An der Jerusalemer Straße in Berlin-Mitte plant die WBM den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit bis zu 49 Wohnungen. Mindestens die Hälfte davon soll gefördert werden. Der Baustart ist für September 2026 geplant, die Fertigstellung für April 2028.
© Visualisierung: DMSW und MIB
Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) plant an der Jerusalemer Straße in Berlin-Mitte den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses. Das Grundstück an der Ecke zur Schützenstraße diente bislang als Parkplatz und ging bereits 2016 in den Besitz des landeseigenen Unternehmens über. Da die Fläche größtenteils versiegelt ist, greift das Projekt auf keine bestehenden Grünflächen zurück.
Das Unternehmen plant einen achtgeschossigen Baukörper, der sich in die bestehende Blockstruktur einfügt. Das Gebäude soll sich laut Ausschreibung an den angrenzenden Straßenräumen orientieren. In der Umgebung prägen Wohngebäude sowie ein denkmalgeschütztes Hotel an der Krusenstraße das Stadtbild.
Nutzungskonzept des Neubaus an der Jerusalemer Straße: Mischung aus gefördertem Wohnraum und Gewerbe
Die WBM sieht rund 40 bis 49 Wohnungen sowie vier Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss vor. Einen Teil der Wohnungen will das Unternehmen öffentlich fördern, denn mindestens 50 Prozent der Einheiten müssen den Förderprogrammen mit Mietpreisbindung und Größenbeschränkung entsprechen.
Wegen der zentralen Lage bevorzugt die WBM kleinere Wohnungen. Laut Ausschreibung zieht das Unternehmen auch Mikroapartments in Betracht. Um eine möglichst hohe vermietbare Fläche zu erzielen, ordnet die Planung Nebenräume überwiegend im Untergeschoss an. Außerdem sollen alle Wohnungen einen Balkon, eine Loggia oder Terrasse erhalten.
Neubau setzt auf effiziente Flächennutzung: Funktionsräume und Dachnutzung vorgesehen
Derzeit prüft die WBM eine vollständige Überbauung des Grundstücks im Erdgeschoss, um zusätzliche Nutzflächen zu schaffen. In diesem Zusammenhang plant das Unternehmen, die Dachfläche als Spielfläche zu nutzen. Außerdem sieht das Konzept Fahrradstellplätze sowie rund 20 Pkw-Stellplätze vor.
Im Erdgeschoss plant die WBM neben den Gewerbeflächen auch verschiedene Funktionsräume. Dazu zählen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie Flächen für Kinderwagen, Rollatoren und ein Müllraum.
Technische Vorgaben für das Wohn- und Geschäftshaus in Mitte: Baustart für 2026 geplant
Die WBM errichtet den Neubau im Energiestandard EH 40 und setzt dabei CO₂-reduzierten Beton ein. Eine besondere Herausforderung stellt die Tiefgarageneinfahrt eines Nachbargebäudes dar, die erhalten bleiben muss.
Für die Umsetzung sucht die WBM derzeit einen Totalübernehmer. Der aktuelle Entwurf stammt von DMSW Architekten. Den Baustart hat die WBM für September 2026 angesetzt, um bis April 2028 neuen Wohnraum schaffen zu können.
Quellen: WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte, Öffentliche Ausschreibungen Deutschland
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