Der denkmalgeschützte Komplex der Wissinger Höfe in Berlin-Kreuzberg soll erweitert werden. Neben der Sanierung eines historischen Fabrikgebäudes ist auch ein neuer Büroneubau mit Café geplant. Die ersten Bauarbeiten auf dem Grundstück an der Köpenicker Straße haben bereits begonnen.

Die denkmalgeschützten Wissinger Höfe am Kreuzberger Spreeufer sollen erweitert werden. Geplant sind die Sanierung und Aufstockung eines historischen Fabrikgebäudes sowie ein sechsgeschossiger Büroneubau mit Café an der Köpenicker Straße 7A. / © Foto: Wikimedia Commons, Jörg Zägel, CC BY-SA 3.0
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Direkt neben den Wissinger Höfen in Berlin-Kreuzberg läuft derzeit ein neues Bauprojekt an. Wie das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg auf Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT mitteilt, erhielt das Vorhaben für das Grundstück Köpenicker Straße 7A bereits am 21. Oktober 2024 die Baugenehmigung. Inzwischen haben die Bauarbeiten begonnen und auf dem Grundstück sind bereits eingerüstete Gebäudeteile sichtbar.
Das Projekt umfasst die Sanierung eines denkmalgeschützten Fabrikgebäudes, das zu den Wissinger Höfen gehört. Dabei modernisieren die Bauherren den Bestand nicht nur, sondern erweitern ihn zugleich. So soll das dritte Obergeschoss wiederaufgebaut werden, außerdem kommt ein zusätzliches viertes Geschoss hinzu. Parallel dazu entsteht ein sechsgeschossiger Büroneubau mit Café im Erdgeschoss. Dort sollen laut Bezirksamt rund 50 Sitzplätze entstehen.
Erweiterung der Wissinger Höfe: Denkmalgeschütztes Ensemble bleibt erhalten
Die angrenzenden Wissinger Höfe zählen zu den markanten historischen Gewerbebauten entlang der Spree. Das Ensemble geht auf das frühere „Lagerhaus Süd Ost“ zurück, das der Großhandelskaufmann Julius Wissinger bis 1908 errichten ließ. Zeitweise galt der ehemalige Saat und Getreidespeicher sogar als größter Europas.
Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre sanierte man den Gebäudekomplex umfassend. Heute nutzen vor allem Büros, Ateliers und Musikräume die historischen Flächen. Die Berliner Kuthe GmbH betreibt beziehungsweise verwaltet das Ensemble. Zudem beteiligte das Bezirksamt die Untere Denkmalschutzbehörde am Genehmigungsverfahren, wodurch auch eine denkmalrechtliche Genehmigung für das Vorhaben vorliegt.
Nachverdichtung am Kreuzberger Spreeufer: Weitere Büroflächen geplant
Für das Grundstück gilt der Bebauungsplan VI 146, außerdem weist das Planungsrecht das Areal als Mischgebiet aus. Dadurch sind sowohl gewerbliche als auch weitere urbane Nutzungen grundsätzlich möglich.
Mit dem Projekt verdichtet sich ein weiterer Abschnitt der Kreuzberger Spreeuferlage baulich. Gleichzeitig bleibt die historische Struktur des denkmalgeschützten Fabrikgebäudes erhalten, während neue Büroflächen und zusätzliche Nutzungen entstehen. Wann das Gesamtvorhaben abgeschlossen sein soll, ist bislang allerdings noch nicht bekannt.
Quellen: Arnold Kuthe Immobilienverwaltung, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
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