Eurowings erweitert nach der angekündigten Kürzung von Ryanair das Angebot am Flughafen BER. Die Airline stationiert zwei weitere Flugzeuge in Berlin und nimmt neue Verbindungen auf.
Flughafen BER
© Titelbild: Wikimedia Commons, VynedJ, CC BY-SA 4.0
Nach dem angekündigten teilweisen Rückzug von Ryanair reagiert Eurowings mit einem Ausbau seiner Flotte am Flughafen BER. Nach Angaben des Tagesspiegels will die Lufthansa-Tochter zum Winterflugplan zwei weitere Maschinen am Hauptstadtflughafen stationieren. Damit wächst die Eurowings-Flotte am BER auf elf Flugzeuge. Diese sollen künftig annähernd 50 Ziele bedienen. Mehr als 300 Crew-Mitglieder sind den Flugzeugen zugeordnet.
Als neues Ziel nennt Eurowings Bologna in Italien. Außerdem plant die Airline zusätzliche Flüge auf die Kanarischen Inseln. Dazu gehören Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote und Teneriffa. Der Ausbau betrifft damit vor allem touristische Verbindungen, stärkt aber auch die Erreichbarkeit der Hauptstadtregion.

Zwei Ryanair-Flugzeuge am Flughafen BER in Berlin: Während Ryanair sein Angebot am BER reduziert, baut Eurowings Verbindungen am Flughafen aus. / © Foto: DepositPhotos / huettenhoelscher
Ryanair-Rückzug verändert die Lage am BER
Ryanair hatte Ende April angekündigt, sieben in Berlin stationierte Flugzeuge abzuziehen und das Winterangebot am BER um die Hälfte zu kürzen. Die Airline begründete den Schritt mit hohen staatlichen Steuern, Gebühren und steigenden Flughafenentgelten. Das Personal soll innerhalb des Unternehmens versetzt werden können.
Die Kürzungen dürften sich am BER spürbar bemerkbar machen. Ryanair zählte zuletzt zu den passagierstärksten Airlines am Standort. Für den BER bedeuten die Kürzungen voraussichtlich weniger Passagiere und geringere Einnahmen.
Eurowings füllt Lücken am Flughafen BER
Zumindest einen Teil der Lücken will nun Eurowings füllen. Mit dem Ausbau stärkt die Lufthansa-Gruppe ihre Position in Berlin. Zur Gruppe gehören neben Eurowings auch Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und SunExpress.
Laut Tagesspiegel liegt ihr Anteil am Angebot in der Hauptstadt bei rund 30 Prozent. Eurowings-Chef Max Kownatzki erklärte sinngemäß, Berlin bleibe trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein Standort mit Perspektive. Zugleich kritisierte er die Kostenstruktur an deutschen Flughäfen und verwies auf Steuern, Gebühren und Kerosinkosten.
Quellen: Tagesspiegel, Reuters, Ryanair, RBB
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