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Am Doormannsweg in Hamburg-Eimsbüttel entsteht durch eine umfassende Sanierung und nachhaltige Aufstockung neuer Wohnraum, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln. Das Projekt gilt als Vorbild für eine sozialverträgliche und umweltschonende Stadtentwicklung.
Gruppenfoto beim Richtfest am Doormannsweg, im Hintergrund das Gebäude im Rohbau, eingerüstet

Mit dem Richtfest am Doormannsweg wurde in der vergangenen Woche ein wichtiger Meilenstein gefeiert. Das Projekt gilt als Vorbild für nachhaltiges und sozial ausgewogenes Bauen in zentraler Lage. / © Foto: Gregor Fischer

© Titelbild: Gregor Fischer

 

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Im Stadtteil Eimsbüttel, einem der gefragtesten Wohnquartiere Hamburgs, wurde am vergangenen Freitag Richtfest gefeiert. Anlass war die Aufstockung und energetische Sanierung eines Wohngebäudes aus dem Jahr 1958. Die Maßnahme, die von der Implenia Hochbau GmbH im Auftrag der Robert Vogel GmbH & Co. KG durchgeführt wird, verfolgt ein klares Ziel. Der Wohnungsbau soll nachhaltig und sozialverantwortlich sein, bei gleichzeitigem Erhalt des baulichen Bestands.

Konkret umfasst das Bauprojekt die Modernisierung von 39 bestehenden Wohnungen sowie die Schaffung von 14 neuen Wohneinheiten in Holzhybridbauweise, ohne dabei zusätzliche Flächen zu versiegeln. Dabei erfolgt die Umsetzung in vier aufeinanderfolgenden Bauabschnitten bei laufender Nutzung des Gebäudes. Dies stellt eine anspruchsvolle logistische und soziale Herausforderung dar, die von allen Beteiligten mit großem Engagement gemeistert wird.

Am Doormannsweg: Nachhaltiges Bauen mit Verantwortung für Mensch und Umwelt

Dabei umfasst die umfassende Sanierung nicht nur die Entkernung und Modernisierung der Bestandswohnungen, sondern auch die vollständige Erneuerung der technischen Gebäudeausstattung. Alte Gasheizungen werden durch einen Anschluss an das städtische Fernwärmenetz ersetzt, Fenster werden ausgetauscht und Balkone werden durch thermisch getrennte, aufgeständerte Konstruktionen ersetzt. Zusätzlich wird die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem energetisch aufgewertet und erhält im Anschluss wieder eine klassische Rotklinkerverkleidung.

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Ein besonderes Augenmerk soll auf der Nachhaltigkeit der Baustelle liegen. Das Vorhaben ist nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als „Nachhaltige Baustelle“ zertifiziert. Emissionsarme Baustellenfahrzeuge, Abfallvermeidung durch Vorfertigung von Bauteilen, Schutzkonzepte gegen Staub und Lärm sowie ein umfassendes Informationsmanagement für Anwohnende zählen zu den umgesetzten Maßnahmen.

Nachverdichtung in Eimsbüttel: Sozialverträgliche Umsetzung durch Mieterfreundlichkeit und Transparenz

Die soziale Komponente spielt bei diesem Bauprojekt ebenso eine zentrale Rolle. So werden die betroffenen Mieterinnen und Mieter während der Sanierungsarbeiten temporär in Ausweichquartieren untergebracht. Diese werden vom Eigentümer zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss der Modernisierungen erhalten sie die Möglichkeit, zu den bisherigen Mietkonditionen zurückzukehren – zwischen 9 und 14 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Für nicht in Anspruch genommene Wohnungen wird die Miete im Rahmen der sozialen Erhaltungsverordnung angepasst.

Neben dem ökologischen Anspruch ist somit auch die soziale Verantwortung ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Robert Vogel GmbH & Co. KG betont, dass das Modell der Nachverdichtung durch Aufstockung auch an weiteren Standorten in Hamburg, wie etwa in Altona, geprüft wird.

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Wohnraum schaffen in urbaner Lage: Ein Vorbild für künftige Stadtentwicklung Hamburgs

Die neu entstehenden Wohnungen reichen von Zwei- bis Vierzimmerwohnungen, darunter eine Maisonette mit rund 118 Quadratmetern Wohnfläche. Alle Einheiten sind mit Balkonen oder Terrassen ausgestattet, die Kaltmieten starten bei etwa 20 Euro pro Quadratmeter.

Mit dem Richtfest am Doormannsweg wurde ein zentraler Meilenstein erreicht. Die Fertigstellung ist für September 2025 geplant. Die Verantwortlichen bei Robert Vogel und Implenia betonten anlässlich des Richtfests die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten und lobten das Projekt als gelungenes Beispiel für modernes, ressourcenschonendes und zugleich sozial ausgewogenes Bauen in innerstädtischer Lage.

Quellen: Implenia AG via LinkedIn, Projektbeschreibung Implenia (www.implenia.com), Hamburger Abendblatt

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One Comment

  1. michael.leclipteux@implenia.com 30. Juli 2025 at 13:15 - Reply

    Tolles Projekt und tolle partnerschaftliche Zusammenarbeit

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