In der Rubensstraße in Friedenau wächst ein neuartiges Schulgebäude aus Holz heran. Die ersten vorgefertigten Wandelemente des Systems „Das Fliegende Klassenzimmer 2.0“ stehen bereits, der Rohbau nimmt sichtbar Form an. 

Mit dem dreigeschossigen Neubau entsteht an der Rubensstraße ein modulares Schulgebäude, das zusätzliche Kapazitäten schafft und zugleich als Pilot für eine neue Generation flexibler Schulbauten in Berlin dienen soll.

Der dreigeschossige Neubau soll den Schulstandort langfristig stärken und zusätzliche Schulplätze in kurzer Bauzeit schaffen. / © Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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In der Rubensstraße in Berlin-Schöneberg wächst derzeit ein ungewöhnliches Schulgebäude heran. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg errichtet dort für die Friedenauer Gemeinschaftsschule einen Erweiterungsbau nach dem neu entwickelten System „Das Fliegende Klassenzimmer 2.0“. Damit reagiert der Bezirk auf den anhaltenden Bedarf an zusätzlichen Schulplätzen und testet zugleich, ob sich Schulbauten künftig schneller und flexibler realisieren lassen als mit herkömmlichen Verfahren.

Am 3. Juli 2026 legte Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino gemeinsam mit Gästen aus Politik, Schule und Bauwirtschaft den Grundstein für das Projekt. Geplant ist ein dreigeschossiger Flachdachbau, der Platz für 268 Schülerinnen und Schüler sowie 17 pädagogische Fachkräfte bieten soll. Vorgesehen sind zehn Klassenräume und sieben Teilungsräume, sodass der Bau den Schulalltag über den reinen Unterricht hinaus mitdenkt.

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Holzbauweise an der Friedenauer Gemeinschaftsschule: Module statt klassischer Neubau

Kern des Konzepts ist eine modulare Bauweise aus drei Bausteinen, die sich je nach Bedarf kombinieren lassen: ein Unterrichtsbaustein, ein Verwaltungs- und Servicebaustein sowie ein Mensabaustein. Weil die Elemente weitgehend vorgefertigt sind, sollen sich Planungs- und Bauzeiten gegenüber konventionellen Schulneubauten deutlich verkürzen. Zudem berücksichtigt das System die Richtlinie „Design for All“ und soll damit auch Kindern mit körperlichen Einschränkungen einen barrierefreien Zugang ermöglichen.

Als besonderes Merkmal gilt die Wiederverwendbarkeit der Module. Laut Majewski Sparacino lassen sie sich ähnlich wie Bausteine flexibel stapeln, bei Bedarf wieder abbauen und an anderer Stelle erneut aufstellen. Dadurch eigne sich das System nicht nur für dauerhafte Erweiterungen, sondern auch als Ausweichquartier, während bestehende Schulgebäude saniert werden.

Blick über eine Baustelle mit blau ummantelten Stahlstützen und Betonelementen im Erdgeschossbereich, im Hintergrund eine Person auf einer Leiter sowie ein Bauzaun.

Nach der Grundsteinlegung am 3. Juli 2026 soll die Gebäudehülle noch in diesem Jahr stehen, die vollständige Fertigstellung ist für Mai 2027 geplant. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Baufortschritt in Friedenau: Erste Wandelemente stehen bereits

Auf der Baustelle ist der Rohbau inzwischen deutlich sichtbar vorangeschritten. Die ersten vorgefertigten Holzelemente wurden geliefert und stehen mittlerweile aufgerichtet, gesichert durch schräg angesetzte Stützstreben. An den Oberkanten sind die Elemente mit blauem Schutzband abgedichtet, damit kein Wasser in das Holz eindringen kann.

Da die Bauteile vorgefertigt sind, werden sie bereits mit Aussparungen für spätere Fenster und Türen auf die Baustelle geliefert und müssen dort nur noch montiert werden. Teilweise sind die Elemente sogar so weit vorgefertigt, dass bereits Fenster und Fassadenteile eingebaut wurden.

Zeitplan und Ausblick für den Schulbau: Fertigstellung bis Mai 2027 geplant

Nach aktuellem Stand soll die Gebäudehülle noch in diesem Jahr fertiggestellt werden, die vollständige Übergabe ist für Mai 2027 vorgesehen. Energetisch ist der Neubau als KfW-Effizienzhaus 40 ausgelegt, was einen vergleichsweise niedrigen Energiebedarf sicherstellen soll.

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Das Bezirksamt versteht das Projekt in Friedenau ausdrücklich als Pilotvorhaben im Berliner Schulbau. Verläuft die Bauphase wie geplant, soll das System künftig auch an anderen Standorten in Tempelhof-Schöneberg und in weiteren Berliner Bezirken zum Einsatz kommen.

Aufgerichtete Holzwand mit rechteckigen Fensteraussparungen, oben mit blauem Klebeband abgedichtet und durch schräge Metallstützen gesichert, im Hintergrund ein Gebäudeteil mit bereits eingebauten Glastüren.

Der hohe Vorfertigungsgrad soll Bauzeit und Material sparen und ist zentraler Bestandteil des modularen Systems, das künftig in mehreren Berliner Bezirken zum Einsatz kommen soll. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

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