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Nach fast 20 Jahren Leerstand kommt immer mehr Bewegung auf das KWU-Areal am Offenbacher Kaiserlei. Die ABG Frankfurt Holding hat das Grundstück nun von der Adler Group übernommen und legt damit den Grundstein für das Kaiserviertel, ein neues Quartier mit rund 1.200 Wohnungen, Büros und Nahversorgung.

Eine Visualisierung des geplanten Kaiserviertels in Offenbach. (Quelle: ABG und AS+P)

Der Blick auf Offenbach ist bisher maßgeblich von den KWU-Hochhausskeletten geprägt. Nach etwa 20 Jahren Leerstand soll hier im Kaiserlei nun endlich etwas passieren. / © Visualisierung: ABG und AS+P

© Titelbild: ABG, Jochen Müller

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Nach fast zwei Jahrzehnten Stillstand soll das KWU-Türme-Areal am Offenbacher Kaiserlei endlich einer neuen Nutzung zugeführt werden. Das Areal, bisher geprägt von leerstehenden Hochhäusern der KWU (Kraftwerk Union) einer Siemens-Tochterfirma, soll ab 2026 für ein gemischt genutztes Stadtquartier weichen. Geplant sind rund 1.200 Mietwohnungen, Büroflächen, Nahversorgung und eine Kindertagesstätte.

Verkaufssumme bisher unbekannt: Adler Group verkauft Areal am Kaiserlei an ABG Frankfurt

Mit dem Projekt will die ABG Frankfurt Holding dringend benötigten Wohnraum schaffen und zugleich städtebauliche Impulse für die Region setzen. Nachdem vergangenen Monat die konkrete Nutzung festgelegt werden konnte, schreitet das Projekt Schritt für Schritt voran. Der nächste Meilenstein ist bereits erreicht: Am 10. November 2025 hat die ABG das Grundstück notariell von der Adler Group übernommen.

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Der Ankauf des Areals hat eine große Bedeutung für den weiteren Verlauf des Projekts am Kaiserlei. Durch den Kauf sind die planerischen Weichen für den Abriss der Hochhäuser und den Neubau des Kaiserviertels gestellt. ABG-Geschäftsführer Frank Junker lobte in einer Pressemitteilung die fairen Verhandlungen mit der Adler Group und dankte der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung für ihre Zustimmung. Über die Höhe der Verkaufssumme haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Kaiserviertel Offenbach: ABG plant neues Quartier mit Wohnungen, Büroflächen, Supermarkt, Kita, Hotel und Parkhaus

Das neue Stadtquartier Kaiserviertel“ soll ein vielfältiges Umfeld bieten. Neben insgesamt 1.179 Mietwohnungen sind rund 30 Prozent für studentisches Wohnen und zehn Prozent für einkommensschwache Haushalte vorgesehen. Ergänzt werden die Wohnflächen durch Bürogebäude, einen Supermarkt, ein Parkhaus, eine Kindertagesstätte und ein Hotel. Ziel ist es, Wohnen, Arbeit und Versorgung an einem zentralen Standort zu verbinden und ein lebendiges Quartier zu schaffen.

Architektonisch setzt das Frankfurter Büro Albert Speer und Partner auf ein Ensemble aus vier achtgeschossigen Wohnhäusern mit begrünten Innenhöfen sowie drei Hochpunkten mit bis zu 19 Stockwerken. Die Bruttogeschossfläche wird rund 122.000 Quadratmeter betragen, die Mietpreise liegen im Schnitt bei etwa 20 Euro pro Quadratmeter. Die Erschließung erfolgt über die Strahlenberger Straße und die Nähe zur S-Bahn-Station Kaiserlei sorgt für eine gute Anbindung an Frankfurt.

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So geht es weiter im Kaiserviertel: Abriss der KWU-Türme soll im Frühjahr 2026 erfolgen, Bezug für 2029 geplant

Der Abriss der bestehenden Hochhäuser ist für das Frühjahr 2026 geplant. Anschließend können die Bauarbeiten für das Kaiserviertel starten. Die Fertigstellung der ersten Gebäude und der Bezug der Wohnungen sind für 2029 vorgesehen. Das Investitionsvolumen des Projekts beträgt mehr als 500 Millionen Euro.

Für die Region Rhein-Main gilt das Kaiserviertel als städtebaulicher Meilenstein. Die Mischung aus gefördertem Wohnraum, studentischen Unterkünften und modernen Büroflächen soll ein vielfältiges, lebendiges Umfeld schaffen.

Projekt mit regionaler Bedeutung: Aus Hochhausruinen wird ein neues Stadtviertel und Bindeglied zwischen Frankfurt & Offenbach

Ob das Viertel tatsächlich ein attraktives Bindeglied zwischen Frankfurt und Offenbach wird und den städtebaulichen Erwartungen gerecht wird, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Der Verkauf an die Adler Group markiert jedoch einen klaren Fortschritt nach langen Jahren des Stillstands am KWU-Areal.

Ein Foto der KWU-Ruinen im Offenbacher Stadtteil Nordend.

Seit Jahren prägen die leerstehenden KWU-Türme das Bild am Offenbacher Kaiserlei. Nun gibt es Pläne für ein neues, urbanes Stadtquartier. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: ABG Holding Frankfurt, Deal Magazine, Stadt Frankfurt, Stadt Offenbach, FNP, Frankfurter Rundschau, Skyline Atlas, AS+P

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