dieses Landes ist in weiten Teilen Folge der völligen Ignoranz von Leuten wie Ihnen!

    • Martina 11. April 2026 at 19:20 - Reply

      Bitte schlagen Sie zu dieser Frage das Steuerverschwendungsbuch des Bunds der Steuerzahler auf. Hier finden Sie viele Möglichkeiten der Finanzierung.

      Ebenfalls ratsam ist ein Blick in den Subventionsbericht des Bundes. Hierbei werden meist keine „Unternehmen in ihrer Existenz gesichert“ sondern schlicht Unternehmensgewinne mit Steuergeldern maximiert (siehe hierzu die Jahresbilanzen dieser Unternehmen mit meist Rekordgewinnen).

      Auch ist ein Blick in den Haushaltsplan von Berlin sinnvoll. Bei vielen darin enthaltenen Maßnahmen steht keine gesetzliche bzw verfassungsrechtliche Bedürftigkeit dahinter. Sie sind lediglich Wünsche der regierenden Politiker (z.B. Einheitswippe). Daseinsfürsorge und ÖPNV sind verfassungsrechtliche Aufgaben des Landes (Teilweise Bund).

      Selbstverständlich ist genug Geld vorhanden und die doppelte Nutzung der Fläche mit ÖPNV Tunnel und Grünflächen (als auch Verteilstraße?) sinnvoll und verfassungskonform.

  3. Chris Da 11. April 2026 at 18:02 - Reply

    Etwas Respekt bitte!

    Unsere Demokratie lebt von Meinungsvielfalt.

    Es werden Kompromisse geschlossen und auch Lösungen umgesetzt und bezahlt, die nicht immer den Wünschen einer Einzelperson oder Minderheit entsprechen.

  4. Anwohnerin Leipziger 11. April 2026 at 19:12 - Reply

    Laut ist nicht unbedingt Mehrheit.

    Grundsätzlich macht es Sinn in Stadtgebieten Bahn, S-Bahn und U-Bahn als auch Autobahn im Tunnel zu führen. Dadurch ist die Kreuzungsfreiheit ideal gewährleistet als auch negative Umwelteinflüsse z.B. Eis im Winter und Hitze im Sommer, welche zu schweren Schäden an der Bausubstanz führen.
    Darüber kann man neben den normalen kleinen Verteilstraßen auch Grünflächen einbringen. Dadurch bleibt die Zugänglichkeit der Tunnel für Instandhaltungsmaßnahmen vorzüglich erhalten. Nebeneffekt der Grünflächen sind hierbei unter anderem Erholungswert, Temperaturregulierung, Wasserspeicher,…

    Ich bin ebenfalls für Tunnel mit Grünflächen darauf.

  5. Böhme 21. April 2026 at 07:02 - Reply

    An alle Vorstehenden: Es scheint Ihnen entgangen zu sein, dass die Ringbahnbrücke „oberirdisch“ gebaut wird. Darüber hinaus soll in den nächsten Jahren das gesamte Kreuz neu gebaut werden: Oberirdisch! Und das hat gute Gründe, weil eine unterirdische Bauweise „unterirdisch“ wäre. Es würde das x-fache an Kosten entstehen, Planung und Bau würden endlos länger dauern

    Aus denselben Gründen ist man auch nicht den reichlich egoistischen Ansinnen der Anwohner der Dresdner Bahnstrecke auf Verlegung der Strecke in einen Tunnel gefolgt!!!

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