Gegenüber der Alten Oper schließt sich eine jahrelange Baulücke, denn am Opernplatz entsteht ein achtgeschossiges Büro- und Geschäftshaus mit abgerundeten Ecken und heller Natursteinfassade. Mit einer Anwaltskanzlei als Ankermieter und einem Energiekonzept aus Geothermie und Wärmepumpen nimmt der Rohbau bereits jetzt Gestalt an.

Projektentwickler Lang & Cie. Real Estate AG plant die Fertigstellung des Neubaus für das vierte Quartal 2027. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Gegenüber der Alten Oper klafft seit Jahren eine Lücke im Frankfurter Stadtbild. Genau hier, zwischen Opernplatz und Neuer Mainzer Straße, wächst inzwischen ein neues Büro- und Geschäftshaus in die Höhe. Wer derzeit am Opernplatz vorbeikommt, sieht inzwischen deutlich mehr als nur eine Baugrube. Gerüste umschließen den Rohbau fast vollständig und Kräne kreisen über der Baustelle.
Büro- und Geschäftshaus am Ende der Goethestraße: Acht Geschosse für Büro und Handel
Unter dem Namen „Opernplatz 2″ entsteht auf einem rund 3.700 Quadratmeter großen Grundstück ein Neubau mit acht Ober- und zwei Untergeschossen. Insgesamt sollen dabei etwa 12.850 Quadratmeter Bruttogrundfläche für Büros, Einzelhandel und Gastronomie entstehen.
Verantwortlich für den Entwurf ist Hammerschmidt Architects, das Büro setzte sich 2024 in einem städtischen Gutachterverfahren durch. Als Projektentwickler tritt die Lang & Cie. Real Estate AG auf und plant die Fertigstellung für das vierte Quartal 2027.
Architektur mit Bezug auf das Umfeld: Runde Ecken und heller Naturstein

Verantwortlich für den Entwurf des Neubaus sind Hammerschmidt Architects. Das Büro hat sich 2024 in einem städtischen Gutachterverfahren durchgesetzt./ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Prägend für das Gebäude sind seine abgerundeten Ecken, die sich an der Formensprache der Nachbarschaft orientieren. Sowohl die Alte Oper als auch Gebäude in Richtung Fressgass und Bockenheimer Landstraße dienten dabei als gestalterische Bezugspunkte. Großzügige, radiale Eckfenster ergänzen das Konzept zusätzlich.
Die Fassade erhält hellen Naturstein, der je nach Gebäudeseite unterschiedlich ausfällt. Im Süden fällt sie niedriger aus, sodass ein sanfterer Übergang zur angrenzenden Wallanlage entsteht. Die dortige Außengastronomie profitiert dadurch künftig von mehr Aufenthaltsqualität.
Baufortschritt am Frankfurter Opernplatz: Der Rohbau nimmt Gestalt an
Die Arbeiten am Opernplatz laufen bereits seit April 2026, nachdem die Stadt Frankfurt zuvor die entsprechende Baugenehmigung erteilt hatte. Die aktuellen Aufnahmen von der Baustelle zeigen, wie schnell der Rohbau in die Höhe wächst. Im hinteren Bereich ist er bereits im vierten Obergeschoss angelangt, im vorderen Bereich arbeiten die Bauarbeiter derzeit noch an den Decken des dritten Obergeschosses.
Trotz der noch sichtbaren Gerüste zeichnet sich das Ausmaß des Projekts bereits deutlich ab. Durch seine außergewöhnliche Lage dürfte das Gebäude den Opernplatz künftig deutlich prägen. Setzt sich das aktuelle Bautempo fort, erscheint eine Fertigstellung bis zum vierten Quartal 2027 realistisch.
Nutzung des Neubaus in der Frankfurter Innenstadt: Kanzlei sichert sich 5.500 Quadratmeter
Beim Nutzungskonzept liegt der Schwerpunkt klar auf Büroflächen, die den Großteil des Gebäudes einnehmen sollen. Im zweigeschossigen Sockel entsteht dagegen Platz für Einzelhandel, wodurch sich das Erdgeschoss stärker zur Straße hin öffnen und beleben soll. Als ersten großen Mieter gewann das Projekt bereits die internationale Anwaltskanzlei Willkie Farr & Gallagher, die rund 5.500 Quadratmeter Bürofläche für eine Laufzeit von zwanzig Jahren anmietet.
Damit hat sich der Entwickler schon anderthalb Jahre vor der geplanten Fertigstellung gut die Hälfte der gesamten Bürofläche gesichert, was für die frühe Vermarktung des Projekts spricht. Gastronomie ergänzt das Nutzungskonzept an mehreren Seiten des Gebäudes, darunter eine Außenterrasse mit Blick auf die angrenzende Wallanlage. Eine zweiseitig zugängliche Lobby soll zudem eine Verbindung zwischen der Neuen Mainzer Straße und der Wallanlage schaffen und so zur öffentlichen Durchwegung des Areals beitragen.

Als Ankermieter hat sich bereits die Anwaltskanzlei Willkie Farr & Gallagher rund 5.500 Quadratmeter Bürofläche für zwanzig Jahre gesichert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Nachhaltigkeit des Büro- und Geschäftshauses: Wie das Gebäude beheizt und gekühlt wird
Beim Heizen und Kühlen setzt das Projekt auf eine Kombination aus Fernwärme, Wärmepumpen und Geothermie. Ein rund 1.800 Quadratmeter großes Erdkollektorfeld unter der Bodenplatte speist eine Kältemaschine im Untergeschoss. Reversible Luft-Wasser-Wärmepumpen auf dem Dach kommen dabei ergänzend zum Einsatz.
Der Entwickler strebt für das Gebäude zudem die Zertifizierungen DGNB Platin und WiredScore Platin an. Bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2027 soll aus der derzeitigen Baustelle so ein neuer Baustein der Frankfurter Innenstadt werden.
Quellen: Hammerschmidt Architects, Lang & Cie. Real Estate AG, IZ Immobilien Zeitung
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