Die Berliner Verkehrsbetriebe haben einen neuen Zeitplan für den Einsatz der XXL-Straßenbahn „Urbanliner“ vorgestellt. Nachdem sich die Inbetriebnahme mehrfach verzögert hatte, soll der Fahrgastbetrieb nun im Sommer 2026 beginnen.

Visualisierung Urbanliner: Mit einer Länge von rund 50,9 Metern ist der „Urbanliner“ die bislang längste Straßenbahn Berlins.

Mit einer Länge von rund 50,9 Metern ist der „Urbanliner“ die bislang längste Straßenbahn Berlins. Die neuen Bahnen sollen ab Sommer 2026 vor allem die stark frequentierte Linie M4 entlasten. / © Visualisierung: BVG

© Titelbild: depositphotos.com

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Seit fast zwei Jahren kündigt die BVG den Start ihrer neuen XXL-Straßenbahn immer wieder neu an. Nun nennt das Unternehmen erneut einen konkreten Zeitraum: Der „Urbanliner“ soll noch im Sommer 2026 erstmals regulär Fahrgäste auf der Linie M4 befördern. Damit wäre die bislang längste Straßenbahn Berlins deutlich später unterwegs als ursprünglich geplant.

  • Typ: BVG-Straßenbahn „Urbanliner“
  • Länge: rund 50,9 Meter
  • Gewicht: bis zu 100 Tonnen voll besetzt
  • Kapazität: Platz für mehr als 300 Fahrgäste
  • Erste Einsatzstrecke: Linie M4 zwischen Hohenschönhausen und Hackescher Markt
  • Geplanter Einsatzstart: Sommer 2026

Bereits Anfang des 2025 sollte der neue Fahrzeugtyp auf der stark belasteten Strecke zwischen Hohenschönhausen und Hackescher Markt eingesetzt werden. Doch technische Prüfungen und offene Fragen im Zulassungsverfahren verhinderten bislang den Start. Anfang 2026 musste sogar eine bereits geplante Premierenfahrt kurzfristig abgesagt werden. Geladene Gäste, darunter auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, wurden wieder ausgeladen.

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Verzögerungen für „Urbanliner“: Statische Prüfungen am Alexanderplatz

Wie die BVG nun mitteilte, zeichne sich gemeinsam mit der zuständigen Technischen Aufsichtsbehörde eine Lösung für die noch offenen Fragen ab. Grundlage sei ein belastbarer Maßnahmenplan, der bereits extern geprüft worden sei. Konkret geht es um zusätzliche statische Sicherungen im Bereich des Alexanderplatzes.

Geplant ist unter anderem der Einbau mehrerer Stützen an den U-Bahn-Anlagen der Linien U2 und U5. Sie sollen Trägerkonstruktionen stabilisieren und zusätzliche Belastungsszenarien absichern, die sich aus dem höheren Gewicht der neuen Straßenbahnen ergeben. Laut BVG seien dafür keine Einschränkungen im U-Bahnverkehr notwendig.

Der „Urbanliner“ unterscheidet sich deutlich von bisherigen Berliner Straßenbahnen. Mit rund 50,9 Metern Länge bietet das Fahrzeug Platz für mehr als 300 Fahrgäste und gilt damit als größte Tram der Hauptstadt. Voll besetzt erreicht der Zug ein Gewicht von bis zu 100 Tonnen; deutlich mehr als die bisherigen Flexity-Fahrzeuge, die auf etwa 70 Tonnen kommen.

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Die neuen Bahnen sollen vor allem die stark frequentierte Linie M4 entlasten, auf der täglich rund 100.000 Menschen unterwegs sind. Dort verkehren bislang überwiegend ältere GT6-Züge in Doppeltraktion. Perspektivisch plant die BVG auch Einsätze auf den Linien M5 und M6.

Nach Angaben des Unternehmens wurden bislang fünf Fahrzeuge ausgeliefert. Bis Ende 2026 soll die Flotte auf etwa 15 Bahnen anwachsen. Langfristig rechnet die BVG mit rund 30 „Urbanlinern“ allein auf der M4.

 

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Quelle: BVG

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One Comment

  1. Böhme 8. Mai 2026 at 16:52 - Reply

    Wer’s glaubt …! Grund für die Verzögerung ist ja offensichtlich, dass die BVG die Statik der U-Bahn-Tunnelröhre nicht richtig nachgerechnet hat. Da wollen wir mal hoffen, dass mit dem Einziehen von Zusatzstahlträgern die nunmehr entstehende Statik richtig berechnet worden ist … nicht dass die XXL-Straßenbahn irgendwann auf dem Dach einer U-Bahn weiterfährt!

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