Die Sanierung des Neptunbrunnens vor dem Roten Rathaus hat begonnen. Der Bezirk Mitte erneuert Becken, Technik und Figuren des historischen Brunnens bis Ende 2026.

Der Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus wird bis Ende 2026 saniert. / © Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0
© Titelbild: IMAGO
Der Bezirk Berlin-Mitte hat mit der Sanierung des Neptunbrunnens vor dem Roten Rathaus begonnen. Das historische Wasserspiel ist inzwischen eingerüstet. Die Arbeiten kosten rund 1,2 Millionen Euro und sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Adresse: Rathausstraße 1, 10178 Berlin
- Bauzeit: 1888 bis 1891
- Maßnahme: Sanierung und Restaurierung
- Kosten: rund 1,2 Millionen Euro
- Fertigstellung: geplant bis Ende 2026
Der Neptunbrunnen ist derzeit hinter großen Wänden aus Holz versteckt. Nach Angaben des Bezirksamts Mitte haben in diesen Tagen die Arbeiten an dem historischen Brunnen vor dem Roten Rathaus begonnen. Mehrere Fachunternehmen und Restauratoren sollen das Wasserspiel in den kommenden Monaten umfassend sanieren.
Sanierung am Neptunbrunnen umfasst Becken, Technik und Figuren
Der Neptunbrunnen blieb in diesem Jahr deshalb außer Betrieb. Während andere Berliner Stadtbrunnen bereits Anfang April wieder eingeschaltet wurden, begannen am historischen Brunnen vor dem Roten Rathaus beinahe zeitgleich die Vorbereitungen für die Sanierung.
Der Bezirk lässt zudem das Brunnenbecken und die Abdichtung vollständig erneuern. Der Neptunbrunnen erhält moderne Brunnentechnik. Die Granitumrandung wird gereinigt und neu verfugt. Auch der Neptunfelsen und die Bronzefiguren werden denkmalgerecht restauriert und konserviert. Der Brunnen bleibt während der Arbeiten hinter Gerüst, Bauzaun und Holzwänden verborgen.

Die Allianz Berliner Bürgervereine setzt sich für eine Rückkehr des Neptunbrunnens an den Schlossplatz oder alternativ für eine Replik vor dem Humboldt Forum ein. / © Foto: Wikimedia Commons, Ajepbah, CC-BY-SA-3.0
Neptunbrunnen bleibt vor dem Roten Rathaus
Der Standort des Neptunbrunnens zählt seit Jahren zu den viel diskutierten Fragen der Berliner Stadtentwicklung. Der Brunnen stand ursprünglich vor dem Berliner Stadtschloss. Nach dem Abriss des Schlosses wurde er 1951 abgebaut und 1969 vor dem Roten Rathaus wieder aufgebaut.
Der Brunnen überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet. In den Nachkriegsjahren entstanden jedoch erhebliche Schäden. Die ursprüngliche Marmorschale ging verloren. Die Figuren lagerte man ab 1951 ein, bevor sie später restauriert und 1969 am heutigen Standort wieder aufgebaut wurden.
Im Rahmen der aktuellen Freiraumplanung ist keine Rückkehr an den historischen Standort vorgesehen. Der Senat hält an der bisherigen Linie fest. Am Schlossplatz soll stattdessen ein zeitgenössischer Brunnen entstehen. Der Neptunbrunnen wird nun vor dem Roten Rathaus saniert.
Neptunbrunnen
Quellen: Bezirksamt Mitte, Berliner Morgenpost
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2 Kommentare
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Auf einem modernen Platz steht ein historischer Brunnen, wo er vorher nie gestanden hat und auf dem historischen Platz 2 Meter weiter steht ein moderner Brunnen, der nie einen modernen Brunnen aufzuweisen hatte, aber Standort des vorher erwähnten historischen Brunnens war… Das kann sich fast nicht mal der blutigste Amateur ausdenken.
Aber Leute, die auch historische Gewölbe für ein modernes Denkmal-Gimmick zerstören lassen, können wahrscheinlich kein höheres kulturpolitisches Niveau bzw. Empfinden erreichen. Das ist Politbüroniveau der 50er bis Anfang der 80er des letzten Jahrhunderts vom Allerfeinsten.
Dazu paßt der Artikel von HOLIDAY CHECK, die Berlin ganz frisch auf Platz 5 der weltweit häßlichsten Städte gewählt haben. Ja, warum wohl?!…Aber egal, das protagonistsiche Laienspiel in Mitte geht trotzdem frischfröhlich weiter und wird nicht müde seine „Durch die Brust ins Auge“-Argumente zurecht zu basteln.
Das notorische Verhindern des Selbstverständlichen, um ja nicht in Revisionismusverdacht zu geraten, ist in dieser Stadt pathologisch geworden.