Große Verkehrsunternehmen in Deutschland wollen enger zusammenarbeiten, damit Bus- und Bahnfahren einfacher und moderner wird. Eine neue Allianz soll digitale Angebote und innovative Technologien gemeinsam voranbringen. Mit der Rheinbahn AG wächst die Partnerschaft um einen weiteren wichtigen Akteur.

Die Vereinbarung wurde von der Vorständin Annette Grabbe für die Rheinbahn AG unterzeichnet und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. / © Foto: Rheinbahn
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Große Verkehrsunternehmen in Deutschland bündeln ihre Kräfte, um den öffentlichen Personennahverkehr zukunftsfähig zu machen. Dabei geht es vor allem darum, technische Entwicklungen so zu gestalten, dass sie den Alltag der Fahrgäste tatsächlich erleichtern. Neben der Rheinbahn gehören bereits die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zu der Kooperation.
Mit dem Beitritt der Rheinbahn erweitert sich die Allianz um Erfahrungen aus dem Rhein-Ruhr-Raum. Für das Unternehmen unterzeichnete Vorständin Annette Grabbe die Vereinbarung. Ziel der Partnerschaft ist es nicht, den Nahverkehr zentral zu steuern, sondern gemeinsame technische Grundlagen zu schaffen, von denen alle Beteiligten profitieren können.
Berlin, Hamburg, München: So soll digitale Technik Reisen einfacher machen
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf automatisiertem Fahren. Die Partner wollen Erfahrungen aus Testprojekten austauschen und gemeinsam prüfen, wie neue Technologien sicher und wirtschaftlich in den normalen Betrieb integriert werden können. Der Fahrgastkomfort und die Betriebssicherheit sollen dabei im Mittelpunkt stehen.
Auch beim Ticketkauf setzen die Verkehrsunternehmen auf gemeinsame Lösungen. Künftig soll es einfacher werden, Verkehrsmittel über Stadt- und Verbundgrenzen hinweg zu nutzen. Dafür arbeiten die Partner an modernen digitalen Bezahlsystemen, die auf accountbasierten und ID-gestützten Verfahren beruhen. Ziel ist ein möglichst einheitliches Nutzungserlebnis – egal, in welcher Stadt man unterwegs ist.
Die Allianz versteht sich als offene Entwicklungsplattform. Die einzelnen Verkehrsunternehmen behalten ihre Verantwortung für Betrieb und Planung vor Ort. Gleichzeitig sollen gemeinsame Standards dafür sorgen, dass digitale Angebote miteinander kompatibel sind und langfristig stabil funktionieren.
Quellen: BVG, MVG
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