Am Hamburger Platz in Berlin-Pankow ist ein umfangreich modernisiertes Wohnquartier offiziell fertiggestellt worden. Die landeseigene GESOBAU AG hat dort seit 2023 Bestände erneuert und neuen Wohnraum geschaffen. Insgesamt sind 185 zusätzliche Wohnungen sowie modernisierte Bestandsgebäude entstanden.
Hamburger Platz
© Titelbild: Christian Kruppa
Am Hamburger Platz in Berlin-Pankow ist ein umfangreiches Wohnbauprojekt der landeseigenen GESOBAU AG abgeschlossen worden. Neben dem Umbau bestehender Gebäude sind auch neue Wohnungen und Gewerbeflächen entstanden.
- Projekt: Nachverdichtung und Modernisierung Hamburger Platz
- Ort: Berlin-Weißensee (Pankow)
- Projektträger: GESOBAU AG
- Wohnungen: ca. 185 neue + 348 modernisierte Bestandswohnungen
Modernisierung und Nachverdichtung am Hamburger Platz
Im Rahmen des Projekts wurden acht Bestandsgebäude umfassend saniert. Dabei erneuerte man unter anderem Heizungsanlagen, Fenster, Leitungen und Bäder, zudem erhielten die Fassaden eine energetische Dämmung. Die viergeschossigen Häuser wurden durch zusätzliche Etagen erweitert, wodurch 62 neue Dachgeschosswohnungen entstanden.
Parallel dazu ergänzen zwei Neubauten das Quartier. Insgesamt entstanden 123 zusätzliche Wohnungen sowie rund 400 Quadratmeter Gewerbefläche für Nahversorgung im Erdgeschoss. Rund 75 Prozent der neuen Wohnungen sind öffentlich gefördert und werden zu Einstiegsmieten ab etwa 7 Euro pro Quadratmeter angeboten. Die Mischung aus kleineren und größeren Grundrissen soll unterschiedliche Haushaltsformen abbilden.

Blick auf die Baustelle vor rund einem Jahr: Die neuen Wohnungen an der Frieda-Seidlitz-Straße sind in direkter Nachbarschaft zu einem Lidl-Markt an der Pistoriusstraße in Weißensee entstanden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Weißensee: Sozialer Wohnraum und Beteiligung im Quartier
Besonderes Gewicht legte das Projekt auf die soziale Durchmischung und Barrierefreiheit: 97 der Neubauwohnungen sind entsprechend ausgestattet. Gleichzeitig wurden 348 Bestandswohnungen modernisiert, um sie langfristig zu sichern und energetisch zu verbessern.
Auch die Einbindung der Nachbarschaft spielte eine Rolle. Anregungen der Anwohnerinnen und Anwohner flossen insbesondere in die Gestaltung der Außenanlagen ein. In den Erdgeschossen ist zudem ein Café als neue Gewerbeeinheit vorgesehen – ein Wunsch, der aus dem Quartier selbst kam.
Julia Dahlhaus (DMSW Architekten) und Lars Holborn (GESOBAU AG) betonten bei der Übergabe die Verbindung von Nachverdichtung, Modernisierung und Neubau. Am Hamburger Platz sei damit ein Beispiel entstanden, wie bestehende Strukturen weiterentwickelt und zugleich neuer Wohnraum geschaffen werden könne.
Quellen: GESOBAU AG, DMSW Architekten, Retis – Gesellschaft für energieeffizientes Planen und Bauen mbH
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