Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte plant in der Berliner Innenstadt zwei Neubauten in Holzmodulbauweise. In der Neuen Jakobstraße sowie an der Melchiorstraße sollen bis 2028 insgesamt 92 Wohnungen entstehen, ergänzt um Gewerbeflächen sowie neue Grün- und Aufenthaltsbereiche.

Visualisierung des geplanten Wohnungsneubaus an der Neuen Jakobstraße in Berlin-Mitte Der achtgeschossige Neubau in Holzmodulbauweise soll 38 Wohnungen sowie Gewerbeflächen aufnehmen und künftig zusätzliche Grün- und Aufenthaltsflächen schaffen. / © Visualisierung: schop architekten + partner mbB
© Titelbild: Roedig Schop Architekten + partner mbH
Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte plant in Berlin-Mitte zwei nahezu baugleiche Neubauten auf bereits genutzten Grundstücken. Beide Vorhaben verfolgen das Ziel, innerstädtische Flächen effizient nachzuverdichten und zusätzlichen Wohnraum in zentraler Lage zu schaffen. Damit reagiert das landeseigene Wohnungsunternehmen auf den weiterhin hohen Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in der Berliner Innenstadt.
Kennzeichnend für beide Projekte ist die geplante Holzmodulbauweise. Die Gebäude entstehen nicht vollständig auf der Baustelle, sondern werden aus vorgefertigten Raummodulen zusammengesetzt. Dieses Vorgehen ermöglicht eine hohe Planungsgenauigkeit sowie eine verkürzte Bauzeit. Trotz der baugleichen Grundstruktur werden die Neubauten standortspezifisch umgesetzt.
Wohnungsneubau in der Neuen Jakobstraße: Wohnen und Gewerbe an zentralem Standort
In der Neuen Jakobstraße plant die WBM den Neubau eines achtgeschossigen Wohn- und Gewerbegebäudes. Vorgesehen sind 38 barrierefreie Wohnungen, die jeweils über einen Balkon verfügen. Ergänzt wird das Wohnangebot durch zwei Gewerbeeinheiten mit insgesamt 266 Quadratmetern Fläche, die unter anderem gastronomisch genutzt werden können.
Im Zuge des Projekts wird ein bestehender Parkplatz entsiegelt. Stattdessen entstehen neue Grünflächen, ein Spielbereich sowie eine Terrasse für die geplante Gewerbefläche. Das Gebäude wird in Holzmodulbauweise errichtet, erhält eine Holzfassade und erreicht den Energiestandard EH-40. Der Baubeginn ist für September 2026 vorgesehen, das Bauende für September 2028.
Nachverdichtung an der Melchiorstraße: Wohnhaus im Innenhof und neu strukturierte Freiflächen
An der Melchiorstraße Ecke Engeldamm plant die Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte ein weiteres Wohngebäude mit sechs Vollgeschossen und 54 barrierefreien Wohnungen. Der Neubau entsteht auf einem Bestandsgrundstück in einem Innenhof zwischen bestehenden Wohnhäusern der WBM. Jede Wohnung erhält einen Balkon oder eine Terrasse.
Nach Abschluss der Bauarbeiten soll der Innenhof umfassend neugestaltet werden. Geplant sind zusätzliche Grünflächen, erweiterte Spielflächen sowie neue Aufenthaltsbereiche. Die meisten Fahrräder finden Platz in einem Fahrradkeller, während im Außenbereich nur wenige Stellplätze vorgesehen sind. Auch dieses Gebäude wird im Energiestandard EH-40 errichtet.
Umsetzung der Neubauten in Holzmodulbauweise: Schnelleres und nachhaltigeres Bauen
Bei beiden Neubauten setzt das landeseigene Wohnungsunternehmen auf den Holzmodulbau. Die sogenannten Raum-Module werden im Werk mit Dämmung, Fenstern und technischen Installationen schlüsselfertig hergestellt und anschließend auf die Baustelle geliefert. Vor Ort erfolgt die Montage der einzelnen Module zum fertigen Gebäude.
Durch diese Bauweiselässt sich die Bauzeit im Vergleich zu konventionellen Verfahren deutlich verkürzen. Gleichzeitig gilt der Holzmodulbau als ressourcenschonend und präzise. Die Planung für beide Neubauten stammt vom Büro roedig.schop architekten + partner, die Umsetzung übernimmt die B&O Bau- und Gebäudetechnik GmbH & Co. KG.
Neue Jakobstraße
Melchiorstraße / Engeldamm
Quellen: WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte
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7 Kommentare
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DDR-Platte in Holz. Paßt zur WBM.
Wie auch immer, dort gibt es noch so einigen Platz in puncto Nachverdichtung. Zu DDR-Zeiten alles über Maß aufgeweitet und wenn man in Blockkanten denkt, die Wohngebaüde weit von selbigen platziert.
Das Haus schreit förmlich zurück in die 70er Jahre. Auch wenn es schön ist, dass die WBM nicht nur Betonmonster kann, so ist es traurig, dass einfach eine weitere Platte in Berlin Mitte errichtet wird. Um noch einen positiven Aspekt zu betonen, kann man sich freuen, dass ein Parkplatz entsiegelt wird. Besonders im innerstädtischen Bereich sollte man jedoch Blockrandbebauung als Mindeststandart erwarten können. Wieso muss denn zwangsläufig immer die Ästhetik in Berlin dran glauben?
Und dann beschweren sich im Sommer wieder alle, wie heiß es in der Stadt ist. Wenn der letzte Zentimeter zugebaut wurde, dann werden die Planer erkennen das es so nicht weitergehen kann.
Holzmodulbauweise mag seine Vorteile haben, architektonisch ist sie der Supergau. Oder ließe sich etwas anderes als Plattenbauoptik damit verwirklichen?
Wir, Bewohner der Melchiorstr e wurden nicht über die Pläne der WBM unterrichtet! Wir haben einen schönen begrünten Innenhof,aber wie bitte soll das Alles zugebaut werden. Zudem sind die Plattenbauten dort nicht gedämmt und im Sommer ist es dodirt heiß. Der Innenhof bat uns eine Abkühlung dar und die Häuser werden nicht so heiß. Außerdem leben bei uns im Hofgarten viele seltene Insekten,Igel und Vögel sogar Wiesel! Es wäre schön ,wenn WBM mit uns ins Gespräch geht. Es gibt sehr viele ältere Menschen bei uns,die nicht mehr viel ausgehen können. Für sie wird die Baustelle zu einer Belastung.
Danke♥️
Sehr gut. Allerdings überfällig. Und es wird nur ein zugepflasterter Parkplatz überbaut, jedenfalls an der Neuen Jakobstraße, also keine zusätzliche Versiegelung.